Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt Poster

„Alien“: Darum hat es das brutalere Ende nie ins Kino geschafft

Andreas Engelhardt  

Noch gut anderthalb Monate trennen die Liebhaber des gepflegten Science-Fiction-Horrors von einem vielversprechenden Nachschub. „Alien: Covenant“ markiert ab dem 18. Mai 2017 den neuesten Eintrag in der beliebten Filmreihe, für den einmal mehr Regie-Altmeister Ridley Scott zuständig war. Der inszenierte seinerzeit bereits den ersten Teil „Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“, zu dessen Ende er sich jetzt mit einem interessanten Detail zu Wort meldete.

Als die Zuschauer schon dachten, der Spuk wäre vorbei, erwartete sie in „Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“ ein letzter Schreck. Ripley (Sigourney Weaver) wähnte sich in einer Rettungskapsel in Sicherheit, nur um feststellen zu müssen, dass der Xenomorph ebenfalls an Bord ist. Im großen Finale des Films schafft sie es schließlich, die Kreatur ins Weltall zu pusten und kann sich endlich dem erholsamen Kälteschlaf hingeben.

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Fans der Reihe wissen sicherlich, dass Ridley Scott einst ein anderes Ende für seinen großen Durchbruch in Hollywood im Sinn hatte. Dabei sollte der Xenomorph Ripley letztlich töten und zum krönenden Abschluss mit einer perfekten Imitation die Stimme von Captain Dallas (Tom Skerritt) nachahmen, um einen Funkspruch an die Erde zu senden.

Ridley Scott wollte Ripley töten – und wurde dafür fast gefeuert

In einem neuen Interview mit Entertainment Weekly sprach Ridley Scott nun einmal mehr über dieses alternative Ende und enthüllte dabei die ganze Hintergrundgeschichte.

So sollte der Xenomorph wie in der Kinofassung an der Luke der Rettungskapsel hängen und von Ripley auch hier mit der Harpune durchschossen werden. Im eigentlich geplanten Finale hätte sich das Alien davon aber unbeeindruckt gezeigt, wäre auf Ripley zugegangen und hätte ihr mit einem Schlag den Kopf vom Körper gerissen.

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Ridley Scott stellte diese Idee den Verantwortlichen von 20th Century Fox vor, woraufhin er mit Stille abgestraft wurde. Als er letztlich seinen Vorschlag mit der Stimm-Imitation beendete, obwohl er die Anspannung über das Telefon hinweg spürte, war 14 Stunden später ein Offizieller von Fox am Set. Der drohte eindrucksvoll, den damals am Anfang seiner Karriere stehenden Scott auf der Stelle zu feuern, was anscheinend seine Wirkung nicht verfehlte. Das Ende wurde entschärft, Ripley durfte leben und Sigourney Weaver erhielt einige Jahre später für „Aliens“ eine Oscar-Nominierung. Ende gut, alles gut…

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