Achtung, fertig, Charlie! (2003)

Achtung, fertig, Charlie! Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Achtung, fertig, Charlie!: "Romantische Militärkomödie" und erfolgreichster schweizerischer Film des Jahres 2004 mit Starbesetzung.

Weil er seine Einberufung verschlampte, zerren Feldjäger den jungen Bräutigam Antonio (Michael Koch) weg vom Traualtar und den entgeisterten Gästen direkt hinein in die Kaserne. Dort gilt es von nun an die Schindereien des begeisterten Schleifers Weiss (Martin Rapold) zu ertragen. Zum Glück kommt Antonio schon bald der rettende Gedanke, wie die Leidenszeit erheblich zu verkürzen ist: Einfach die schöne Tochter des Hauptmanns vernaschen. Doch das ist leichter gesagt als getan.

Die gute alte Militärklamotte erhebt ihr tarnfarbenes Haupt in dieser schweizerischen Uniformveralberung und eidgenössischen Antwort auf Teeniekomödien der Marke “American Pie”.

Just in dem Moment, in dem Antonio seiner Braut Laura das Jawort geben will, wird er von zwei Militärpolizisten abgeführt: Der Bräutigam hat die Einberufung verpennt. Kurz darauf befindet er sich statt in den Flitterwochen in einer Kaserne und wird heftigst schikaniert. Antonio will da raus. Zur Not mit Hilfe seines Kommandanten und dessen hübscher Tochter.

Gerade in dem Moment, als Antonio Carrera seiner Braut das Ja-Wort geben will, tauchen zwei Militärpolizisten auf und führen ihn ab in die nächste Kaserne. Der Grund: Antonio ist seinem Marschbefehl nicht nachgekommen und jetzt ist erst einmal Drill angesagt. Doch der Rekrut wider Willen entwickelt schnell einen Plan, um hier wieder herauszukommen. Wenn Antonio nämlich die hübsche Tochter des cholerischen Kommandanten verführen könnte, dann stünde einer unehrenhaften Entlassung wohl sicher nichts mehr im Wege.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Kritik war relativ reserviert, das Publikum begeistert. Die Militärkomödie, die voll auf deftigen Klamauk setzt, spielte am ersten Wochenende in der Schweiz über eine Mio. Franken ein – und das bei einem Budget von 1,8 Mio. Die Geschichte vom Bräutigam, der vorm Altar des Gotteshauses von zwei Militärpolizisten verhaftet und in der Kaserne in jeglicher Hinsicht zum “Mann” wird, trifft den Nerv von Jugendlichen, die wild entschlossen sind, sich zu amüsieren.

    Zwischen 18 und 21 Wochen dauert die Grundausbildung in der Schweizer Armee, eine Zeit, um die sich niemand reißt. Das mag wohl der Ausgangspunkt für Mike Eschmanns Gemisch aus Coming of Age-Turbulenzen und Romantic Comedy gewesen sein. In der Grundausbildung wird man zum Mann, so heißt es jedenfalls. Dieses Ziel schwebte dem hübschen Antonio Carrera nicht vor, als er in der Kirche mit seltsamen Mafiosi-Gestalten aus Sizilien auf seine italienischstämmige Braut wartet. Bevor die beiden sich das Jawort geben können, schleppen ihn zwei Militärpolizisten zu den Füsilieren, weil er seinem Marschbefehl nicht nachgekommen ist. Klar, dass der Jüngling sich in der Kaserne vorkommt wie ein falscher Fuffziger und nur eins will: weg, und zwar möglichst rasch. Um das Prozedere zu beschleunigen entwickelt er mit einem anderen Rekruten den Plan B(luntschi). Wenn er Michelle Bluntschi, die geheime und schöne Tochter des schikanösen Kommandanten, ins Bett bekommt, steht einer unehrenhaften Entlassung aus der Armee wohl nichts mehr im Wege. Natürlich hapert es bei der Ausführung dieser Idee.

    Die Macher orientieren sich mehr an Teenie-Kost à la “American Pie” und deren derben Sexualhumor statt an bitterbösen Militärkomödien wie Robert Altmans “M.A.S.H.”. Die Rekruten sind vor allem geil und bekifft, missachten Befehle und beschimpfen auch schon mal den Vorgesetzten, der umsonst den Autoritären markiert. An Peinlichkeiten und Schläge unter die Gürtellinie herrscht kein Mangel. Der Charme des unfreiwillig Komischen funktioniert sogar. Das Ganze wirkt skurril und verrückt, der Hormonstau beim Erwachsenwerden ist wunderbar auf die Spitze getrieben, das Personal adäquat besetzt – angefangen von Marco Rima als archetypischen Schweizer Hauptmann über Mia Aegerter aus GZSZ (singt den Titelsong “Hie u Jetzt”) als verzweifelte Braut, die sich bald tröstet, bis hin zu Michael Koch, der die Wandlung vom Weichei zum entscheidungsfähigen Typen mit Lust vermittelt. Und Melanie Winiger nimmt man in ihrer ersten Filmrolle das Objekt der Begierde ab, das Emanzipation mit Recht auf Dienst an der Waffe gleichstellt. Das Schweizer Militär unterstützte den Film, die Uniformen sind real wie auch die Stützpunkte. Als die Verantwortlichen dann das fertige Resultat sahen, war die Empörung groß. Ein Skandalon als Werbung.

    Die überbordende Reaktion sehr junger Zuschauer bei den Previews vor allem auf sich wiederholenden Witze über Manneskraft und Schlenker zur Homoerotik lassen auf einen Kino-Erfolg hoffen. Ablachen ist eben Pflicht, wenn hier die Wehrpflicht drastisch durch den Kakao gezogen wird. mk.

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