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Kommentar von Regisseur Marc Webb

Bevor ich das Drehbuch zu 500 DAYS OF SUMMER las, hatte ich das Interesse an romantischen Komödien völlig verloren. Irgendwann zwischen Pubertät und ersten Steuerzahlungen hörte ich auf, an die Welt zu glauben, die diese rotbackigen Mädchen in ihren niedlichen gestrickten Wintermützen mir immer wieder versprachen. Was hatte das alles mit mir zu tun?

Als ich mich endlich hinsetzte, um die fotokopierten Textseiten zu lesen, die schon Eselsohren hatten, weil ich sie drei Wochen in meinem Rucksack völlig ignoriert hatte, freute ich mich nicht gerade auf diese Lektüre. Schließlich war es der Titel, der mich packte. Unnötig zu erwähnen, dass ein Funken übersprang. Ohne in eine schrullige High-Concept-Dramaturgie abzugleiten, haben die Autoren, Scott Neustadter und Michael Weber, die Geschichte einer Liebesbeziehung geschrieben, die sowohl kunstvoll wie auch aufrichtig ist. Metaphorisch und zugleich prosaisch.

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Summer kennen wir alle, denn sie ist mehr als ein Mädchen. Sie ist ein Event. Ich war 17, als ich meiner ersten Summer begegnete. Sie brachte mich dazu, den Unterricht zu schwänzen, damit sie mir im Vilas Park Zoo von Madison, Wisconsin „Der Fänger im Roggen“ vorlesen konnte. (Geht’s noch cooler?). Damals glaubte ich, dass die Liebe diese magische Pille wäre, die meine Seele mit dem Universum verbinden und mir endlos und mühelos Glückseligkeit verschaffen würde.

Die schmutzigen Details spare ich aus. Es genügt die Feststellung, dass hübsche Mädchen mit rebellischen Herzen sehr populär sind. Einige finden mit ihrer Summer ein Happy End. Ich gehörte nicht dazu. Wir machten Schluss und für mich begann dieses sonderbare Zwischenstadium. Ich konnte mich von dem Gefühl nicht befreien, dass mit dem Universum etwas auf schreckliche und schmerzliche Weise schief gegangen war. Das Ironische dabei ist: Was mich so einsam fühlen ließ, ist genau das, womit sich so viele Menschen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten identifizieren können: Jeder von uns kennt Liebeskummer. Ob wir nun 17 oder 70 Jahre alt sind.

In vieler Hinsicht war die Arbeit an diesem Film, meinem ersten Spielfilm, das Happy End, das ich mit Summer nie hatte. Man spürt noch diesen Jungen aus dem Vilas Park Zoo, der Zynismus noch nicht kannte. Denn unter dem Humor und der Spleenigkeit von 500 DAYS OF SUMMER ist eine fundamentale Wahrheit im Spiel: Ja, Liebe kann grausam, hart und schwierig sein, aber sie auch bei weitem das Beste, was das Leben zu bieten hat.

Kommentar von Ko-Autor Scott Neustadter

Am 22. Juli 2001, ein Sonntag, wenn mich nicht alles täuscht (und das tut es nicht), irgendwann zwischen 19 und 21 Uhr (Ostküstenzeit), in einem Restaurant in New York namens Serendipity, passierte etwas Monumentales, Umwälzendes, wirklich Weltbewegendes. Ich wurde abserviert…und zwar auf die harte Art. Wir waren zwar nur ein paar Monate zusammen gewesen, trotzdem wurde ich, wie das häufig in solchen Fällen geschieht, von starken Emotionen gequält. Ich fühlte mich ohne Hoffnung, lähmend unzulänglich, als wäre das Ende der Welt gekommen, so etwas in der Art eben. In dieser Phase blieb ich oft zu Hause, hörte mir The Smiths in Endlosschleife an, schaute alte französische Filme und jammerte, dass ich nicht in einer Zeit lebte, in der ich Anerkennung finden konnte. Um es kurz zu sagen: Ich war ein Arschloch.

Um diese Zeit herum hatten mein Freund Weber und ich zusammen ein Drehbuch geschrieben – eine schräge und hirnverbrannte Komödie, die nur einen Zweck erfüllte: Uns zum Lachen zu bringen. Ein paar Leute lasen das Drehbuch und hielten es für witzig, aber entwickelt hat sich daraus nichts. Und damit hatte sich die Sache erledigt. Wir schrieben weiter, aber brachten kaum etwas zu Ende. Und dann, nach ein paar abgebrochenen Versuchen, etwas Großes und Kommerzielles zu schreiben, überzeugten mich mein Frustrationspegel und mein düster-pessimistischer Gemütszustand, dass ich etwas völlig Verrücktes tun musste. Und genau das tat ich dann auch. Ich folgte diesem Impuls, gab meinen Job nach vier Jahren auf, verabschiedete mich von Freunden und Familie und flog für unbestimmte Zeit nach London (um zu „studieren“, wie ich allen erzählte).

