Filmhandlung und Hintergrund

Kino-Debüt der französischen Komiker-Truppe "Les inconnus", die als Trio auf der Flucht für ausgiebiges Lachmuskel-Training sorgt.

Eigentlich kennen sich Didier, Bernard und Pascal nicht, doch bei einem Notar erfahren sie, daß sie Halbbrüder und die Erben von über drei Mio. Franc sind. Hemmungslos verjubeln sie das Geld, bis sich schließlich herausstellt, daß die vermeintliche Erbschaft nichtig ist. Auf der Flucht vor Gerichtsvollziehern und der Polizei haben die drei lebenslustigen Burschen trotzdem jede Menge Spaß.

Kino-Debüt der französischen Komiker-Truppe „Les inconnus“, die als Trio auf der Flucht für ausgiebiges Lachmuskel-Training sorgt.

Bilderstrecke starten(4 Bilder)
Alle Bilder und Videos zu Alles kein Problem!

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

5,0
2 Bewertungen
5Sterne
 
(2)
4Sterne
 
(0)
3Sterne
 
(0)
2Sterne
 
(0)
1Stern
 
(0)

Wie bewertest du den Film?

Kritikerrezensionen

  • Alles kein Problem!: Kino-Debüt der französischen Komiker-Truppe "Les inconnus", die als Trio auf der Flucht für ausgiebiges Lachmuskel-Training sorgt.

    In Frankreich schlug der Film des Komiker-Trios Didier Bourdon, Bernard Campan und Pascal Legitimus ein wie eine Bombe: Sechs Mio Zuschauer amüsierten sich königlich bei dieser Komödie, die auch noch den César als bester Erstlingsfilm einheimste. Mit einer anarchischen Portion Humor schlachten die Multitalente genußvoll heilige Kühe, machen sich über Bürokraten und Bourgeoisie lustig, wenn „Les trois frères“ auf ihrer Flucht nach einer geplatzten Millionenerbschaft wie Pech und Schwefel zusammenhalten müssen.

    „Les inconnus“, wie sich Bourdon, Campan und Legitimus nennen, sind die französische Antwort auf die Marx Brothers und die Monty-Python-Truppe. Ihr Einstand in der Filmszene - nach zwölf Jahren Erfolgsblödeln auf der Bühne und im TV - konnte mit „Les trois frères“ nicht besser sein. Die Story klingt hanebüchen: Drei völlig unterschiedliche Typen, die sich nie gesehen haben, erfahren beim Notar, daß sie Halbbrüder sind und Erben von über drei Mio. Franc. Nach der ersten Freude und Spendierlust kommt wenige Tage später die Ernüchterung: Durch einen Fehler des Juristen ist die Erbschaft verfallen. Nach dem Motto wie gewonnnen, so zeronnen, bleiben den drei Fast-Millionären nur noch Schulden, Gerichtsvollzieherbesuche und die Flucht vor der Polizei. Einer von ihnen entdeckt gar, daß er Vater ist, und hat plötzlich einen entzückenden, aber ganz und gar nicht pflegeleichten Sohnemann am Hals. Bei ihrer Odyssee durch Frankreich lassen die drei kein Fettnäpfchen aus. Am liebsten demontieren sie Autoritäten und werden auch schon mal handgreiflich, mit Vergnügen hauen sie vor allem die inzwischen angepaßten Alt-Achtundsechziger in die Pfanne. Das Gagfeuerwerk hält bis zum Ende durch und sollte auch jenseits der Sprach- und Humorgrenzen - jedenfalls bei sorgfältiger Übersetzung - verstanden werden, denn es geht um universelle Themen wie Familie, Freundschaft und den Alltagsstreß der „kleinen Leute“, als deren Anwalt sich „Les Inconnus“ verstehen. Sie fühlen sich nicht als politische Kabarettisten, sondern lieben den gesellschaftlichen Rundumschlag, dosieren ihren populären Humor, der auch schon mal derb sein kann. Die „Inconnus“ bürsten mit perfidem Witz gegen den Strich, der Angriff auf die Lachmuskeln zielt nicht nur aufs tumbe Schenkelklopfen, sondern auch darauf, daß einem das Lachen wie ein Kaktus im Halse steckenbleibt. Die „Drei Musketiere des Humors“ lassen’s richtig schön krachen und zeigen ganz nebenbei auch viel Gefühl. Beim Filmfest München kam die Mischung an, das Publikum war aus dem Häuschen, dem Siegeszug der „drei Brüder“ sollte also auch bei uns nichts im Wege stehen. mk.

Kommentare