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8 Heads in a Duffel Bag

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Filmhandlung und Hintergrund

Einen makabren Spaß nahm „Club der toten Dichter“-Autor Tom Schulman als Ausgangspunkt für sein Regiedebüt, eine nach den Regeln der Farce konstruierte Verwechslungskomödie, die allzu häufig an das aufgeregte Türenschlagen des Boulevardtheaters erinnert. Obwohl einige Gags, zumeist weit jenseits des guten Geschmacks, zünden und die bizarre Besetzungsliste allein schon dadurch besticht, daß sich vermeintlich unvereinbare...

Acht Schädel ermordeter Kontrahenten möchte Mafiakurier Tommy der netten Geste wegen persönlich dem Boss ins Haus liefern. Dann jedoch macht ihm das Schicksal in Gestalt einer übereifrigen Stewardess einen Strich durch die Rechnung, und das brisante Gepäck fährt statt dessen mit Student Charlie in Urlaub zu Braut Laurie und den Schwiegereltern. Dass Laurie und Charlie gerade eine Krise durchleben und die Schwiegermama in spe auch ohne Leichen im Keller schon zur Hysterie neigt, macht die Rückholaktion für Tommy nicht leichter.

Eine Gepäckverwechslung am Flughafen bringt Student Charlie in Besitz von acht frisch vom Rumpf separierten Mafiahäupter. Der rechtmäßige Besitzer lässt nicht auf sich warten. Schwarze Komödie mit Starbesetzung.

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Kritikerrezensionen

  • Einen makabren Spaß nahm „Club der toten Dichter“-Autor Tom Schulman als Ausgangspunkt für sein Regiedebüt, eine nach den Regeln der Farce konstruierte Verwechslungskomödie, die allzu häufig an das aufgeregte Türenschlagen des Boulevardtheaters erinnert. Obwohl einige Gags, zumeist weit jenseits des guten Geschmacks, zünden und die bizarre Besetzungsliste allein schon dadurch besticht, daß sich vermeintlich unvereinbare Schauspieler wie Joe Pesci, David Spade und George Hamilton ein gemeinsames Stelldichein geben, ist „8 Heads in a Duffel Bag“ zu selten das angestrebte Update von „Is‘ was, Doc“, sondern gibt sich letztlich doch damit zufrieden, als Begleitstück von „Immer Ärger mit Bernie“ in die Geschichte einzugehen.

    Vielleicht hätte Alfred Hitchcock, der mit „Immer Ärger mit Harry“ bereits 1954 die bislang unerreichte Blaupause für diese Art von nekrophilem Jux schuf, sogar Spaß gehabt an der schier unglaublichen Grundkonstellation von Schulmans nicht immer leicht verdaulichen Kofferspielen. Hier ist es nicht eine einzelne Leiche, die für ständige Aufregung bei allen Beteiligten sorgt: Wie man dem Titel unschwer entnehmen kann, tauchen acht Charakterköpfe, von Mafia-Hitman Joe Pesci fein säuberlich vom Rumpf ihrer ehemaligen Besitzer getrennt und in einer Reisetasche verstaut, um seinem Auftraggeber einen authentischen Beweis seiner getanen Arbeit zu liefern, hier immer da auf, wo sie die Protagonisten am wenigsten vermuten.

    Das obligatorische Vertauschen der Tasche mit einem identischen Gegenstück am Flughafen setzt die Handlung in Bewegung. Pesci reist nun mit normalen Reiseutensilien weiter und holt sich einen ordentlichen Anpfiff seines Capos ab. Die Hauptfigur, der Student Charlie, düst mit dem belastenden Beweismaterial gen Mexiko, wo er mit seiner Verlobten und seinen künftigen versnobbten Schwiegereltern ein gemütliches Wochenende des gegenseitigen Kennenlernens verbringen will. Während die Köpfe nun im Land der Azteken für beschwingten Slapstickspaß sorgen, verbringt Pesci die meiste Filmzeit damit, Charlie ausfindig zu machen, dessen naseweise Kommilitonen zu foltern und schließlich mit dem großen Reinemachen zu beginnen. Und um die ohnehin verzwickte Konstellation noch zu komplizieren, schickt Schulman zudem noch zwei bekloppte Mafiosi, einen Klan mexikanischer Wegelagerer-Bandidos, einen distinguierten Hotelangestellten und eine ewig nörgelnde Großmutter ins Rennen. Man könnte einen recht unbeschwerten Spaß haben, bei den vergnüglichen Versuchen, die verfahrene Situation wieder zu entwirren, würde sich Schulman mit seiner unentschlossenen Regie und seinen faden Bildkompositionen nicht immer wieder ins eigene Fleisch schneiden. Pesci, der wie ein Abziehbild seiner hitzköpfigen Killer aus „GoodFellas“ und „Casino“ wirkt, sieht man die Freude am Fluchen und pausenlosen Demolieren öffentlicher Telefonanlagen noch an. Der Rest der Darsteller kann nicht einmal von diesem Derwisch an roher Energie aus seiner Lethargie geweckt werden. Am schwerwiegendsten ist jedoch die Fehlbesetzung von Newcomer Andy Comeau in einer Hauptrolle, die ein Cary Grant mit Gusto ausgereizt hätte. Comeau hingegen wirkt ratlos, was er mit seiner Figur und den Köpfen anfangen soll. Daß Kristy Swanson, Dyan Cannon oder David Spade ihm nicht beistehen, hat zur Folge, daß „8 Heads in a Duffel Bag“ sich nicht in jenen Zustand wahnwitzigen Deliriums spielt, der eine Screwball-Komödie funktionieren läßt. Es bleiben ein paar gelungene Gags und einige sehr modrige Köpfe. ts.

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