All die schönen Pferde

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   2000
All die schönen Pferde Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

All die schönen Pferde: Adaption des packenden Spätwesternromans von Cormac McCarthy um zwei Cowboys in Mexiko.

Die besten Freunde John und Lacey lassen Heimatdorf in Texas hinter sich, um über der Grenze in Mexiko ihr Glück zu suchen. Dort heuern sie als Cowboys bei einem Ranchero an, dessen Tochter Alejandra John den Kopf verdreht. Doch das Glück währt nur kurz, werden die beiden Freunde doch wegen eines Pferdediebstahls, den ihr zeitweiliger Begleiter Jimmy begangen hat, ins Gefängnis gesteckt.

Texas 1949. John Grady Cole und sein bester Freund Lacey Rawlins beschließen, angezogen vom vermeintlich süßen Cowboy-Leben, südlich des Rio Grande als Pferdezüchter ihr Glück zu versuchen. Auf dem Weg nach Mexiko begegnen sie dem jungen Ausreißer Jimmy, der in der Folge für jede Menge Ärger sorgt. Als Cole sich dann auch noch in Alejandra, die schöne Tochter eines mächtigen Ranchers, verliebt und heimlich mit ihr ein Verhältnis beginnt, drohen ihm und seinem Kumpel die Probleme über den Kopf zu wachsen…

Die Freunde John und Lacey wollen ihr Glück als Pferdezüchter versuchen. Auf dem Weg nach Mexiko gabeln sie den Außreißer Jimmy auf, der ihnen jede Menge Ärger einbringt. Stimmiger Spätwestern.

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Kritikerrezensionen

  • Mit seinem Regiedebüt „Sling Blade“ konnte Schauspieler Billy Bob Thornton („Armageddon“) einen starken Eindruck hinterlassen und sogar einen Oscar für das beste Drehbuch kassieren, was bereits im Vorfeld großes Interesse für seinen Folgefilm weckte. Mit Matt Damon („Die Legende von Bagger Vance“) und der spanischen Sensation Penelope Cruz („Alles über meine Mutter“) hochkarätig besetzt, adaptierte er den dramatisch-romantischen Spätwestern-Roman von Cormac McCarthy aus dem Jahr 1992, erster Teil der Border-Trilogie (mit „Grenzgänger“ und „Cities of the Plain“) des Autoren. Ein vermeintlich geeigneter Stoff für Outlaw Thornton, doch die Kürzung des ursprünglich vierstündigen Films auf knappe zwei Stunden raubt dem Werk den epischen Atem und lässt den Reichtum seiner Themen bestenfalls aufblitzen.

    In McCarthys Buch sind es zwei Teenager, die auf der Suche nach einer neuen Lebensperspektive vom heimatlichen Texas ins benachbarte Mexiko reiten. In der Adaption Thorntons sind die Protagonisten John Grady Cole (Damon alterniert zwischen gewinnendem Charme und ernsthafter Aufrichtigkeit) und Lacey Rawlins (Henry Thomas bleibt im Vergleich eher blass – siehe „Legenden der Leidenschaft“) bereits erwachsen. Damit unterschlägt der Filmemacher den wichtigen Coming-Of-Age-Aspekt des Romans, die Vielfalt der verschiedenen Motive des Buches bleibt dennoch weitgehend erhalten, was so weit geht, dass Drehbuchautor Ted Tally („Das Schweigen der Lämmer“) ganze Dialogpassagen ad verbatim aus der Vorlage übernahm. Der Ritt der beiden Protagonisten durch pittoreske Landschaften wird mit Weitwinkelaufnahmen dokumentiert, die allerdings die Intensität der Prosa McCarthys kaum vermitteln können. Unterwegs heftet sich der abgebrühte 16-jährige Mini-Outlaw Jimmy Blevins (der überragende Lucas Black aus „Sling Blade“) an ihre Fersen – eine Bekanntschaft, für die letztlich ein hoher Preis zu zahlen ist. Kurz hinter der Grenze heuern John und Lacey als Cowboys auf der Ranch eines wohlhabenden Landbesitzers an, dessen feurige Tochter Alejandra (Cruz in einer ähnlichen Rolle, die sie bereits in dem durchaus vergleichbaren „Hi-Lo Country“ spielte) John mit einem einzigen Blick zum Schmelzen bringt. Ihre folgende Romanze wird in der vorliegenden Fassung allerdings in derart hastigen Strichen skizziert – zwei Ausritte, ein Tanz, ein Kuss, zwei leidenschaftliche Umarmungen im Bett -, dass sich die nötige Emotionalität kaum einstellt. Entsprechend unbeteiligt bleibt man von der Trennung der beiden Liebenden, als Alejandra von ihren Verwandten nach Mexiko City geschickt wird. Die enge Beziehung zwischen John und Lacey, die fälschlicher Weise als Pferdediebe im mexikanischen Gefängnis landen, hat da schon mehr mehr Tiefe zu bieten. Umso enttäuschender ist es, dass die weiteren Plotpunkte – Wiedersehen, Rache und Heimkehr – relativ lieblos abgehakt werden. Immer wieder blitzt auf, was „All die schönen Pferde“ hätte sein können: ein episch-melancholischer Abgesang auf den Wilden Westen, eine traurige Country-Ballade voller Leidenschaft, ein Grenzritt entlang der verschwindenden Frontier. Im gegenwärtigen Zustand kann dieses Versprechen jedoch nur Teile einlösen, nicht aber die Summe. ara.

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