Und dann passierte etwas Unglaubliches. Fast unmittelbar nach meiner Ankunft lernte ich jemanden kennen. Sie war smart. Sie war hübsch. Sie war perfekt. Sechs Monate später gab sie mir den Laufpass. 500 DAYS OF SUMMER ist die Geschichte dieser Beziehungen. Oder zumindest, wie ich mich nach ihrem Ende an sie erinnerte (okay, schon gut, wie ich es vorzog, mich zu erinnern). Weber und ich träumten immer davon, eine romantische Komödie im Stil unserer Helden Cameron Crowe und Woody Allen zu schreiben. Eine romantische Komödie, die man zuordnen, in der man sich erkennen konnte, in der sich der Humor eher aus einer lebensnahen Situation als aus einem Eichhörnchenangriff im Wald heraus entwickelte. Unser Ziel was ganz einfach – wir wollten die Geschichte einer Beziehung erzählen, sie realistisch und witzig machen, versuchen, keinen Mist zu schreiben.

Das Ergebnis liegt nun vor. Die Anatomie einer Romanze. Gleichzeitig Autobiographie und Fantasie. Ein Pop-Song in der Form eines Spielfilms. 500 DAYS OF SUMMER ist vieles – witzig (hoffentlich), traurig (bestimmt), eigenartig (ganz sicher). Es gibt Musik und Tanz, Splitscreens, Erzähler und einen animierten Vogel. Was es nicht gibt, ist Ironie. Aber heute, wenn ich zurückblicke, kann ich tatsächlich etwas ganz und gar Ironisches entdecken: Dass nämlich eine Idee, die aus dem Schmerz zweier gescheiterter Beziehungen geboren wurde, auf direktem Weg zu einer der besten Erfahrungen in meinem Leben führte. Dazu gehören ein großartiger Regisseur, wunderbare Produzenten und praktisch jeder, der an diesem Projekt beteiligt war.

Über die Produktion

500 Days Of SUMMER begann mit Angst. Den Funken zu diesem Film zündeten zwei junge Drehbuchautoren – der eine ein Single, der sich von einem schwer gebrochenen Herzen erholte, der andere ein Beziehungsprofi, der seit langem mit einer Frau zusammenlebte. Beide erinnerten sich an Romanzen, aus denen etwas hätte werden können, aus denen vielleicht etwas hätte werden müssen, aus denen aber aus irgendeinem Grund tatsächlich nie etwas wurde. Jeder hat so etwas schon einmal erlebt – und in einer Zeit, in der alles schneller und viel intensiver geschieht, scheinen immer mehr Menschen diese Erfahrungen zu teilen. Wie also, fragten sich Scott Neustadter und Michael Weber, überlebt ein junger Romantiker eine solche Realität? Und wie lässt sich romantischer Idealismus, wie man ihn heute kennt, auf völlig neue Art und Weise auf die Leinwand bringen?

„Es gibt bestimmte Themen“, erklärt Neustadter, „die romantische Komödien immer andeuten, aber nie direkt abhandeln. Dazu gehören Fragen wie ‚Gibt es wirklich so etwas wie die Eine?’ Und wenn, was geschieht, wenn man sie dann verliert? Was macht man dann? Kann man danach immer noch an Liebe glauben? Und wenn ja, geschieht das in veränderter Form? Über Fragen wie diese wollten Weber und ich schreiben, obwohl wir die Antworten darauf nicht wirklich kannten.“

Das waren die Geburtsstunden von Tom Hansen, ein junger Typ, der verrückt, leidenschaftlich und sogar übertrieben an das Mysterium und die Kraft der Liebe glaubt, und von der Frau, die das in keinster Weise tut. Toms romantische Muse, seine Obsession, der in frustrierender Weise unverbindlich bleibende, sich dem Schicksal verweigernde Fluch seines Lebens: Summer. Dabei aber waren die Drehbuchautoren nicht nur an Tom interessiert, sondern auch daran, wie sein Gedächtnis arbeitete, wenn er sich daran erinnert, was mit ihm und Summer wirklich passierte.

„Die Idee, die unserem Drehbuch zugrunde lag, war eine Mischung aus romantischer Komödie und MEMENTO („Memento“, 2000)“, erklärt Neustadter. „Wir wollten einen jungen Mann dabei begleiten, wie er durch die Erinnerungen einer Beziehung vor und zurück in der Zeit geht und dabei Dinge zu entdecken beginnt, die ihm vielleicht nicht bewusst waren, als er die Erfahrungen machte. Man sieht, wie er eine neue Perspektive gewinnt, wie er etwas über sich und die Liebe lernt. Tom wird klar, dass er verliebt in die Idee von Liebe ist - und auf diese Weise entwickelt sich seine Geschichte zu einer sehr hoffnungsvollen. Er entdeckt etwas über das Wesen der Liebe. Es ist keine typische konventionelle romantische Komödie, aber eine sehr romantische Geschichte.“

