25 Stunden Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

25 Stunden: Starbesetztes, knallhartes Großstadtdrama von Spike Lee über einen Drogendealer, der beschließt, seine Karriere zu beenden.

24 Stunden bleiben Drogendealer Monty Brogan (Edward Norton), bevor er eine siebenjährige Haftstrafe anzutreten hat. In dieser Zeit will er sich mit seinem Vater (Brian Cox) aussöhnen, der mit Hilfe von Montys Drogengeld ein Pub aufziehen konnte. Abschließend möchte Monty mit seinen besten Freunden Frank und Slaugherty noch einmal um die Häuser ziehen. Slaugherty (Barry Pepper) ist ein mit allen Wassern gewaschener Broker geworden, der schüchterne Frank (Philip Seymour Hoffman) hat sich als Lehrer in seine minderjährige Schülerin (Anna Paquin) verliebt. Am Morgen konfrontiert Monty alle mit einer radikalen Überraschung…

Spike Lee

Am Tag bevor sich Drogendealer Monty Brogan der Polizei stellen und eine siebenjährige Gefängnisstrafe antreten will, zieht er ein letztes Mal mit seinen zwei besten Freunden durch die Straßen, Restaurants und Clubs New Yorks und lässt sein Leben in Freiheit Revue passieren. Am nächsten Morgen präsentiert Monty allen eine so unerwartete wie radikale Überraschung.

Drogendealer Monty Brogan muss in exakt 24 Stunden eine siebenjährige Haftstrafe antreten. Der letzte Tag in Freiheit will sinnvoll genutzt sein. Also versucht Brogan, einige Dinge ins Lot zu bringen. Er trifft sich mit seinem Vater, um einen lange schwelenden Streit beizulegen, mit seinen beiden besten Kumpels, dem Wall-Street-Hai Slaughtery und dem scheuen Pauker Frank, um den letzten Spaß für eine lange Zeit zu haben, und auch mit seiner attraktiven Freundin, von der Monty allerdings vermutet, dass sie ihn an die Polizei verraten hat.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Mit seinem besten Film seit seinen großen Tagen mit „Do the Right Thing“, „Mo‘ Better Blues“ und „Malcolm X“ kehrt Spike Lee in den Wettbewerb der Berlinale zurück, die er zuletzt vor zwei Jahren mit „It’s Showtime“ beehrt hatte. Nach dem Roman von David Benioff, der auch das Drehbuch schrieb, erzählt Lee mit Hilfe eines superb aufspielenden Ensembles, allen voran Edward Norton in der Hauptrolle, von den letzten 24 Stunden eines New Yorker Drogendealers vor dem Antritt einer Haftstrafe. Ein New-York-Film im besten Sinne, dessen Leidenschaft, Innovation und Vielschichtigkeit manche kleine Schwäche gerne vergessen lassen.

    „Do the right thing“ war Titel und Devise von Spike Lees bester Arbeit, mit der der wichtigste Filmemacher des New Black Cinema einen filmischen Molotowcocktail in den aufgeheizten amerikanischen Sommer 1989 schleuderte. Das Richtige tun. Darum geht es auch in dem mittlerweile 15. Spielfilm des leidenschaftlichen Filmemachers. Mit Lees unerreichtem Klassiker hat „25 Stunden“ zudem gemein, dass die Protagonisten in einer Spanne von 24 Stunden vor hochdramatische Entscheidungen gestellt werden und gezwungen sind, Verantwortung für deren Konsequenzen und damit auch ihr Leben zu übernehmen. Anders als „Do the Right Thing“ wird diese Reise ans Ende der Nacht nicht von gerechter Wut angefeuert. Lee ist älter geworden und damit auch nachdenklicher und milder. Und doch ist sein neuer Film nicht minder der Versuch, seine Finger genau an den Puls des Big Apple zu legen, der in Rodrigo Prietos („Amores Perros“) beeindruckenden ausgewaschenen Bildern deutlich an den Folgen von 9/11 zu knapsen hat.

    Natürlich ist die allgemeine Unsicherheit und Desorientierung auch ein Sinnbild für den Seelenzustand der Hauptfigur: 24 Stunden noch hat der Drogendealer Monty Brogan, bevor er eine siebenjährige Haftstrafe anzutreten hat. In dieser Zeit will er seinen Frieden schließen mit seinem Vater (souverän: der momentan allgegenwärtige Brian Cox), der mit Hilfe von Montys Drogengeld ein Pub aufziehen konnte, seinen besten Freunden, dem arroganten Wall-Street-Broker Slaughtery (Barry Pepper aus „Der Soldat James Ryan“ mit seiner bisher besten Leistung) und dem schüchternen Lehrer Frank (Philip Seymour Hoffman in einem Part, den er mittlerweile im Schlaf spielen könnte), und seiner bezaubernden Freundin Naturelle (Rosario Dawson), die ihn womöglich an die Polizei verpfiffen hat. Monty räsonniert über sein Leben, verpasste Chancen, falsche Entscheidungen, in einem etwas aufgesetzten Monolog über den Moloch New York, die eigene Loyalität und die Loyalität seiner Freunde, während er mit den Freunden ein letztes Mal um die Häuser zieht. Am vermeintlichen Ende steht ein etwas fragwürdiger Entschluss, der den Film mit einer völlig falschen Note enden lassen würde, wenn Lee im Anschluss nicht noch eine der visionärsten und filmisch aufregendsten Sequenzen seiner Laufbahn gelingen würde. Während der Vater Monty in Richtung Gefängnis fährt, stellt der sich für seinen Sohn eine alternative, eine glücklichere, ehrlichere Zukunft vor, die Lee dem Zuschauer in einer herrlichen Montage vor Augen führt. In diesem Moment besteht kein Zweifel, dass zumindest „25 Stunden“ – trotz bisweilen etwas schleifendem Tempo und einem beengenden Score von Terence Blanchard – „the right thing“ macht. Ob das auch die Figuren des Films tun, muss jeder Zuschauer für sich entscheiden, denn Lee urteilt nicht. Er zeigt – und das mit Passion, Umsicht und viel Liebe auch für die gefallenen Engel seiner Story.ts.

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