Allein unter Bauern (1. Staffel, 10 Folgen)

  1. Ø 0
   2007
Allein unter Bauern (1. Staffel, 10 Folgen) Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Allein unter Bauern (1. Staffel, 10 Folgen): Christoph M. Ohrt landet als gestrauchelter Spitzenpolitiker "Allein unter Bauern" in der brandenburgischen Provinz.

Der smarte Karrierist Johannes Waller soll Außenminister werden. Kurz vor seiner Ernennung verbringt er eine Liebesnacht mit der Gattin des österreichischen Botschafters, was unglücklicherweise nicht unentdeckt bleibt. Um seine politische Karriere zu retten, reist Waller der empörten Kanzlerin nach, strandet nach einem Autounfall allerdings in dem kleinen Dorf Kudrow. Von seinen Parteifreunden fallen gelassen, nimmt er trotzig das ihm angetragene Amt des Bürgermeisters an. Fortan kämpft der Fast-Außenminister gegen das Misstrauen der streitbaren Landbevölkerung und findet in der Dorfärztin Barbara eine neue Liebe.

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Kritikerrezensionen

  • Nach diversen eigenproduzierten Flops ist „Allein unter Bauern“ ein weiterer Versuch von Sat.1, im Genre der Mehrteiler und Serien mit einer anspruchsvollen Produktion zu reüssieren.

    Für ihn ist es bloß ein kleiner Fehltritt, für die Republik jedoch die womöglich „schwerste diplomatische Krise mit Österreich seit dem Anschluss“: Weil es Johannes Waller (Christoph M. Ohrt) bei seinem tête-à-tête mit der Frau des österreichischen Botschafters an der nötigen Diskretion mangeln ließ, sind seine Aussichten auf das Amt des Außenministers erdrutschartig gesunken. Bei dem verzweifelten Versuch, die in Brandenburg weilende Kanzlerin eines Besseren zu belehren, gerät Waller auf Abwege: Erst zwingt ihn eine Umleitung ins Dörfchen Kudrow, dann muss er einer Kuh ausweichen und landet im Gartenhaus der Dorfärztin (Julia Koschitz), die ihm ein Beruhigungsmittel verabreicht. Als Waller wieder aufwacht, ist die Kanzlerin weg und die Karriere im Eimer. In einer Mischung aus Trotz und Fatalismus beschließt der EU-Experte einen Neuanfang, lässt sich zum Bürgermeister der Gemeinde erklären und versucht fortan eher schlecht als recht, sich seine Brüsseler Erfahrungen in der Lokalpolitik zunutze zu machen. Die Einheimischen reagieren mit Trotz und Vorurteil; prompt wetteifern beide Parteien nun darin, sich gegenseitig das Leben so schwer wie möglich zu machen.

    Auf den ersten Blick könnte der Kontrast zur urbanen Anwaltsserie „Edel & Starck“ kaum größer sein. Dort die Metropole, hier das Kuhdorf: ein reizvoller Gegensatz, genauso wie der Kontrast zwischen dem großspurigen Politiker und der hübschen Ärztin, die allerdings bei aller Antipathie gewisse gegenseitige Anziehungskräfte nicht leugnen können. Verbindendes Element zwischen den beiden Serien ist neben dem Hauptdarsteller Christoph M. Ohrt auch Autor Marc Terjung, dessen satirisches Gespür für Situationskomik und komplexe Figuren auch „Allein unter Bauern“ auszeichnet.

    Natürlich ist der Politiker die Karikatur eines typischen Karrieristen. Andererseits versieht Ohrt ihn mit so viel Restwürde, dass man Waller trotz allem sympathisch finden kann. Darüber hinaus lebt die Serie vom Subtext (die vermeintlich blühenden Landschaften), den Seitenhieben auf die Medien und natürlich den feinen Gemeinheiten gegenüber der Politik. Wallers Parteikollegen – von „Freunden“ kann man nun wirklich nicht sprechen – wollen dem Gestrauchelten seinen Abgang mit einem Aufsichtsrat bei einem großen Energieunternehmen versüßen und zerreißen sich angesichts seines Neuanfangs das Maul. tpg.

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