Von Anfang an waren Neustadter und Weber die ewig kitschigen, sentimentalen und unreflektierten Konventionen romantischer Komödien ein Dorn im Auge. Sie suchten einen aufrichtigeren Ansatz, um die Geschichte von Toms Romanze zu erzählen, durch die sein Herz zwar fast zerbricht, er am Ende aber noch stärker und gereifter an die Liebe glauben sollte. „Wir haben alle bekannten Regeln ignoriert und nach alternativen Strukturen gesucht“, erinnert sich Neustadter. „Wir sind jedem Einfall nachgegangen, wie verrückt er auch gewesen sein mag. Vom Phänomen, dass Menschen von einem Song emotional auf eine Reise geschickt werden, bis hin zu Menschen, die ihren Kummer in einem Film ertränken. Alles, woran Tom dachte, woran er sich erinnerte, kam in Frage.“

„Die Arbeit am Drehbuch dieses Films entwickelte sich zu einer unglaublichen kreativen Erfahrung“, führt Weber fort. „Denn wir ließen uns selbst alle Freiheiten, erforschten ständig, wie menschliche Emotionen und Beziehungen an unsere Kultur gebunden sind, durch sie auch blockiert werden können: Durch Lieder, Filme, Bücher, Fernsehen, Kunst, durch alles, mit dem wir unsere Identität bestimmen.“

Neustadter und Weber gingen dabei sehr spielerisch mit der Zeit um, tauchten nach Belieben vor und zurück in Toms und Summers Beziehung ein. „Die Chronologie des Films durcheinander zu bringen, hat uns großen Spaß gemacht“, ergänzt Weber seine Ausführungen, „aber hinter dem Wahnsinn steckte Methode. Indem man bestimmte Momente im Auf und Ab ihrer Beziehung herausnimmt, blickt man auf alles aus unterschiedlichen Perspektiven und entdeckt Dinge, die einem sonst vielleicht nie aufgefallen wäre. Und wenn man einmal darüber nachdenkt, funktioniert genau so Erinnerungen. Irgendetwas ist der Auslöser dafür, dass man an einen wunderbaren, erstaunlichen Moment denkt, und dieser wiederum löst dann eine schlechte Erinnerung aus, und am Ende entdeckt man, wie alles miteinander zusammenhängt.“

Oberste Priorität war dabei, mit den Gefühlen so ehrlich umzugehen, wie es die beiden Autoren eben ertragen konnten. „Wir haben alle schon Grabenkämpfe in unseren Beziehungen gekämpft, Höhen und Tiefen durchlebt“, erzählt Weber. „Deshalb spürten Scott und ich, dass wir diese Geschichte vor einem völlig realistischen Hintergrund erzählen mussten. Das war sehr interessant für uns, denn Scott machte gerade eine schmerzliche Trennung durch, während ich seit langem in einer sehr stabilen Beziehung lebte. Wir hatten ganz unterschiedliche Perspektiven und meiner Ansicht nach half diese Spannung dabei, komödiantisch mehr aus dem Stoff herauszuholen.“

Letzten Endes war es diese emotionale Aufrichtigkeit durch die sich ein Team von talentierten Künstlern angezogen fühlte. „Diese Geschichte kann nicht direkt einem Genre zugeordnet oder mit einem Etikett versehen werden“, erklärt Produzent Mason Novick, der bereits die unkonventionelle und überall begeistert aufgenommene Hitkomödie JUNO („Juno“, 2007) produzierte. „Es ist weder eine typische romantische Komödie noch ein typisches Drama, die Geschichte bietet eine faszinierende, witzige, neue Perspektive auf moderne Beziehungen und wie sie wirklich ablaufen. Und genau die richtigen Leute fühlten sich von ihr angezogen, damit wir sie auch auf die Leinwand bringen konnten.“

Zu seinem großen Erstaunen entdeckte Novick, dass vieles aus dem verspielten, temporeichen Drehbuch tatsächlich Wurzeln im wahren Leben hatte. „Natürlich sind Fakten oft viel fremdartiger als Fiktion. Bei einigen Szenen, die ich für pure Autorenfantasie hielt, wurde ich von den beiden belehrt, ‚nein, nein, das ist wirklich passiert’. Sie verstanden es, diese realistische Qualität einzubringen, sie lebten quasi mit diesem Paar und es gelang ihnen, diese Aspekte und ihre einzigartige Sicht auf die Welt auf die Leinwand zu bringen.“

„Die beiden Autoren, Scott und Michael, sind im Grunde genommen zwei Toms“, führt Produzentin Jessica Tuchinsky aus, die mit Mark Waters, Regisseur von Filmen wie FREAKY FRIDAY („Freaky Friday – Ein völlig verrückter Freitag“, 2003), MEAN GIRLS („Girls Club - Vorsicht bissig“, 2004) und THE SPIDERWICK CHRONICLES („Die Geheimnisse der Spiderwicks“, 2008), die Produktionsgesellschaft Watermark Pictures leitet. „Beide sind mit den gleichen Songs und Filmen aufgewachsen, und haben das gleiche emotionale Feuerwerk gefühlt, wenn sie sich, wie Tom im Film, verliebt hatten. All das haben sie in ihr Drehbuch einfließen lassen und das auf sehr clevere Art in eine dramatische Struktur gebracht.“

