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24/7 - TwentyFourSeven

Kinostart: 30.04.1998
Poster

Filmhandlung und Hintergrund

Kleines, dreckiges Milieuporträt mit einem hochmotivierten Bob Hoskins als Boxtrainer und Sozialarbeiter.

In einer englischen Kleinstadt wird die Boxschule des Eigenbrötlers Darcy zum Sammelpunkt der lokalen Jugend. Erstmals bietet sich den arbeits- und perspektivelosen Jugendlichen ein Ziel, für das sich ihr Einsatz lohnt. Doch als Darcys soziales Engagement gerade Früchte zu tragen beginnt, holt ihn seine eigene gewalttätige Vergangenheit ein.

24 Stunden lang, sieben Tage die Woche, übt sich die männliche Jugend einer englischen Kleinstadt in Schlägereien und endloser Langeweile. Bis Alan Darcy den arbeits- und perspektivlosen Kids ein Ziel zu geben versucht. Der Eigenbrötler und unverbesserliche Idealist richtet eine Boxschule ein. Dadurch gelingt es ihm zwar tatsächlich, die Jugendlichen aus ihrer Apathie zu reißen, aber dennoch bewährt sich dieser „Sozialplan“ nur kurze Zeit. Denn bald holt Darcy die eigene gewalttätige Vergangenheit ein…

Kleines, dreckiges Milieuporträt mit einem hochmotivierten Bob Hoskins als Boxtrainer und Sozialarbeiter.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • 24/7 - TwentyFourSeven: Kleines, dreckiges Milieuporträt mit einem hochmotivierten Bob Hoskins als Boxtrainer und Sozialarbeiter.

    24 Stunden, sieben Tage lang übt sich die männliche Jugend einer Kleinstadt in Schlägereien und endloser Langeweile. Bis die Initiative eines Mannes Konturen in ihr trübes Leben bringt. Vertraute erzählerische Muster, die Newcomer Shane Meadows zu einem in Milieu und Atmosphäre reichen, aber etwas handlungsarmen Erstling ausgebaut hat, der nicht zuletzt durch Bob Hoskins‘ Darstellerpreis 1997 bei der Felix-Verleihung für seinen Einsatz in den Programmkinos wirbt.

    Die Wurzeln des jungen Regisseurs liegen im Dokumentarbereich und spiegeln sich auch in seinen Kurzfilmen wider. Meadows bevorzugte Perspektive ist der Blick auf die Außenseiter, Figuren, die auch sein eigenes Leben bereichert haben und im Schwarzweißfilm am farbigsten, authentischsten wirken. Konsequenterweise ist Schwarzweiß in „TwentyFourSeven“ Stilprinzip - Spiegel des deprimierenden farblosen Lebens, das die männliche Jugend einer englischen Kleinstadt in Apathie und Kriminalität zwingt. Meadows Low-Budget-Film beginnt, als für seinen Protagonisten das Ende naht. In einem verrotteten Eisenbahnwagen findet Tim (erstaunliches Debüt: Danny Nussbaum) einen verwahrlosten Tramp, den er kaum noch als den Mann erkennt, der ihn vor fünf Jahren aus dem Dreck gezogen hatte. Meadows erzählt dessen Geschichte und ermöglicht somit eine Einsicht, zu der die wenigsten im realen Leben bereit wären, wenn der Blick zur Seite den leichtesten Ausweg bietet. Mit Leidenschaft für den Sport und Verständnis für die sich in Aggression ein Ventil suchende orientierungslose Jugend hat Alan Darcy (gezähmte Faust, großes Herz, schüchterne Seele: Bob Hoskins) in seinem Box-Club eine Handvoll junger Männer um sich geschart, um sie von der Straße zu holen, ihnen eine Aufgabe zu geben. Eine Zeitlang verirrt sich das Glück auf ihre Seite, darf Darcy sogar von Romantik und weiblicher Zärtlichkeit träumen. Doch Regisseur und Coautor Meadows bleibt Realist, läßt zumindest Hoskins‘ Zukunft von der Vergangenheit sabotieren. Obwohl Boxen (wie auch in Jim Sheridans „Der Boxer“) als Sinnstifter und pädagogische Allzweckwaffe fragwürdig bleibt, vermag „TwentyFourSeven“ über zwei Drittel durch Milieustärke und Authentizität der Figuren zu überzeugen. Dann jedoch geht Englands Antwort auf Frankreichs „Haß“ etwas die Luft aus, weil Meadows den Sport streckt und damit das Leben, vor allem Darcys Fall, verdünnt. kob.
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