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Abgefahren

Kinostart: 12.11.1998

Filmhandlung und Hintergrund

Jung-Rapper auf der Reise zum großen Glück. Mit Musiker-Gastauftritten abgerundete Komödie.

Eine Gruppe Nachwuchs- und Möchtegern-Rapper ist mit dem Bus auf dem Weg von Harlem nach Miami. Denn dort wartet auf sie das große Glück und Plattenverträge. Sie wollen ihr mieses Leben im Ghetto hinter sich lassen und zunächst sieht es auch ganz gut aus, denn eine junge Filmemacherin will einen Film über Talente auf der Straße drehen und die jungen Künstler berühmt machen.

Jung-Rapper auf der Reise zum großen Glück. Mit Musiker-Gastauftritten abgerundete Komödie.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Abgefahren: Jung-Rapper auf der Reise zum großen Glück. Mit Musiker-Gastauftritten abgerundete Komödie.

    New-Black-Cinema-Institution Spike Lee schickte seine Protagonisten in „Get On The Bus“ vor zwei Jahren zum Million Man March nach Washington, jetzt läßt die afroamerikanische Jungregisseurin Millicent Shelton ihre jugendlichen Figuren in der Hiphop-Dramedy „Abgefahren“ eine Reise von Harlem nach Miami antreten, wo sie als Statisten in einem professionellen Musikvideo-Shoot mitwirken sollen. Die gemeinsame Fahrt der bunt zusammengewürfelten Gruppe im heruntergekommenen Bus gerät zum Test für Freundschaften, Liebeleien und Charakterstärke schlechthin.

    Trotz aller Arroganz hat Rapstar Freddy B (Luther Campbell) seine Wurzeln im Ghetto Harlem nicht vergessen und gibt einer Handvoll hoffnungsvoller Kids die Chance, in seinem neuen Video aufzutreten. Als Mädchen für alles wird die frisch von der Filmschule engagierte Leta (Melissa De Sousa) mitgeschickt, die ihr bestes gibt, die rowdyhafte Gang unter Kontrolle zu halten und wohlbehalten an ihrem geplanten Ziel abzuliefern. Seine Reise nutzt „Anbgefahren“, um eine Reihe von Konfliktsituationen wie ungewollte Schwangerschaft, partnerschaftliche Untreue, sexuelles Ausnutzen eines karrierebewußten Dummchens, professionelle Rivalität zwischen drei aufstrebenenden Sängerinnen, die ständige Flucht eines Teenagers vor einem gewalttätigen Gangsterpärchen, deren Beute er geklaut hat, die enttäuschten Erwartungen eines Jungen, der seinem idealisierten Vater erstmals gegenübersteht, und Desillusionierung und neue Hoffnung bezüglich der Loyalität eines alten Freundes angeschnitten, ohne sie recht zu vertiefen.

    Slapstickhafte Momente wechseln sich oftmals recht abrupt mit tiefen Emotionen wie Enttäuschung und Wut ab. Auch ein erwachsener romantischer Subplot zwischen Leta und dem Jugendarbeiter Poppa (Malik Yoba aus der TV-Serie „New York Undercover“) darf in diesem schwarzen Seifenopern-Potpourri im Rhythmus von Hits von Hiphopgrößen wie Wu-Tang Clan nicht fehlen. Das Ensemble setzt sich vorwiegend aus unverbrauchten Gesichtern zusammen, die in Deutschland gänzlich unbekannte Ex-MTV-Moderatorin Downtown Julie Brown macht sich in dieser Gruppe als toughe Videoregisseurin geradezu als Berühmtheit aus. Der Soundtrack boomt erwartungsgemäß mit gängigen HipHop- und R&B-Nummern, auch wenn die großen Kaliber der Industrie, mit Ausnahme des erwähnten Wu-Tang Clan, nicht vertreten sind. ara.

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