Produzent Steven Wolfe, der die berühmten Brüder Michael und Mark Polish mit ihrem Regiedebüt TWIN FALLS IDAHO („Twin Falls“, 1999) bekannt gemacht hatte, erinnert sich, dass jedem, der das Drehbuch gelesen hatte, bewusst war, dass man dafür einen Regisseur mit einer speziellen Sensibilität brauchte. „Das Drehbuch benutzt eine Vielzahl unterschiedlicher erzählerischer Mittel, es ist sehr komplex, bewegt sich in der Zeit vor- und zurück, es hat sehr fantastischen Momente und all diese völlig unterschiedlichen Elemente werden zu einem Puzzle zusammengefügt. Wir wussten, dass wir einen Regisseur brauchten, der alles bis ins kleinste Detail vorausplanen konnte.“

Die Suche nach einem Regisseur mit einer Vision, die der Kreativität dieses Drehbuchs gewachsen war, führte die Filmemacher zu Newcomer Marc Webb, der sich mit Musikvideos und Werbespots einen Namen gemacht hatte und einen Stoff für sein Spielfilmdebüt suchte. Es dauerte nicht lange und Webb hatte sein Herz an 500 DAYS OF SUMMER verloren. „Beim ersten Lesen des Drehbuchs ging es mir so wie Tom, als er Summer zum ersten Mal begegnete“, sagt Webb. „Etwas klickte und ich wusste einfach, dass ich fündig geworden war.“

Dabei erging es ihm wie jedem schwer verliebtem Mann – das Geheimnisvolle, Mysteriöse zog ihn tiefer in die Geschichte hinein. „Beim ersten Lesen hatte ich ein Gefühl, das ich nicht genauer bestimmen konnte. Beim zweiten Lesen erkannte ich ein Thema, das sich implizit durch den Film zieht, nie ausgesprochen wird, dass nämlich Tom am Ende der Gedanke kommt, dass man wahres Glück in sich selbst finden muss. Er erkennt, dass es nicht in den großen blauen Augen des Mädchens im Büro am Ende des Flurs liegt. Auch wenn sie sehr betörend ist und ihn davon überzeugen kann, dass sie es ist, die ihm Glück bringen wird. Tatsächlich muss man erst erkennen, wer man selbst ist und sein eigenes Potenzial verstehen, bevor man wirklich wahre Liebe finden kann. Letztendlich erzählte mir diese Geschichte auf sehr witzige Art etwas, was wirklich Bedeutung für mich hatte.“

Webb war begeistert vom gewagten Erzählstil von 500 DAYS OF SUMMER – und genauso angetan waren die Autoren von ihm. „Anfangs war Marc für uns ein völlig Unbekannter“, erinnert sich Neustadter, „aber unsere Vorstellungen verschmolzen dann mit seinen in erstaunlicher Weise. „Alle drei hatten wir den gleichen Film vor Augen und das war aufregend.“

Und Produzent Novick fügt hinzu: „Marc gehört zu den wenigen Regisseuren, die Stil nicht über Substanz stellen. Natürlich hat er auch seinen eigenen visuellen Stil, aber seine künstlerischen Entscheidungen sind konkret, bewusst gewählt und dienen dazu, einen Standpunkt zu entwickeln.“ Webb erinnert sich, welch große Energie er aus dieser Herausforderung bezog: „Mein Background ist eine Welt, in der es sehr wenige Regeln gibt, in der man nicht so sehr einer strikten erzählerischen Sensibilität verpflichtet ist und sich deshalb von Konventionen lösen kann. Deshalb liebte ich die Vorstellung, in eine Komödie abtauchen zu können, die sich die Freiheit nahm, nicht-linear und auch etwas fantastisch zu sein. Die Herausforderung lag für mich darin, einen Weg zu finden, die Figuren so lebensecht zu zeichnen, dass man sich wirklich emotional auf sie einlassen konnte. Man könnte sagen, dass es mir in diesem Film darum ging, einen Weg zwischen Realität und Magie zu finden.“

Produktion: Das Casting

500 Days OF SUMMER gibt die typische Perspektive romantischer Komödien auf. Statt erst ihn und dann sie zu hören, hören wir hier nur ihn. Was immer auch auf der Leinwand zu sehen ist, es entspringt Tom Hansens Gedanken – entweder von der Liebe benebelt oder von düsteren Stimmungen verschleiert. Von einem Mann also, der für andere plakative romantische Zeilen schreibt, aber scheinbar nicht in der Lage ist, die eigenen überwältigenden Gefühle der einzigen Frau, die ihm wirklich etwas bedeutet, zu zeigen: Der unerreichbaren Summer.

