2 Kleine Helden

  1. Ø 5
   2002

2 Kleine Helden: Charmanter Kinderfilm aus Schweden über die Freundschaft eines zehnjährigen Fußballfans zu seiner libanesischen Klassenkameradin.

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Filmhandlung und Hintergrund

2 Kleine Helden: Charmanter Kinderfilm aus Schweden über die Freundschaft eines zehnjährigen Fußballfans zu seiner libanesischen Klassenkameradin.

Eigentlich ist der zehnjährige Marcello (Ariel Petsonk) ja Schwede. Doch der italienische Einfluss seiner Familie ist nicht zu übersehen: Sein Vater will aus ihm einen Fußballer machen, seine Mutter würde ihn gerne als Priester sehen. Leider trifft Marcello weder Tor noch Ton, so dass man ihn bald aus Team und Kirchenchor mobbt. In seiner Not wendet sich Marcello direkt an Jesus, und der schickt ihm Fatima (Zamand Hägg). An der Seite seiner neuen, aus dem Libanon stammenden Freundin, die im übrigen verdammt gut Fußball spielt, entdeckt Marcello etwas Neues: Selbstbewusstsein.

Hoch dekoriert mit „Charly“, dem Preis der Kinderjury, sowie dem Kinderpublikumspreis auf den Stuttgarter Kinderfilmtagen kommt diese in Schweden auch kommerziell mächtig erfolgreiche Toleranzbotschaft mit Unterhaltungsfaktor 10 in die deutschen Kinos.

Der zehnjährige Marcello aus einer schwedisch-italienischen Familie ist recht klein, aber hat eine umso größere Klappe, wegen der er reichlich Niederlagen einstecken muss. Für seinen Traum, Profikicker zu werden, wird er von seinen Klassenkameraden gehänselt. Als die selbstbewusste Libanesin Fatima in seine Klasse kommt, findet er eine Freundin – und seine erste große Liebe.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Heldenhaftes Kino aus Schweden: Mit seinem dritten Kinofilm, „2 kleine Helden“, landete Regisseur Ulf Malmros einen Riesenerfolg in seinem Heimatland. Der nicht nur für Kinder inszenierte Kinderfilm verzaubert und berührt durch seine beiden fantastisch aufspielenden Hauptdarsteller und eine Geschichte, die keine Sekunde etwas von ihrer Ehrlichkeit verliert.

    Ein ums andere Mal zeigen die Skandinavier den europäischen Filmemachern, wie man Filme inszeniert. Mit viel Witz, Charme und hohem Unterhaltungspotenzial schafft es Malmros, selbst das erwachsene Publikum für einen Kinderfilm zu begeistern. Die tragikomische Geschichte, eine erfrischende Mixtur aus Wirklichkeit und Surrealität, besticht durch ihre Figuren, die ebenso wie die Erzählweise völlig ungekünstelt sind. In erster Linie geht es um Freundschaft und die Suche nach dem richtigen Platz im Leben. Damit hat der zehnjährige Protagonist Marcello (Ariel Petsonk) zu kämpfen. Er fühlt sich verloren, einsam und schwach: „Ich bin der nutzloseste Mensch auf Erden“. Er ist ein Versager, weil er nicht den Vorstellungen seiner Eltern gerecht wird und in der Schule keinen einzigen Freund findet. Sein italienischer Vater Giuseppe (genial verschroben: Michael Nyqvist) will einen Fußballprofi aus ihm machen, obwohl Marcello nicht einmal den Ball, geschweige denn das Tor trifft. Seine schwedische Mutter Gunilla (Anna Pettersson) würde ihren Jungen am liebsten als Priester sehen und hat ihn deshalb vorsorglich schon mal in den Kirchenchor gesteckt, wo er durch seinen falschen Gesang dem Pfarrer den letzten Nerv raubt. Und dass er von ein paar ziemlich schweren Jungs aus seiner Klasse zum Hassobjekt Nummer Eins erkoren wurde, macht dem schlaksigen Tropf das Leben zusätzlich recht schwer. Erst durch die gleichaltrige und taffe Fatima (Zamand Hägg), die besser Fußball spielt als alle Jungs, gewinnt er Mut und Kraft – und vor allem Selbstvertrauen, das ihm schließlich die Realisierung seines größten Traums ermöglicht.

    Es sind die kleinen Dinge, die berühren, in Ulf Malmros‘ subtil-gewitztem und warmherzigen, nach einem Drehbuch von Schwedens Erfolgsautor Peter Birro inszenierten Heldenabenteuer, das auf diversen Kinderfilmfestivals großen Anklang fand und mit Preisen überschüttet wurde (u.a. den CIFEJ Award auf dem Internationalen Kinderfilmfest Montreal 2003, den Preis der Kinderjury auf den Stuttgarter Kinderfilmtagen 2003 sowie den Kinderfilmpreis der Nordischen Filminstitute auf den nordischen Filmtagen Lübeck 2002). Malmros legt viel Wert auf die Charakterzeichnung, wechselt gekonnt zwischen tragischen, komischen und märchenhaften Momenten und zeigt seine zwei kleinen Helden, die beide ihr überzeugendes Leinwanddebüt feierten, als ganz normale Kids mit Problemen, die viele Gleichaltrige gut nachvollziehen können dürften. Ein Kleinod, dem es zu wünschen ist, im deutschen Kino viele kleine und große Helden zu fesseln und zu bezaubern.bas.

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