Alles Bestens (Wir verschwinden)

  1. Ø 0
   2000
Alles Bestens (Wir verschwinden) Poster

Filmhandlung und Hintergrund

Alles Bestens (Wir verschwinden): Familiendrama mit exquisiten Darstellerleistungen der französischen Schauspielelite.

Am Anfang scheint alles Bestens: Die drei Schwestern Laure, Beatrice und Claire leben zufrieden in Lyon. Laure schmeißt den Haushalt und die vom Vater vererbte Tangoschule, Beatrice hat finanziell Erfolg, und Claire ist eine talentierte Pianistin. In ihre routinierte Dreisamkeit platzt ihr Vater herein, der sie vor 15 Jahren verlassen hatte.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Eine Familiengeschichte auf sensible französische Art: Das Leben dreier Schwestern gerät aus den Fugen als ihr vor 15 Jahren verschwundener Vater wieder auftaucht. Erst die Verarbeitung der schmerzhaften Vergangenheit ermöglicht ihnen Zugriff auf eine von Altlasten befreite Gegenwart.

    Drei junge Frauen in Lyon haben sich mit den Gegebenheiten arrangiert: Laure führt die Tanzschule der Eltern weiter, Beatrice, eine erfolgreiche Geschäftsfrau, unterstützt finanziell das Studium von Nesthäkchen Claire, einer talentierten Klavierspielerin. Als ihr Vater Louis unversehens bei Claire vor der Tür steht und Tochterpflichten einfordert, brechen alte Wunden wieder auf, die Geschwister müssen sich nicht nur mit Verletzungen aus der verdrängten Vergangenheit, sondern auch mit sich selbst auseinandersetzen. Der Alte ließ die Familie vor 15 Jahren wegen einer anderen Frau im Stich, das haben sie ihm nie verziehen. Er bringt Unruhe in die scheinbar geordneten Verhältnisse, destabilisiert das Triangle, plötzlich gibt es Konflikte zwischen den Schwestern, die Louis geschickt gegeneinander ausspielt.

    Mal humoristisch, mal tieftraurig dröselt Claude Mouriéras die Komplexität familiärer Bindungen auf, nicht selten eine Last, die man ein Leben lang mitschleppt und die private Beziehungen vergiftet. Gleichzeitig lässt der Regisseur auch Sehnsucht nach einer intakten Familie spüren. Die Probleme und Gefühle der Protagonisten, der quälende Prozess der Selbsterkennung und des Erwachsenwerdens fordern zur Identifikation heraus. Mouriéras trifft genau die ambivalente Atmosphäre, die den Hang und Hass zur Familie ausmachen. Der 75-jährige Michel Piccoli beweist erneut seine souveräne Schauspielkunst, mal als berechnender Intrigant, dann wieder als schleimig um Verzeihung heischender Tatter-Typ. Aber auch die drei Darstellerinnen Miou-Miou, Natacha Régnier und Sandrine Kiberlain stehen ihm an Überzeugungskraft nicht nach. „Alles bestens“ ist beste Unterhaltung mit einer kleinen Träne im Knopfloch, die nicht nur, aber vor allem bei frankophilen Zuschauern Zuspruch hervorrufen sollte. mk.

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