Weil die Sichtweise auf alle anderen Figuren letztlich durch Toms subjektive Erfahrungen gefiltert wird, war die richtige Besetzung dieser Figur von entscheidender Bedeutung für den ganzen Film. Mit großer Begeisterung entschied sich Regisseur Marc Webb für Joseph Gordon-Levitt, den jungen, bemerkenswert vielseitigen Schauspieler, den man keiner Kategorie zuordnen kann, der sich mit Filmen wie STOP-LOSS („Stop-Loss“, 2008), MIRACLE AT ST.ANNA (2008), THE LOOKOUT („Die Regeln der Gewalt“, 2007) und MANIC („Manic - Weggesperrt“, 2001) einen Namen gemacht hat.

„Joe ist ausgesprochen intelligent, verstand jede Zeile dieser Geschichte, jede Nuance von Toms emotionaler Entwicklung“, schwärmt Marc Webb. „Gleichzeitig war er sehr neugierig und stellte eine Menge großartiger Fragen. Man vergisst leicht, dass Joes Karriere mit einer Sitcom begann, aber er besitzt auch großes komödiantisches Talent, das er in die Darstellung von Tom einbrachte. Mit fast wissenschaftlicher Genauigkeit spielt er den vernünftigen, rationalen Mann - findet Wege, sehr komisch zu sein, aber dennoch in jeder Szene Gefühle zu zeigen, die echt und aufrichtig wirken.“

Gordon-Levitt liebte den Ansatz, eine Liebesgeschichte aus der männlichen Perspektive zu erzählen, was zuvor nur wenige versucht hatten. „Mir gefiel, dass diese Geschichte von zwei Männern geschrieben und auch von einem Mann inszeniert wurde und niemand sich dafür rechtfertigen wollte, dass sie von unserem Standpunkt aus erzählt wird. Sie gibt nicht vor, objektiv sein zu wollen. Die Geschichte wird total subjektiv aus Toms emotionalen Erlebnissen entwickelt und beleuchtet seine Erfahrungen mit der Liebe. Liebe folgt keiner Vernunft, keiner Logik, keiner linearen Struktur – und das spiegelt unser Film wirklich wider.“

„Der Film veranschaulicht diese tief empfundene Erfahrung – er ist heiter aber er predigt nicht“, führt Gordon-Levitt weiter aus. „Er erzählt eine authentische Liebesgeschichte, ohne sich dabei zu ernst zu nehmen.“ Und was entdeckt Tom über die Liebe zu Summer im Sommer? „Meiner Ansicht nach hielt Tom die Liebe immer für das, was er in Filmen sah oder in Popsongs hörte. Er bringt viele Vorstellungen darüber mit, was Liebe sein sollte, anstatt wirklich in der Gegenwart zu leben und aufzupassen, was eigentlich zwischen ihm und Summer vorgeht … das entdeckt er erst später.“

Natürlich brachte Gordon-Levitt auch eigene Erfahrungen in die Rolle ein: „Mein Herz wurde mir schon gebrochen, wirklich gebrochen“, gibt der junge Schauspieler zu. „Aber wenn ich auf meine extreme Liebeskummer-Phase zurückblicke, ist das ziemlich komisch, denn sie fühlt sich um so vieles extremer an, als sie es wirklich war. Unter anderem liebe ich an 500 DAYS OF SUMMER, dass der Film nicht verharmlost, was wir in Romanzen durchmachen, aber große Aufrichtigkeit beweist und die Dinge zeigt, wie sie wirklich sind, was oft ausgesprochen komisch ist.“

Das Wiedersehen mit Zooey Deschanel bereitete Gordon-Levitt große Freude. Beide hatten bereits als zwei verstörte Teenager im Indiedrama MANIC („Manic – Weggesperrt“, 2001) zusammen vor der Kamera gestanden. „Es war großartig“, schwärmt Gordon-Levitt, „mit ihr etwas völlig anderes zu drehen und jeden Tag Spaß haben zu können. 500 DAYS OF SUMMER ist so skurril, traumartig und süß – und in der Gegenwart von Zooey kann man das alles leicht nachempfinden.“

Tatsächlich waren es genau diese Eigenschaften, die Marc Webb dazu brachten, die faszinierende Jungdarstellerin zu besetzen, die zuletzt mit Jim Carrey in YES MAN („Der Ja-Sager“, 2008) zu sehen war. „Zooey ist einfach perfekt als die ewige, wenn auch nicht mehr ganz junge Naive“, sagt Webb. „Sie ist Summer und das in vielerlei Hinsicht. Sie ist witzig, sie ist wahrhaftig, sie ist sehr smart, sie hat die schönsten Augen, die man je gesehen hat, und sie besitzt diese unbändige Energie, die es so faszinierend macht, ihr zuzusehen.“

