Abgefahren - Mit Vollgas in die Liebe

  1. Ø 4.5
   2004
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Filmhandlung und Hintergrund

Abgefahren - Mit Vollgas in die Liebe: Temporeiche Actionkomödie über eine autobegeisterte Teenagerin, die ihrem männlichen Konkurrenten auf der Piste zeigt, wer im wahren Leben die Pole Position einnimmt.

Die zwanzigjährige Mia (Felicitas Woll aus „Berlin, Berlin„) ist eine Autonärrin vom Scheitel bis zum Absatz. Nichts aus der Welt der Motoren ist ihr fremd, und am liebsten würde sie auf der Stelle ihren Traum verwirklichen und bei der Rallye Dakar an den Start gehen. Zunächst aber will Supermacho Cosmo (Sebastian Ströbel) aus dem örtlichen Automobilclub bei illegalen Autorennen in seine Schranken gewiesen werden. Eine Aufgabe, für die Mia geradezu geschaffen scheint.

Noch eine PS-starke Teutonenklamotte, die sich, ähnlich wie der etwas früher startende „Autobahnraser“ und im Gegensatz zu diesem mit feministischem Ansatz, der zunehmend beliebter werdenden, geheimen Geschwindigkeitsmessungen auf offener Straße widmet.

Der autobegeisterten Mia geht es gehörig gegen den Strich, wie Renn-Ass Cosmo alle Mädchen um den Finger wickelt und sich wie der Hahn im Korb aufführt. Mia lebt eher nach der Überzeugung: „Was Männer können, können Frauen schon lange!“ und beschließt zusammen mit ihren Freundinnen, Cosmo eine Lektion zu erteilen. Natürlich soll er mit seinen eigenen Waffen geschlagen werden. Folglich fordert ihn Mia zum Duell auf der Piste heraus – und unterliegt kurz darauf selbst Cosmos Charme.

Mia ist knackige 20, ehrgeizig und drückt gerne mal kräftig auf die Tube. Ihr größter Traum ist es, als jüngste Teilnehmerin der Geschichte die Rallye Paris-Dakar zu fahren. Als sie die mysteriöse Fahrlehrerin Sherin kennen lernt, nimmt die sie zu geheimen nächtlichen Autorennen mit, bei der sich eine bunte Schar hipper Szenetypen auf durchgeknallten Feten tummelt. Mias Faszination ist geweckt, nicht zuletzt deshalb, weil sie sich in den obercoolen Vollgas-Junkie Cosmo verliebt, der ihr erst mal knallhart die kalte Schulter zeigt.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Während die Welle der US-Autoraserfilme langsam abebbt und nur noch in Nachwehen („Hart am Limit“) zu uns herüberschwappt, haben nun unsere Regisseure die High-Speed-Action für sich entdeckt. Nach Constantins „Autobahnraser“ wird ab dem 1. April Concordes „Abgefahren – Mit Vollgas in die Liebe!“ um die Gunst des jungen Publikums buhlen. Im Gegensatz zu dem etwas schwülstigen Untertitel ist das Regie-Debüt von Jakob Schäuffelen ein flottes, mit frechen und zeitgemäßen Dialogen daherkommendes Fun Movie, das obendrein noch mit einem vernünftigen Plot, wohltuenden Schauspiel-Leistungen und guten Tricks aufwartet. Obwohl „Abgefahren!“ terminlich gesehen aus der zweiten Reihe starten muss, könnte Concorde hier einen ihrer größeren Erfolge mit deutschen Produktionen feiern.

    Die Suche nach einem geeigneten Titel für diesen Film erwies sich wohl als ein wenig schwierig – nach „Schnelle Mädchen“ und „Kurvenstars“ einigte man sich schließlich auf „Abgefahren“ -, doch die Story adäquat auf die Leinwand zu bringen, war für Jakob Schäuffelen, der sowohl in Wien als auch in Hamburg Film studierte, das kleinste Problem. Frei nach seiner Erfindung „Edel & Starck“ – für die Serie besetzte er unter anderem die Hauptrollen und inszenierte den Pilotfilm – rückte er zwei Figuren wie sie nicht unterschiedlicher sein könnten ins Zentrum seiner Handlung.

    Da ist zum einen die junge, ehrgeizige Mia („Berlin Berlin“- und „Mädchen Mädchen“-Star Felicitas Woll), die unbedingt Rallyefahrerin werden will, und zum anderen der obercoole Cosmo (Sebastian Ströbel, demnächst in „Mädchen Mädchen 2“). Er ist der unangefochtene König der Autorennen, ihn muss sie besiegen, wenn sie weiterkommen will. Doch dann verliebt sich Mia ausgerechnet in diesen arroganten, selbstüberzeugten, aber irgendwie doch ziemlich charmanten Typen.

    Um diese beiden Figuren, die sich neckenderweise immer mehr annähern, strickt Schäuffelen diverse Nebencharaktere wie eine richtig kecke Frauen-Power-Clique um sexy Fahrlehrerin Sherin (Moderatorin Nina Tenge), die Mia unter ihre Fittiche nimmt, eine nervige, altmodische Mutter (Sissi Perlinger in einer Paraderolle), die ständig nur ihre Lover im Kopf hat, oder Ströbels köstlich-komischer Sidekick Schraube (Florian Fischer), der als bayerischer Prolet so richtig vom Leder zieht. Dazu kommen jede Menge rasant choreografierte Autorennen mit frisierten Oldtimern, bei denen es interessanterweise nie einen Sieger gibt, was der Spannung wiederum aber keinen Abbruch tut. Saftige, aus dem echten Leben gerissene Dialoge, dramaturgisch geschickt eingesetzte blanke Busen (von Rebecca Mosselmann, die aber nach „Knallharte Jungs vor allem darstellerisch überzeugt) und der ewige junge Geschlechterkampf machen „Abgefahren“ zu einem überraschend gelungenen Entertainment Movie aus deutschen Landen. Hinzu kommt noch ein aktueller Bezug zur Rallye Paris – Dakar, die, Sportbegeisterte wissen es, 2001 erstmals von einer (deutschen) Frau (Jutta Kleinschmidt) gewonnen wurde, sowie handwerklich durchwegs ansprechende Leistung in puncto Kamera (Sonja Rom, „Crazy“), Drehbuch (die Newcomer Axel Melzener, Frank Weiss, Jörn Precht) und Schnitt (Sandy Saffeels, „Sonnenallee“). Könnte gut sein, dass Concorde zuletzt, aber t diesmal am besten lacht. lasso.

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