Allein

  1. Ø 5
   2004
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Allein Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Allein: Eine Studentin versucht, ihre Einsamkeit mit selbstzerstörerischen Maßnahmen zu bekämpfen und gerät in einen noch größeren Konflikt, als sie sich verliebt.

Studentin Maria versucht ihre Einsamkeit mit One-Night-Stands, einer Affäre mit einem älteren Mann, Tabletten, Alkohol und anderen selbstzerstörerischen Attacken zu bekämpfen. Als sie eines Tages den Kommilitonen Jan kennen lernt und sich verliebt, will sie ihm ihre Instabilität vorenthalten und stellt damit ihre junge Beziehung auf eine harte Probe.

Studentin Maria ist einsam. Um diese zu bekämpfen, ist ihr nahezu jedes Mittel recht. Mal flieht sie sich in One-Night-Stands, dann unterhält sie eine Affäre mit einem älteren Mann und dazwischen betäubt sich die junge Frau mit Tabletten, Alkohol und anderen selbstzerstörerischen Attacken. Erst ihr etwas naiver Kommilitone Jan gibt ihr endlich das Gefühl, liebenswert zu sein. Doch als Maria versucht, ihm ihre Instabilität vorzuenthalten, stellt sie die junge Beziehung auf eine harte Probe. Eine Katastrophe scheint unausweichlich.

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Kritikerrezensionen

  • Tabletten, Alkohol, Hang zur Selbstzerstörung. In Thomas Durchschlags Spielfilmdebüt flüchtet eine Studentin vor der inneren Leere in sexuelle Abenteuer. Erst als sie bei einem Kommilitonen wahre Zuneigung findet, begreift sie, was wirklich für sie wichtig ist und schrappt dennoch knapp an der Katastrophe vorbei.

    Psychologen nennen es „Borderline-Syndrom“, wenn Menschen auf der Kippe sind und sich Schnitte zufügen, Exzesse ausleben, weil ihnen Eigenliebe fehlt. So flieht auch die junge Maria in One-Night-Stands, wobei sie ihre Geliebten nach kurzzeitiger Befriedigung knallhart vor die Tür setzt. Erst der naive Student Jan gibt ihr erstmals das Gefühl, liebenswert zu sein, vermittelt ihr Geborgenheit und Vertrauen. Als er sie das erste Mal in den Arm nimmt, sie berührt, glaubt man ein überirdisches Wesen zu sehen, so ändert sich ihr Gesicht von grauer Skepsis hin zu einem glücklichen Hoffnungsschimmer. Und sie möchte diese Situation immer wieder auskosten, den Moment festhalten. Sie will mit dem alten Leben brechen und fällt doch wieder zurück in den Suff. Als sie vor Jans Augen einen Zusammenbruch erleidet, entschuldigt sie das mit zuviel Alkohol. Die beiden verbringen ein traumhaftes Wochenende am Meer und Maria glaubt, alles wieder im Griff zu haben bis er wegen eines Praktikums weniger Zeit für sie erübrigen kann. Erneut stürzt sie in ein tiefes Loch. Um sich für seine „Gleichgültigkeit“ zu rächen, schläft sie mit einem ihrer Ex-Lover und möchte vor Abscheu vor sich selbst kotzen. Ohne Netz und doppelten Boden steuert sie auf eine Katastrophe zu.

    Der Handlungsverlauf ist relativ vorhersehbar, dass es dennoch nicht langweilig wird, liegt an Lavinia Wilson, die seit Marco Petrys Komödie „Schule“ und Christoph Starks Drama „Julietta“ zu den „upcoming talents“ gehört. Sie spielt die junge Frau im Teufelskreis von Sex, Tabletten und Alkohol mit großer Verletzbarkeit und ohne falsche Scham, zerschneidet ihre Haut und trifft die Seele. Dabei wandelt sie auf einem schmalen Grat, gibt der Figur Authentizität und eine emotionale Nachvollziehbarkeit. Mal ist sie das unbeschwerte Mädchen, das die frische Verliebtheit aus vollen Zügen genießt, dann wieder die misstrauische und erfahrene Frau, die Sex als Ware verkauft und niemanden an ihr wahres Ich heranlässt. Die Angst, verlassen zu werden, allein zu sein, lässt sie nicht mehr los und zerstört jegliche Kommunikation. In manchen Szenen erinnert sie an ein waidwundes Tier, das sich vor dem nächsten Schlag duckt, dann wieder schlägt sie in ihrer Verzweiflung prophylaktisch um sich – in der vagen Hoffnung, das man(n) ihren Hilfeschrei hört. Ein hartes Porträt über einen Menschen zwischen Extremen, das bei einem jungen Großstadtpublikum auf Resonanz stoßen sollte. mk.

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