7 Jungfrauen

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   2005
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Filmhandlung und Hintergrund

7 Jungfrauen: Eine frische Portion Teen Spirit verbreitet das urbane Jugenddrama um einen Halbstarken, der seinen Haftfreigang nutzt, um die verlorene Jugend nachzuholen.

Nur für 48 Stunden darf der siebzehnjährige Tano (Juan Jose Ballesta) seine Zelle in der kleinen südspanischen Stadt verlassen, wo er einsitzt, weil er einen Passanten überfuhr, ohne über einen Führerschein zu verfügen. Tano bekommt den Urlaub, weil sein Bruder heiratet, doch natürlich wird er ihn nutzen, um mit den falschen Freunden um die Häuser zu ziehen, heiße Weiber anzugraben und jede Droge zu konsumieren, die der Wind vorbei weht. Wenn das mal gut geht.

Spanische Kids bauen nicht weniger Mist als deutsche, englische oder amerikanische, und Regisseur Alberto Rodríguez setzt ihnen dafür das verdiente Denkmal in diesem Kinokassenschlager frisch von der iberischen Halbinsel.

Nur 48 Stunden erhält der straffällige Tano Freigang, um die Hochzeit seines Bruders in Sevilla besuchen zu können. Die Zeit will genutzt werden, weshalb der 16jährige seine kurze Freiheit in vollen Zügen auskostet, sich mit Freunden und seinem Kumpel Richi trifft und alles das nachholt, was ihm zuletzt verwehrt wurde: Partys, Sex mit seiner Freundin Patri, Hooliganismus.

Tano hat für zwei Tage Freigang aus dem Jugendgefängnis. Natürlich folgt er nicht dem Hinweis seines älteren Bruders, nichts anzustellen. Kaum zu Hause bricht er schon wieder auf, um mit seinem besten Kumpel Richi loszuziehen. Sie klauen gemeinsam Geschenke für die Familie. Tano schaut zu einem Quickie bei seiner Freundin Parti vorbei und trifft sich im Schwimmbad mit weiteren Freunden. Abends geht es in die Disco, wo Rauschmittel aller Art nicht darüber hinweghelfen, dass Parti nicht auftaucht.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Eine frische Portion Teen Spirit verbreitet Alberto Rodríguez‘ flirrendes urbanes Jugenddrama um einen amoralischen Halbstarken, der seinen Haftfreigang nutzt, um die verlorene Jugend nachzuholen.

    Nur 48 Stunden erhält der straffällige Tano (als einziger Profi unter Laiendarstellern: Juan Ballesta) Freigang, um die Hochzeit seines melancholischen Bruders Santacana in Sevilla besuchen zu können. Die Zeit will genutzt werden, weshalb der 16jährige seine kurze Freiheit in vollen Zügen auskostet, sich mit Freunden und seinem Kumpel Richi trifft und alles das nachholt, was ihm zuletzt verwehrt wurde: Partys in pulsierenden Clubs, Sex mit seiner Freundin Patri, hemmungsloser Hooliganismus.

    Schnell entwickelt die Geschichte um zwei herumtollende junge Rebellen einen unwiderstehlichen Drive, wenn sie voller Sturm und Drang in den Tag leben, sich auf der Suche nach Aufregung nehmen, was sie wollen, auf legalem oder kriminellem Wege; Diebstähle und Einbrüche verüben beide bedenkenlos, bauen ihre Triebe nach Lust und Laune ab. Beider Unbekümmertheit verdeckt nur mühsam den Abgrund, über dem Tano schwebt – er flüchtet in die Gegenwart, weil er keine Zukunft hat. Ausgestattet mit einem Engelsgesicht, beschreitet er uneinsichtig Abwege, zur Sorge seines verschlossenen Bruders und der emotional tiefgefrorenen Mutter, die ihn längst abgeschrieben hat.

    Gedreht auf körnigem Filmmaterial, bei dem das sonnengebleichte Andalusien grau grundiert erscheint, verleiht die agile Steady Cam eine selbstverständliche Natürlichkeit. Sie ist so nahe wie seit der Nouvelle Vague nicht mehr am Geschehen und nicht nur das Ende erinnert an Godards „Außer Atem“, was auch an der munteren Montagetechnik liegt. Ausgewogen abwechslungsreich erschließt Rodríguez besinnliche Momente wie energetische, die dennoch nie hektisch werden und von Hip-Hop und Latin Jazz-Rhythmen zum Klingen gebracht werden.

    Tanos unstetes Wesen gleicht einem Fluch, der sich zunächst beim Beziehungs-Aus mit Freundin Patri, später im fatalen Mitwirken bei einer überfallartigen Massenschlägerei auswirkt: Er verletzt einen Gegner schwer, was dem Drama über zwei Freunde ein tragisches Ende gibt. In versteckter, rauer Poesie verbirgt sich hinter ostentativer Lebenslust eine Menge (sozialer) Trostlosigkeit, ganz ohne die bedeutungsschwangere Wehmut von Spike Lees „25 Stunden“. Für den für sechs Goyas nominierten kulturauthentischen Taumel durch die Jugendszene begeisterten sich in der Heimat Spanien mehr als eine Millionen Zuschauer. tk.

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