Filmhandlung und Hintergrund

Ungewöhnlich erzählte Lovestory über Romantiker Tom, der sich unerschütterlich und anfangs unerwidert in Kollegin Summer verliebt.

Schon wenige Tage, nachdem Tom seine neue Kollegin Summer kennen lernte, ist der unerschütterliche Romantiker schwer verliebt. Doch Summer glaubt nicht an die Liebe, etikettiert die sich entwickelnde Beziehung zu Tom beharrlich als Freundschaft, selbst als diese bereits im Bett gepflegt wird. 500 Tage lang - verliebt, verwirrt und verletzt - durchlebt Tom das Chaos einer Beziehung, die in seinen Augen reif für ein Happy End wäre. Wenn doch nur Summer selbst reif dafür wäre und ihre emotionale Blockade durchbrechen könnte.

Bilderstrecke starten(52 Bilder)
Alle Bilder und Videos zu (500) Days of Summer

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

4,7
3 Bewertungen
5Sterne
 
(2)
4Sterne
 
(1)
3Sterne
 
(0)
2Sterne
 
(0)
1Stern
 
(0)

Wie bewertest du den Film?

Kritikerrezensionen

    1. Das Kino-Regiedebüt von Marc Webb handelt von den Höhen und Tiefen im Leben eines Mannes, dem eine Frau den Kopf verdreht hat. Aber der Film beginnt mit der Warnung, dieses sei keine Liebesgeschichte. Warum? Weil Summer es so will: Summer mag Tom, sie ist inoffiziell seine Freundin, aber das Jawort möchte sie nicht geben. Zu viel Verpflichtung, außerdem glaubt sie nicht an die Liebe. Und damit ist Toms Leidensweg vorgezeichnet. Denn Tom ist verliebt. Und hört nicht auf, zu hoffen.

      Dieser Film, eine Art Liebesdrama mit Komödienelementen, lässt wohl niemanden kalt. Weil er nicht von zwei Menschen handelt, die sich gleichermaßen nacheinander sehnen, polarisiert er. Der Regisseur springt in der 500-tägigen Liebesgeschichte, die aus Toms Perspektive aufgerollt wird, vor und zurück. Mal ist man bei Tag 280 oder so, mal wieder bei Tag 8 der Beziehung. Nur um zu sehen, wie sich Toms Mienenspiel negativ verändern wird, wie ihn das Höchste der Gefühle langsam, aber unaufhaltsam, nach unten zieht.

      Ein Off-Kommentator erklärt hin und wieder, was die Hauptfiguren bewegt. Eine kleine Retrospektive aus der Kindheit von Tom und Summer gibt gleich zu Anfang Hinweise darauf, warum der eine an die große Liebe glaubt, die andere eben nicht. Witzige Szenen mit Splitscreens demonstrieren die Kluft zwischen Soll- und Istzustand in Toms Gefühlsleben.

      Aber psychologische Auflösungen fehlen in der quälenden Geschichte. Der Realismus dieser, dem Kino und der menschlichen Natur im Grunde widersprechenden Konstellation leuchtet jedem ein, der Liebeskummer kennt. Insofern steht auch diese Anti-Liebesgeschichte in der Tradition der großen Beziehungsdramen. Aber dies ist nicht „Vom Winde verweht“, sondern ein zu lange dauerndes Missverständnis, bei dem vor allem die Figur der Summer flach und banal bleibt. Im wirklichen Leben würde man sich von Tom vielleicht irgendwann entnervt abwenden, weil einem Menschen in seiner Situation ja doch nicht zu helfen ist. Spätestens ab dem Zeitpunkt nicht mehr, als Summer ihn schon verlassen hat und er in ein emotionales Fieber fällt. Manchmal wirkt Tom wie eine symbolische Klage für das Verschwinden der großen Gefühle im Kino.

