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All Over Me

Kinostart: 04.12.1997
zum Trailer

Filmhandlung und Hintergrund

Ungewöhnliche Coming-of-Age-Story, die das Thema Homosexualität anhand der Geschichte eines 15jährigen Mädchens aufgreift.

Die 15jährige Claude lebt mit ihrer Mutter ein lockeres Leben. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Ellen erkundet sie die Geheimnisse der Erwachsenenwelt. Bald interessiert sich Ellen mehr für einen Jungen namens Mark, sehr zum Leidwesen Claudes. Denn diese hat längst entdeckt, daß sie Ellen liebt. Als Claude Lucy kennenlernt, trennt sie sich von Ellen.

Claude und Ellen sind seit ihrer Kindheit beste Freundinnen. Als sie sich zum ersten Mal verlieben, endet ihre Beziehung jäh: Während Ellen dem gutaussehenden Mark ihr Herz schenkt, entdeckt Claude nämlich ihre Liebe zu Ellen. Zurückgewiesen wendet Claude sich der Musikerin Lucy zu, ohne aber den Kontakt zu Ellen abzubrechen. Dies Geheimnis vertraut sie nur dem schwulen Luke an - der ist aber Ellen und Mark vom ersten Moment an ein Dorn im Auge. Und dann geschieht ein Mord, der Claudes bisheriges Weltbild einstürzen läßt…

Claude und Ellen gehen durch dick und dünn. Besonders interessieren die 15-jährigen Freundinnen natürlich Erwachsenenthemen. Als sich Ellen in Mark verliebt, wird die Freundschaft auf die Probe gestellt, denn Claude merkt, daß sie sich zu Ellen auch körperlich hingezogen fühlt. Ungewöhnliche Coming-of-Age-Story.

Darsteller und Crew

  • Shawn Hatosy
    Shawn Hatosy
    Infos zum Star
  • Alison Folland
  • Tara Subkoff
  • Cole Hauser
  • Wilson Cruz
  • Leisha Hailey
  • Pat Briggs
  • Ann Dowd
  • Vincent Pastore
  • Alex Sichel
  • Sylvia Sichel
  • Dolly Hall
  • Andreas Buhler
  • Stephen X. Graham
  • Nina M. Benton
  • Joe DeSalvo
  • Sabine Hoffmann
  • Miki Navazio

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • All Over Me: Ungewöhnliche Coming-of-Age-Story, die das Thema Homosexualität anhand der Geschichte eines 15jährigen Mädchens aufgreift.

    Hell’s Kitchen in New York hat nicht nur für „Sleepers“ Stories, sondern ist der so ungewöhnliche wie ideale Hintergrund einer der schönsten Geschichten, die in den USA über das Reifen und physische Wachsen gedreht worden sind. Das wundervolle Debüt der Schwestern Alex und Sylvia Sichel (Regie bzw. Drehbuch) ist einer der wenigen Filme, in denen die Prozesse des Heranwachsens und des gleichzeitigen Coming Out mit Sensibilität, Fingerspitzengefühl und Liebe zu den Personen gefilmt worden sind. Den größten Verdienst am Gelingen hat zweifellos die junge Alison Folland in ihrer nach „To Die For“ und „Davor und Danach“ dritten Rolle als molliger Teenager zwischen Mutter, Freundin und moralischem Dilemma als Mordzeugin.

    Claude (Folland) ist 15 und lebt mit ihrer promiskuitiven Mutter am Rande eines Parks in Hell’s Kitchen. Ihre beste Freundin Ellen (Tara Subkoff), mit der sie ungezwungen bis zur intimen Körpererkundung alles teilt und eine Band aufmachen will, ist in diesem Sommer jedoch mehr an ihrem Boyfriend Mark (Cole Hauser) interessiert. Als der schwule Musiker Luke (Pat Briggs) einzieht, gerät er mit Mark in Streit. Nach Lukes gewaltsamen Tod eskaliert die Situation: Ellen nimmt Drogen, und Claude, die in einer Pizzeria arbeitet und sehr wohl weiß, wer Luke umgebracht hat, steht vor schweren Entscheidungen: Sie lernt die Sängerin Lucy (Leisha Hailey) kennen, verliebt sich in sie und trennt sich von Ellen.

    Regie, Drehbuch und Darstellung tragen makellos und mit bewundernswerter Klarheit ohne Abschweifungen dazu bei, daß „All Over Me“ kein um sich kreisendes Lesbendrama wird, sondern zielstrebig auf Claudes Zeit der Konfusionen, des Übergangs und vor allem der Selbstfindung zusteuert und genau in dem Moment innehält, als Claude das Zentrum ihrer Gefühle erreicht und eigenständig handelt. In den USA ist Alison Folland mit Sandrine Bonnaire verglichen worden, doch ihre musikalische Ausrichtung (u.a. Patti Smith, die mit einem Riesenposter ihr Zimmer beherrscht, in einem stimmigen und flotten Soundtrack) ist eindeutig amerikanisch.

    Die von den Sichel-Schwestern gestellte Frage „Wie haben wir es je geschafft, als Teenage-Girls zu überleben?“, beantworten die Filmemacherinnen souverän mit einem Girls Rule am Ende des Nachspanns.

    Über diese programmatische Erklärung hinaus dürfte die von Dolly Hall („Two Girls in Love“) produzierte Coming-of-Age-Story all die interessieren, die in einem amerikanischen Independent-Film einen gehörigen Touch europäischen, filigranen Erzählens finden, womit einem Programmkinoeinsatz nichts im Weg stehen dürfte.

    ger.
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