„Alien: Covenant“: Zensur sorgt in China für Aufregung

Author: Andreas EngelhardtAndreas Engelhardt |

Alien: Covenant Poster

Alien: Covenant“ bildet nicht nur die Fortsetzung zu „Prometheus – Dunkle Zeichen“, sondern feiert unter der Regie von Ridley Scott zusätzlich die Rückkehr des gefürchteten Xenomorphs. Das grausame Aushängeschild der beliebten Film-Reihe bringt natürlich eine gehörige Portion Horror im Schlepptau mit – außer in China.

Am 16. Juni 2017 startet „Alien: Covenant“ in den chinesischen Kinos, allem Anschein nach müssen sich die dortigen Zuschauer jedoch mit einer zensierten Version zufriedengeben. Wie The Beijinger unter Berufung auf Chinese News berichtet, wurde der neueste Eintrag in der Science-Fiction-Reihe um sechs Minuten gekürzt.

Bei einer Lauflänge von knapp über zwei Stunden mag das nicht unbedingt nach einem gravierenden Eingriff klingen, allerdings wurden laut der News nahezu sämtliche Horror-Szenen entfernt. In der zweiten Hälfte von „Alien: Covenant“ wurden die Momente gestrichen, in denen Menschen angegriffen wurden sowie alle Bilder, in denen die Aliens mit Blut bedeckt waren.

Selbst das Debüt des neuen Neomorphs verpassen die chinesischen Zuschauer, denn das Alien bricht in der eigentlichen Kinofassung auf brutale Art aus dem Rücken seines Wirtes heraus. Nach der Zensur sieht man stattdessen lediglich die panischen Gesichter der Personen, die dieses Blutbad mitansehen müssen.

 

Chinesische Zensur an „Alien: Covenant“ sorgt für Kritik

Die wütenden Stimmen derjenigen, die die zensierte Version zu Gesicht bekamen, ließen verständlicherweise nicht lange auf sich warten. Der Film wurde seines Höhepunktes beraubt, sogar von einer „Kastration“ war die Rede und die Sichtung sei schlicht extrem frustrierend gewesen, da die Aliens insgesamt nur ein oder zwei Minuten zu sehen waren.

Bilderstrecke starten(13 Bilder)
Die besten Science-Fiction-Filme 2017: Alle Trailer

Den Superhelden-Film „Logan“ erwischte in China ein auf den ersten Blick sogar noch schlimmeres Schicksal, denn die Abschiedsvorstellung von Hugh Jackman als Wolverine wurde um ganze 14 Minuten gekürzt. Anscheinend habe das dem Werk an sich jedoch nicht groß geschadet, ganz im Gegensatz zu „Alien: Covenant“, wo die Zensur deutlicher bemerkbar sei und dem Film den Rhythmus geraubt habe.

Da können wir uns hierzulande wahrlich glücklich schätzen, denn bei uns läuft „Alien: Covenant“ in der ungekürzten Fassung seit dem 18. Mai 2017 in den Kinos.

Zu den Kommentaren

News und Stories

Kommentare

  1. Startseite
  2. News
  3. Film-News
  4. Alien: Covenant
  5. „Alien: Covenant“: Zensur sorgt in China für Aufregung