      Joseph Gordon-Levitt spielt Tom gut. Nicht nur seine versteinerte Miene, nachdem ihn wieder ein emotionaler Schlag getroffen hat. Vor allem entwickelt er Herz, das er am besten ausdrückt, wenn er sich lebhaft freut. Zooey Deschanel als Summer hingegen ist nur das Mädchen mit der Ponyfrisur und dem hübschen, kessen Halblächeln. Frei will sie sein, und wenn Tom ihr versichert, dass das für ihn okay ist, gibt sie ihm die Hand und sie schlendern durch ein Möbelhaus. Ein Film für Bekloppte, könnte man meinen, doch auch das gehört zum Thema.

      Fazit: Tom ist verliebt, seine Freundin Summer aber nicht: Diese Beziehungskiste lässt niemanden kalt.
    2. (500) Days of Summer: Ungewöhnlich erzählte Lovestory über Romantiker Tom, der sich unerschütterlich und anfangs unerwidert in Kollegin Summer verliebt.

      500 Tage liebt und leidet Joseph Gordon-Levitt im Fieber für Zooey Deschanel. Selten war bitter und süß so originell und authentisch vereint.

      „Das ist keine Lovestory“, konstatiert Erzähler Tom (Joseph Gordon-Levitt, zuletzt vernarbter Mad Scientist in „G.I. Joe - Geheimauftrag Cobra„) im Opening. Doch das genau ist diese Geschichte, nur anders, unkonventionell und näher am Leben entwickelt im starken Drehbuch von Scott Neustadter und Michael H. Weber. Summer-Anfang ist hier der 8. Januar, denn an diesem Tag tritt Summer (Zooey Deschanel aus „The Happening“) ins Leben ihres neuen Arbeitskollegen Tom. Bereits ein paar Tage später ist der Romantiker irreversibel verliebt, bläst kleine Signale, wie die mit ihm geteilte Bewunderung für die Kultband The Smiths, zu göttlichen Botschaften auf. Doch dem Hoch folgt das schnelle Tief, denn Summer empfängt nicht auf der gleichen Wellenlänge, bevorzugt unkomplizierte Spaßverbindungen gegenüber ernsthaften Liebesbeziehungen, die sie aus eigener Erfahrung bislang nicht kennt.

      500 Tage begleitet das Regiedebüt von Marc Webb diese Beziehung durch die verschiedenen Stadien, streift glückliche Tage mit intimster Nähe und Harmonie, aber auch melancholische Abstürze, in denen der liebeskranke Tom emotionale Solidarität in Filmen der Nouvelle Vague sucht. Der Blick ist dabei monoperspektivisch, denn die Ereignisse entfalten sich exklusiv aus Toms Sicht und nichtlinear in der Chronologie. Verwegen ist der Film in seinen Zeitsprüngen, katapultiert sich ansatzlos vom Anfang zum Ende, vom Glück über die Depression bis hin zur erneuten Hoffnung und wieder zurück. Verwirrend für den Zuschauer, aber authentisch als Spiegel des menschlichen Erinnerns, das Emotion über Ordnung stellt.

      Trotzdem geht in dieser charmanten Kollision von Romantik und Realismus der Blick für das Wesentliche nicht verloren: die bitter-süße Spekulation über die Liebe zwischen den beiden ideal besetzten Jungstars, die weitgehend ohne Nebenfiguren erzählt wird, zurückgenommen in Ton und Tempo und durchsetzt mit einigen originellen, Toms Empfindungen reflektierenden visuellen Einfällen von einer Musicalsequenz bis hin zu Animationen, die die Stadtkulisse von Los Angeles zur grafischen Skizze reduzieren. Und wer auf ein Happy End hofft, bekommt es auch, ohne sicher sein zu können, dass es auch wirklich eines ist. So wie in den Schlussbildern von Mike Nichols‘ Klassiker „Die Reifeprüfung“, die in der Euphorie des Paares auch die sofortige Ernüchterung integrierten. kob.

    News und Stories

    Kommentare