Adam (2009)

Adam: Charmante Komödie über die komplizierte Romanze zwischen einem Autisten und seiner neuen attraktiven Nachbarin.
Kinostart: 10.12.2009
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Filmhandlung und Hintergrund

Adam: Charmante Komödie über die komplizierte Romanze zwischen einem Autisten und seiner neuen attraktiven Nachbarin.

Adam ist 29, leidet an Asperger, einer leichten Form von Autismus, und ist nach dem Tod seines Vaters erstmals auf sich allein gestellt. Weil er die Gefühle und Kommunikationssignale anderer nicht verstehen und interpretieren kann, ist die Welt für ihn verwirrend. Zumal mit Beth gerade eine attraktive neue Nachbarin eingezogen ist, die sich von dem intelligenten, sanften, aber etwas eigenwilligen Einzelgänger fasziniert zeigt. Irgendwie fühlt sich Adam angezogen von Beth und wagt den Schritt in eine Welt, die er noch nie zuvor betreten hat.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Das Drama „Adam“ ist ein ernsthafter kleiner Film mit hervorragenden Darstellern und viel Atmosphäre. Vor allem dank Hugh Dancy in der Rolle von Adam bekommt das Porträt eines Menschen mit Asperger-Syndrom einen niveauvollen Charme. Der Schauspieler versetzt sich engagiert und facettenreich in die Mentalität seines Charakters und wirkt mit seiner von den inneren Konflikten geprägten Mimik sehr sympathisch.

    Regisseur und Drehbuchautor Max Mayer zeigt in stillen Bildern den Alltag des einsamen Adam, der nach dem Tod seines Vaters allein in der großen Wohnung sitzt und immer das gleiche Tiefkühlgericht isst. Doch Adam geht zur Arbeit und er hat einen väterlichen Freund, der ihn moralisch unterstützt. Die hübsche Beth, die in die Wohnung über ihm einzieht, findet Adam interessant und attraktiv. Er zeigt ihr sein Planetarium im Wohnzimmer und hält ihr seinen Endlosvortrag über kosmische Phänomene, in den er sich immer flüchtet, wenn er sich unsicher fühlt. Oder er geht mit Beth nachts in den Central Park, zu einer Stelle, an der sich Waschbären treffen.

    Es dauert eine Weile, bis Adam sich getraut, Beth von seiner Besonderheit zu erzählen. Vorher ging für die junge Frau das meiste an seinem Verhalten als bloß introvertiert oder unabsichtlich rücksichtslos durch. Es gibt in dem Drama der leisen Töne auch hübsche Augenblicke der Komik, etwa wenn Adam wieder einmal die Wahrheit sagt, die wohl jeder andere gut versteht, aber lieber für sich behalten hätte.

    Rose Byrne spielt Beth als aufrichtige, ernsthafte junge Frau, die bereit ist, ihr Leben mit einem Autisten wie Adam zu teilen. Doch der Film macht es sich nicht so einfach, geradewegs auf ein Happy End zuzusteuern. Die schwierigen Dialoge von Beth und Adam sind voller Aha-Erlebnisse für beide, und besonders gelungen ist die Darstellung des Prozesses, den der wissbegierige und emotional keineswegs unbeteiligte Adam durchläuft, weil er dank Beth Gelegenheit erhält, seine sozialen Fähigkeiten zu entwickeln. Im Winter mit seinen gedämpften Farben und Schneeresten gedreht, ist „Adam“ ein schönes Plädoyer dafür, Menschen die ein wenig anders sind, nicht vorschnell als behindert abzustempeln und in ihrer Wandlungsfähigkeit nicht zu unterschätzen.

    Fazit: Stimmungsvolles, behutsames Beziehungsdrama mit Hugh Dancy als Mann, der an einer leichten Form des Autismus leidet und trotzdem ein normales Leben führen will.
  • Sensibel und subtil beobachtete Romanze zwischen einem autistischen Einzelgänger und seiner neuen Nachbarin.

    Autisten im Kino müssen oft bei vollem Scheinwerferlicht auf Showmodus schalten, damit jeder Zuschauer sofort versteht, mit welchen Verhaltensexoten er hier konfrontiert wird. “Adam” kommt ohne solche Ausrufezeichen aus, die Schrullen zum Zirkus machen, steht im Ton der Indie-Romanze “Mozart und der Wal” nahe, die den Beziehungsversuch zweier Asperger-Betroffenen beobachtete. “Adam” variiert diese Konstellation mit einem noch spannenderen Ansatz, lässt die 29-jährige Titelfigur (Hugh Dancy), die unter Asperger, einer leichten Form von Autismus, leidet, zum Beziehungsexperiment seiner attraktiven neuen Nachbarin werden. Beth (Rose Byrne) ist eine ganz normale Frau, nicht zuletzt, weil sie mit Männern schon schlechte Erfahrungen gemacht hat. Zärtlich und zurückhaltend entwickelt das Drehbuch von Max Mayer diese Beziehung und einige Konfliktschauplätze, in deren Überwindung sie sich bewähren muss. So hat der hochintelligente Adam, der Emotionen und Kommunikationssignale von anderen nicht verstehen oder einordnen, sich nicht verstellen und damit auch nicht lügen kann, gerade seinen Job verloren. So steht Beths Vater vor einem Prozess, in dessen Verlauf er nicht nur eine Unterschlagung, sondern auch eine Affäre zugeben muss. Und schließlich reagieren auch Beths Freunde und Familie mit sichtlicher Verwirrung auf Adam, diesen Mann, der verunsichert durch die ihm fremde Welt taumelt, als müsse sein Schöpfer an diesem Geschlecht, das er vertritt, noch feilen.

    Das Kindliche im Mann, die Konfrontation mit der traditionellen Definition von Männlichkeit ist ein Schwerpunkt des Films, verdeutlicht in Adam, der aus dieser Begrifflichkeit ausschert, aber sympathischer wirkt als Beths Vater, der als eingeführtes Vorbild für Maskulinität schließlich entwertet wird. Noch wichtiger ist dem Film aber der komödiantische Aspekt, der sich aus der Beziehung eigentlich Inkompatibler ergibt, und der romantisch-magische, für den der Film zwei besonders schöne Sequenzen kreiert: in Adams privatem Sternenhimmel und einer nächtlichen Szene im Park, durch den ein anderes exotisches Paar, zwei Waschbären, streift. Charme, leiser Humor und Sensibilität zeichnen diesen Film aus, der in der Entwicklung seiner Romanze vielleicht etwas märchenhaft, in der Prognose aber und der Zeichnung der von Hugh Dancy (“Shopaholic – Die Schnäppchenjägerin”) herausragend dargestellten Titelfigur stets realistisch bleibt. kob.

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