Achtung Arzt!

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   2010
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Filmhandlung und Hintergrund

Achtung Arzt!: Auch wenn die Geschichte in den Tagen der Mainzer Fasnacht spielt: "Achtung Arzt!" ist keine Karnevalsklamotte, sondern eine höchst vergnügliche Krankenhauskomödie.

Chefarzt Kortner, meistgehasste Person am Mainzer Unfallklinikum, wird nach einem Sturz mit dem Fahrrad auf der eigenen Station eingeliefert. Endlich bietet sich seinen Mitarbeitern die Gelegenheit, ihm die jahrelangen Schikanen heimzuzahlen. Da Kortner stets auf die Kosten achtet, muss er nun die eigene bittere Medizin schlucken: Auch für den Professor gibt es keine Extrawurst. Genüsslich bringt seine Stellvertreterin den Karnevalshasser in einem Vierbettzimmer unter; gemeinsam mit einer regionalen Fasnachtsgröße.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Der Titel weckt eindeutig falsche Erwartungen. „Achtung Arzt!“ ist keineswegs, wie man erwarten dürfte, eine Krankenhausklamotte, auch wenn die Geschichte zumindest potenziell ziemlich klamaukig klingt, zumal sie sich ausgerechnet während des Karnevals zuträgt.

    Chefarzt Kortner (Bernhard Schir), meistgehasste Person am Mainzer Unfallklinikum, wird nach einem Sturz mit dem Fahrrad auf der eigenen Station eingeliefert. Endlich bietet sich seinen Mitarbeitern die Gelegenheit, ihm die jahrelangen Schikanen heimzuzahlen. Da Kortner stets auf die Kosten achtet, muss er nun die eigene bittere Medizin schlucken: Auch für den Professor gibt es, wie er stets verkündet, keine Extrawurst. Genüsslich bringt ihn seine Stellvertreterin (Annette Frier) in einem Vierbettzimmer unter.

    Der Arzt als Patient: ein überaus dankbares Sujet für eine Komödie. Dank der Inszenierung durch Rolf Silber („Echte Kerle“) bietet der Film eine höchst vergnügliche Mischung aus offenkundiger Komik und subtiler Süffisanz. Fast noch schöner aber sind die liebevoll erzählten Kleinigkeiten am Rande der Handlung, etwa die scheue Romanze zwischen dem indischen Assistenzarzt Sing (Maximilian Grill) und einer vermeintlichen Maharani. Großen Anteil an der amüsanten Atmosphäre haben auch scheinbar schlichte Einfälle, selbst wenn es sich um Anleihen beim Slapstick handelt; ein Winken zum Beispiel wirkt gleich ganz anders, wenn es mit einem Geräusch unterlegt ist.

    Aber die größte Leistung Silbers, dessen Drehbuch auf eine Idee von Dani Maximilian und Thomas Pauli zurückgeht, besteht in der Variation des Genres: Kaum merklich wandelt sich die Komödie zur Romanze. Die Geschichte beginnt zwar als Beziehungsfilm, weil Ärztin Sarah ihren Freund und Kollegen Leo (André Röhner) beim handgreiflichen Flirt mit „Lärmschwester“ Vanessa (Annika Ernst) erwischt, doch Kortners Einlieferung und die Folgen des feuchtfröhlichen Fastnachtstrubels drängen diese Ebene erst mal in den Hintergrund. Als die Romanze wieder zum Thema wird, stellt man verblüfft fest, dass Silber die ganze Zeit eine Liebesgeschichte erzählt hat; aber mit ganz anderer männlichen Hauptfigur als gedacht.

    Annette Frier interpretiert ihre Rolle gewohnt komödiantisch, doch die darstellerischen Glanzpunkte setzt Bernhard Schir als Mischung aus Dr. Molly und Dr. House, zumal Kortner im Verlauf der Geschichte eine charakterliche Wandlung vollzieht. Dass der Mediziner Karnevalshasser ist, versteht sich beinahe von selbst, weshalb Kortners Konfrontation mit all den Frohnaturen immer wieder für wunderbare Szenen sorgt. Gerade das Personal im Mehrbettzimmer, allen voran der Fasnachtsredner, der mit seiner überdimensionalen Fasnachtsverkleidung überhaupt erst Kortners Unfall verursacht hat, ist mit perfider Lust am Kontrast zusammengestellt. Und wenn Sarah am Ende um das Leben eines kleinen Mädchens kämpfen muss, integriert Silber auch noch souverän Elemente des Medizinthrillers. tpg.

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