Zooey Deschanel reizte die Herausforderung, das Ideal im Kopf eines jungen Romantikers zu spielen. „Summer ist eine so interessante Figur, weil sie gänzlich aus Toms Perspektive als die perfekte Frau wahrgenommen wird, während sie eigentlich nur ein smartes, interessantes Mädchen mit eigenen Problemen ist. Ich habe das Drehbuch mit großer Begeisterung gelesen, denn eine romantische Komödie, die wirklich neu und anders ist, findet man selten. Ich hatte das Gefühl, hier wird auf neue Art und Weise eine Geschichte erzählt, von der wir glauben, sie schon zu kennen.“

Auch die erneute Zusammenarbeit mit Gordon-Levitt war ein Köder für Deschanel: „Joe und ich kennen uns seit vielen Jahren, ich fühle mich in seiner Gegenwart sehr wohl. Für mich ist er der perfekte Tom, denn er ist einfach toll und liebenswert, versteht es aber doch, mit seinem Charme auch eine gewisse Naivität zu vermitteln.“

Die Beziehung zwischen Tom und Summer entwickelt sich nicht in einem Vakuum. In ihrem Verlauf, wenn er versucht, seine Sehnsucht nach Summer und ihre nicht immer klar einzuordnenden Reaktionen darauf zu begreifen, sind Toms Freunde und Familie Resonanzboden und Ratgeber. Seine beiden besten Freunde, der Arzt Paul und sein Kollege McKenzie, bemühen sich von Anfang an, Toms benebelten Blick zu fokussieren. Gespielt werden sie von Matthew Gray Gubler, einem jungen Filmemacher und Schauspieler, den man aus der Krimiserie „Criminal Minds“ („Criminal Minds“) kennt, und von Geoffrey Arend, der in Komödienhits wie SUPER TROOPERS („Super Troopers - Die Superbullen“, 2001) und GARDEN STATE („Garden State“, 2004) zu sehen war.

„Für mich sind Paul und McKenzie so eine Art guter und böser Engel, die Tom dabei helfen, sein Verhalten besser zu verstehen“, erklärt Gray Gubler. „Paul ist spießiger, McKenzie wilder, und deshalb gehen die Ratschläge, die sie Tom geben, in völlig unterschiedliche Richtungen. Paul ist seit Jahren mit einem Mädchen verheiratet, das er in der Vorschule kennen lernte, und McKenzie ist in seinem ganzen Leben wahrscheinlich überhaupt nur mit einem Mädchen gegangen. Unglücklicherweise also sind diese beiden als Toms Obi Wan Kenobis, was ihre Sozialkontakte betrifft, absolut untauglich!“

Die Beziehungsdynamik zwischen Tom und McKenzie war ein Riesenspaß für Arend. „Tom ist der Daueroptimist, der immer auf seine Cinderella wartet, die ihn umhaut und ihm den Boden unter den Füßen wegzieht, während McKenzie chronisch pessimistisch davon überzeugt ist, dass nie etwas klappen wird und dass wahre Liebe ein Mythos ist. Aber egal, was ihm McKenzie oder Paul raten, geht Tom immer seinen eigenen Weg.“

Beide Schauspieler waren fasziniert von Marc Webbs innovativem erzählerischem Ansatz. „Er erzählt sehr visuell, die Geschichte wird von Emotionen vorangetrieben, es geht ihm um die Gefühle, die man hat, wenn man total verliebt ist“, fasst Gray Gubler zusammen. „Und ich liebe es, dass das Ende frei von Zynismus ist.“

Und Arend fügt hinzu: „Ich kann mich in der letzten Zeit an keine Geschichte erinnern, die wie diese hautnah die Kollision von Romanze und Realität zeigt. Diese Geschichte durchbricht jedes Klischee und das ist immer interessant.“

Toms vielleicht beste Ratgeberin ist völlig unerwartet seine 12-jährige Schwester Rachel, die knallharte Sprüche absondert wie: „Nur weil irgendein schnuckliges Mädchen denselben bizarren Müll mag wie du, macht sie das nicht zu deiner Seelenverwandten“. Diese Rolle besetzten die Filmemacher mit Chloe Grace Moretz, die seit ihrem fünften Lebensjahr als Schauspielerin arbeitet, eine Sprechrolle im Animationshit BOLT („Bolt – Ein Hund für alle Fälle“, 2008) hatte und auch in THE EYE („The Eye“, 2008) zu sehen war.

