Regisseur Wes Craven gilt zu Recht als einer der Meister des Horrors. Bis heute sind seine Arbeiten eine reiche Inspirationsquelle für junge Filmemacher. Für die ungebrochene Beliebtheit seiner Filme spricht die Tatsache, dass seine Kultwerke, The Last House on the Left (1972), The Hills Have Eyes (1977) oder das wohl bekannteste, A Nightmare on Elm Street (1984), inzwischen alle neu aufgelegt wurden.

Dabei schien Craven ursprünglich ein ganz anderen Weg vorbestimmt zu sein. Er wurde in eine strenggläubige christliche Familie hineingeboren, in der verderbliche Einflüsse wie Alkohol, Zigaretten und Glückspiele verpönt waren; selbst Kino wurde nicht gutgeheißen. Craven studierte und machte einen Abschluss in Philosophie und "Writing" an der Johns Hopkins University in Baltimore. Anschließend unterrichtete an der Clarkson University in Potsdam im Bundesstaat New York.

Durchbuch als Regisseur, Durststrecke und Comeback

Ins Filmbusiness wechselte Craven im Jahr 1971. Sein erster Film Together brachte ihm noch keinen nennenswerten Erfolg ein. Erst mit The Last House on the Left gelang der Durchbruch. Nach seinen großen Erfolgen in den 70er und 80er-Jahren folgte eine lange Durststrecke, die erst mit seinem sensationellen Comeback Scream (1996) endete. Der Film spielte bei einem bescheidenen Produktionsbudget von 14 Millionen Dollar weltweit über 170 Millionen ein. Mit Scream gelang es Craven das Genre selbstironisch neu zu interpretieren; überdies beinhaltete der Film zahllose Referenzen seiner klassischen Streifen, was ihn für die Fans zu einem wahren Leckerbissen machte.

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Mit dem Musikdrama Music of the Heart (1999), für den Hauptdarstellerin Meryl Streep eine Oscarnominierung erhielt und dem Episodenfilm Paris, je t’aime (2006), unternahm Craven auch Ausflüge außerhalb des Horror-Genres. Sein letzter Kinofilm war Scream 4 (2011). Laut seinem Management erlag Craven im Alter von 76 Jahren, am Sonntag den 30. August, den Folgen eines Hirntumors. Der Regisseur befand sich in seinem Haus in Los Angeles im Kreise seiner Familie.

(Bild: Universal)

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