Nachdem Darren Aronofskys Bibel-Epos Noah mit Oscar-Preisträger Russell Crowe nicht ganz den Nerv der Filmfans traf, wird der Star-Regisseur, der mit Filmen wie The Wrestler, Black Swan und The Fighter einige der größten Kritikerlieblinge der letzten Jahre auf die große Leinwand brachte, für die Inszenierung der Biografie des weltberühmten US-amerikanischen Motorrad-Akrobaten und Stuntman Robert Craig Knievel Jr. - kurz "Evel Knievel" - gehandelt.

Laut Branchenblatt "Variety" sollen sich die Verhandlungen mit dem ausführenden Studio Sony derzeit noch in einer frühen Phase befinden. Für die Hauptrolle steht Hollywoodstar Channing Tatum bereit, für den das Projekt eine Herzensangelegenheit sein soll. Dafür spricht die Tatsache, dass Tatum auch als Produzent mit an Bord ist. Das Drehbuch zu dem Evel Knievel-Filmportrait liefert Reid Carolin, der Tatums Produktionspartner ist und die Skripte zu Magic Mike und der Fortsetzung Magic Mike XXL verfasste. Es wäre allerdings nicht das erste Evel Knievel-Biopic: Es existiert bereits ein Film von 1971 mit Fernsehstar George Hamilton als Protagonisten und die TV-Produktion von 2004, Evel Knievel - Ein Leben am Limit, die unter der Regie von John Badham (Codename - Nina, Nummer 5 lebt!) entstand. In den Hauptrollen waren CSI-Star George Eads, Jaime Pressly und Lance Henriksen (Aliens - Die Rückkehr) zu sehen.

Lebensgefährliche Stunts und über 400 Knochenbrüche

Evel Knievel (1938 - 2007) gelangte durch seine spektakulären Motorradsprünge und Stuntshows zu Berühmtheit. In diesen sprang er über Autos, Busse und andere Objekte. In seiner Jugend war er ein talentierter Leichtathlet und Skispringer gewesen, bevor er im Jahr 1966 seine Solokarriere als Motorrad-Akrobat startete. Bereits ein Jahr später verunglückte er bei einem Auftritt schwer, als er am 31. Dezember 1967 versuchte, über die Brunnenanlage des Caesars Palace in Las Vegas zu springen. Knievel erlitt diverse Knochenbrüche und musste lange ins Krankenhaus. Um das zu verschleiern, wurde öffentlich behauptet, er läge im Koma. Wiedergenesen begeisterte in den folgenden Jahren weltweit durch atemberaubende Aktionen, wie dem Sprung über 50 Autos in Los Angeles.

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Knievel verkündete am 31. Mai 1975 im Londoner Wembley-Stadion vor 90.000 Zuschauern seinen Rücktritt. Zuvor hatte er versucht über 13 Busse zu springen, was ihm nicht glückte. Trotz gebrochener Hüfte stand er unmittelbar nach dem Sturz vor dem Publikum und teilte seinen Fans mit, dass sie die letzten Menschen seien, die einen Sprung von ihm live miterlebt hätten. Tatsächlich beendete er seine Karriere aber erst im Januar 1977 nach einem weiteren misslungenen Sprung, bei dem er abermals schwer verletzt wurde. Im Lauf seiner Karriere soll er sich 430 Knochenbrüche zugezogen haben. Robert Craig Knievel Jr. starb am 30. November 2007 in Alter von 69 Jahren in Clearwater (Florida).

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