Für die Bruder-Schwester-Dynamik griff Moretz auf ihren eigenen großen Erfahrungsschatz zurück: „Ich habe selbst vier ältere Brüder, bin das einzige Mädchen, ich kenne mich also aus mit dieser Beziehungschemie.“ Und obwohl Moretz noch sehr jung und in romantischen Dingen relativ unerfahren ist, war ihr die Nutzlosigkeit von Toms Zustand sehr wohl bewusst: „Wenn man mit jemandem zusammen ist, der alles durch die rosarote Brille sieht, erkennt man Dinge, die ihm verborgen bleiben. Genauso verhält es sich mit Rachel und Tom. Sie sieht, was ihm nicht klar ist, und spricht ziemlich furchtlos aus, was sie denkt.“

Produktion: Die Musik

Nichts fängt die Unbekümmertheit der Verliebtheit oder den Schmerz des Liebeskummers in wenigen Minuten so treffend ein wie ein Popsong – und deshalb hatte Musik in der Vision von 500 DAYS OF SUMMER immer eine Schlüsselrolle. Sogar beim Schreiben des Drehbuchs flochten Scott Neustadter und Michael Weber bestimmte Songs aus ihren eigenen Erinnerungen in das erzählerische Grundgerüst ein. Das reichte von Lee Greenwoods Country-Hymne „God Bless The USA“ über eine Karaoke-Version des schwermütigen Clash-Titels „Train in Vain“ bis hin zur omnipräsenten Hall & Oates-Ballade „You Make My Dreams Come True“. Musik durchzieht diese Geschichte. Sie bringt Tom und Summer zusammen, heizt seinen romantischen Rausch an und zeichnet seine Angst nach in der Achterbahnfahrt dieser Beziehung. Sogar gestritten wird über Musik, wenn die beiden schrullig debattieren, wer ihnen nun von den Beatles der Liebste ist.

„Wenn man sich verliebt oder sich eine Trennung abzeichnet, macht man genau das“, erklärt Neustadter. „Man hört sich eine Unmenge Musik an. Jede Beziehung hat immer ihren eigenen Soundtrack, und mit Songs lassen sich bestimmte Gefühle, die nicht leicht zu artikulieren sind, einfach wunderbar ausdrücken.“

Auch Mark Webb dachte bei der Entwicklung dieser Geschichte audio-visuell und an einen Soundteppich, der noch stärker die verrückte Intensität und das Wunder von Toms Gefühlen – ganz zu schweigen von Toms Fantasien - widerspiegelte. „Musik macht diesen Film zur Hälfte aus, mit ihr kann man den Zuschauer emotional erreichen“, klärt Webb auf. „Mein Background sind Musikvideos, mich hat schon immer interessiert, wie man Bilder mit Musik koppelt.“

Music Supervisor Andrea Von Foerster, die an „The O.C.“ („O.C. California“) und „Grey’s Anatomy“ („Grey’s Anatomy – Die jungen Ärzte“) mitgearbeitet hat, an Serien also, in denen Songs zentrale Rollen spielen, stellte sich der Herausforderung, sich Rechte an den Songs sichern zu müssen, die wichtig für den Film waren. Und sie musste darüber hinaus neue Songs finden, von arrivierten oder jungen Künstlern, die zum Wechselspiel von Toms Gefühlen passten.

Für von Foerster war der Film ein Traumprojekt, wie für jeden Musikliebhaber: „Jeder, der an diesem Film mitwirkte, besitzt einen fantastischen Musikgeschmack. Das beginnt schon mit den Drehbuchautoren, die viele großartige Songs direkt in die Story einbauten. Diese Liebe zur Musik hat eine andere erzählerische Dimension in den Film eingebracht.“

Produktion: Das Design

Die Bilder in 500 DAYS OF SUMMER spiegeln Toms Gefühlswelt direkt wider - wenn er sich verliebt und um dieses Gefühl kämpft, wenn es hart auf hart kommt. Das ganze filmische Spektrum deckt diese Gefühle - von Traumsequenzen, über Musicalnummern bis hin zu Zeichentrickvögeln und Hymnen auf die Melancholie französischer Filme. „Wir wollten für Tom eine eigene Welt in Raum und Zeit schaffen“, erklärt Marc Webb. „Wir haben viele unterschiedlichste filmische Methoden und Techniken angewendet, dabei aber versucht, oberflächliche Spielereien zu vermeiden. Die Emotionen waren immer das Wichtigste an dieser Geschichte.“

Bild für Bild arbeitete Webb eng mit Kameramann Eric Steelberg zusammen, der auch für JUNO („Juno“, 2007) das Licht gesetzt hatte. „Marcs ästhetischer Ansatz“, so Steelberg, „war sehr naturalistisch, aber dieser Naturalismus sollte von fantastischen Momenten durchbrochen werden, die die übersteigerten Gefühle zeigen, die Summer bei Tom auslöst. Marc wollte auch Los Angeles auf eine ganz neue Art präsentieren und zeigte mir diese wirklich wunderschönen, fühlbar stimmungsvollen Farbfotografien von Stadtansichten aus den Fünfziger- und Sechzigerjahren. In genau diesem Stil wollten wir drehen. Ich empfand es als äußerst wohltuend, mit einem Regisseur zu arbeiten, der ein so gutes Gefühl für visuelle Regeln besitzt und dies auch zum Ausdruck bringt wie Marc.“

„Es ging uns darum, Farbe so zu benutzen, dass sie eine Bedeutung hat“, erklärt Webb. „Obwohl wir die Farbpalette einschränkten, sollte sie dennoch warm, einladend und kunstvoll wirken.“

