Alarm für Cobra 11 - Die Autobahnpolizei: Auf Leben und Tod

  1. Ø 5
   2007
Alarm für Cobra 11 - Die Autobahnpolizei: Auf Leben und Tod Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Alarm für Cobra 11 - Die Autobahnpolizei: Auf Leben und Tod: Pilotfilm zur 19. Staffel, erstmals mit Gedeon Burkhard als Chris Ritter.

Semir Gerkhan und Tom Kranich kommen einem Menschenschmugglerring auf die Spur. Beim Versuch, die einzige Zeugin zu schützen, wird Kranich erschossen. Gerkhan sieht, wie Mark Jäger mit einer Waffe in der Hand vom Tatort flieht. Als dieser von oberster Stelle ein Alibi erhält, heftet sich Gerkhan an seine Fersen und macht eine erstaunliche Entdeckung.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Das Eigenlob stimmt: „Cobra 11“ ist reifer geworden. In „Auf Leben und Tod“, dem Piloten zur 11. Staffel, geht es nicht mehr nur darum, lustvoll Autos zu zerstören, sondern auch einen Blick auf die Menschen zu werfen, die sich im Milieu des Verbrechens tummeln – freiwillig oder unfreiwillig.

    Völlig ungewohnt spielt ein wichtiger Teil der Pilotfolge im großzügig geschnittenen Eigenheim von Semir Gerkhan. Seiner Ehefrau kommt eine nicht unbedeutende Rolle als privater Anker und Stütze zu und sogar das Baby der beiden wird herangezogen, um den privaten Semir in Szene zu setzen. Ohne Ironie wird da schnell klar, was es bedeutet Polizist zu sein. Emotionen entstehen, die man „Cobra 11“ gar nicht zugetraut hätte. Die Folge ist extrem auf Semir ausgerichtet. Er hat seinen Partner Tom Kranich verloren, auch sein Leben ist bedroht und er wird vom Dienst suspendiert. Aber nur er darf trauern. Dass Tom Kranich mit Sekretärin Petra Schubert eine frisch gewonnene Lebenspartnerin zurücklässt, wird nicht weiter thematisiert. Sie darf am Grab noch gestützt werden, taucht dann aber nicht mehr auf.

    Obwohl „Auf Leben und Tod“ mit Innenansichten positiv aus dem Rahmen fällt, muss auf eine sehenswerte Portion spektakulärer Stunts nicht verzichtet werden. Autos schießen wieder durch Feuerwände, Schnellboot und Jetski liefern sich eine Verfolgungsjagd auf dem Rhein, ein Ferrari und ein BMW Z4 in der Düsseldorfer Innenstadt. Auch das Schlussbild ist überaus ansprechend inszeniert. Gedeon Burkhard macht eine eindrucksvolle Figur als Undercover-Agent und als Bösewicht glänzt Christian Redl in der Rolle eines Menschenhändlers mit Hang zum Pferderennsport, der kein Problem damit hat, ein Pferd erschießen zu lassen, nur weil es ein Sprinter und kein Langstreckenläufer ist.

    Die entsprechende Szene macht Redl mehr zur Hassfigur als die Tatsache, dass er chinesische Frauen zur Zwangsprostitution einschmuggelt. Hier zeigt sich auch die Schwäche der Produktion, da dieses Thema als Triebfeder der Geschichte nur nebenbei behandelt wird und es den Chinesinnen im Bauch ihres Rheinkahns eigentlich gar nicht so schlecht geht. Auch das Verhältnis zwischen Gerkhan und seiner Chefin und seine gelegentlich doch zu unkompliziert erscheinende Arbeit – etwa beim Einhacken in den superabgesicherten Polizeicomputer – werden mit der Arglosigkeit europäischer 70er- und 80er-Jahre Actionfilme erzählt.

    Davon abgesehen ist „Auf Leben und Tod“ jedoch ein großer, stimmiger Spaß mit reflexiven Momenten, die zeigen, dass Polizeiarbeit auch Verlust und Verzicht bedeutet. stei.

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