Webbs Idee, Los Angeles quasi als Stadt der Liebe vorzustellen, wie etwa New York oder Paris, fand auch große Zustimmung bei Produktionsdesignerin Laura Fox: „Uns bot sich hier die Gelegenheit, Los Angeles aus einem unerwarteten Blickwinkel

zu zeigen. Wenn man sich wirklich die Details der Architektur, die Gebäude und die Geschichte anschaut, kann diese Stadt sehr schön, romantisch und aufregend sein.“

Und Regisseur Webb ergänzt: „Wir wollten unter allen Umständen das Saubere, Glatte und Moderne meiden, wählten Drehorte wie die Vorkriegs-Downtown, Korea Town und die Karaoke-Bar, in der sich das Gefühl einer Welt einstellt, die einem Bilderbuch ähnelt, das im Bücherregal stehen blieb – mit einigen Eselsohren, etwas verblasst, aber viel Hoffnung in sich verbergend.“

Laura Fox fand die Versponnenheit der Geschichte sehr inspirierend für ihre Designentwürfe. „Mir machte dieses Projekt großen Spaß, denn alles hat diese überhöhte Realität. Deshalb konnten wir der wirklichen Welt ein paar überraschende Drehs geben, angefangen mit Toms stilvollem Downtown-Loft bis hin zur Glückwunschkartenfirma, die sich in einem alten Tanzsaal befindet. Alles musste modern aussehen, aber auch ein Gefühl von Zeitlosigkeit vermitteln. Deshalb griffen wir auf Sachen zurück, die man bereits vor 20 Jahren benutzt haben könnte, die aber auch in 20 Jahren noch benutzt werden.“

Kreativ ähnlich angetrieben und engagiert war auch Hope Hanafin, die Kostümdesignerin des Films. Auch sie vermischte das Zeitlose mit dem Stilvollen und Romantischen, um Toms Welt noch stärker heraufzubeschwören. Sie erinnert sich, wie ihr Webb bei der ersten Besprechung Fotografien zeigte, die die Richtung vorgaben. „Es waren Dinge aus der Gegenwart abgebildet, aber sie vermittelten auch ein Gefühl von Zeitlosigkeit. Sie wirkten monochrom, romantisch, irgendwie entfernt von unserer Zeit, weil sie auch diffus genug waren, damit sich dieser Eindruck ergab. Das war unser Ausgangspunkt, nach Bildern zu suchen, die in unserer Fantasie existieren, weil sie nicht an einen bestimmten Moment gebunden sind.“

Um dieses Gefühl zu erreichen, stimmte Hanafin alle Outfits der Figuren untereinander ab, mischte und passte die verschiedenen Elemente ein, wie Künstler bei einer Collage. Sie begann mit Tom, dessen Outfits sich mit seinen Gefühlen verändern. „Bei der Arbeit, wenn er emotional nicht so engagiert ist, sieht man Tom in abgenutzten Khakihosen und Pullis. Wenn er aber unterwegs ist und die Chance hat, er selbst zu sein, hat er einen hipperen und jüngeren Look, der von den Sechzigerjahren und dem Französischen Film inspiriert ist. Eine Menge Dinge tragen zu diesem Look bei, und wir behielten immer im Auge, wie seine stilistische Palette mit der der anderen Charaktere interagierte. Entweder musste also Toms Stimmung betont oder ein totaler Kontrast dazu gezeigt werden. In jeder Bildkomposition war Tom immer die wichtigste Figur.“

Tatsächlich wird Summers Look dadurch bestimmt, wie Tom sie als ultimatives Objekt seiner Liebe sieht. Deshalb ihre Retro-Kleider, Miederhemdchen und Frisuren, die eine entfernte Erinnerung an eine Zeit perfekter Weiblichkeit unterstreichen. Aber es gab noch etwas anderes, das Summer definierte: die Farbe Blau. „Wir hoben uns Blau ausschließlich für Zooeys Charakter auf“, erklärt Hanafin. „Sie hat die erstaunlichsten blauen Augen und man erlebt etwas Magisches, wenn man ihr etwas Blaues anzieht oder auch nur etwas Blaues im Hintergrund platziert. Niemand trägt sonst Blau bis auf einen besonderen Moment…wenn die ganze Welt plötzlich blau wird.“

Diese Momente mit ihren plötzlich herausbrechenden Farben waren von elementarer Bedeutung für Marc Webbs Vision, aber er wollte sie auch zu einem integralen Bestandteil der Geschichte machen: „Mir ging es in diesem Film nicht um Spektakel“, fasst er zusammen, „sondern darum, mit Konventionen zu brechen. Dieser Film sollte eine Reise sein, an der man emotional Anteil nimmt, es ist ein Film über Menschen, die herausfinden wollen, welchen Platz die Leidenschaft in ihrem Leben hat. Ich wollte, ich hätte Tom und Summer schon als Achtzehnjähriger gekannt – vielleicht hätte es dann in meinem eigenen Liebesleben etwas weniger Probleme gegeben.“

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