Filmhandlung und Hintergrund

Unkonventionelle französische Tragikomödie über drei entscheidende Jahre im Leben dreier junger Menschen, die geprägt sind von den großen Themen des Lebens.

Zwischen zwei Herbsten und drei Wintern erlebt Arman eine Berg- und Talfahrt der Gefühle. Alles beginnt, als er an seinem 33. Geburtstag beschließt, sein Leben komplett zu ändern. Der erste Schritt: Sport. So kommt es beim Joggen zu einem verhängnisvollen Zusammenstoß mit der eigensinnigen Amélie. Es bleibt nicht bei dieser einen Begegnung. Die Ereignisse spitzen sich zu, als Armans Freund Benjamin einen Hirnschlag erleidet. Bei allen drei Menschen sind es ereignisreiche, lebensverändernde drei Jahren, in denen jeder eine entscheidende Rolle für den jeweils anderen einnimmt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Dass Regisseur Sébastien Betbeder ("Die schlafende Stadt") ein Talent für humorvolle Kurzfilme besitzt, merkt man auch seinem zweiten Langfilm "2 Automnes 3 Hivers - 2 Herbste 3 Winter" an. Ursprünglich existierte das Projekt schon als mittelanges Werk, was aber nur dazu dienten sollte, Gelder für eine längere Fassung zu generieren. Im Gegensatz zu manchen verlängerten Kurzfilmen war eine Ausweitung des dünnen Plots problemlos möglich, denn die Geschichte besitzt ohnehin eine geringere Bedeutung. Immer wieder erfolgen Abschweifungen und kleine Nebenhandlungen, die zwar nichts zur Handlung beitragen, aber bestens zum leichten Tonfall passen.

      Denn obwohl Betbeder ein düsteres Gesellschaftsporträt um beinahe tödliche Verletzungen, Hirnschlag und unglückliche Beziehungen entwickelt, beherrscht eine heitere Form das Geschehen. Vor abstraktem Hintergrund sprechen die drei Protagonisten ihre Empfindungen, Gefühle und Gedanken direkt in die Kamera, oder als Off-Kommentar wechseln sich ihre Erzählperspektiven permanent ab. Es gibt Traumsequenzen wie Armans Begegnung mit seinem toten Vater in einem Zwischenreich oder witzige Intermezzi wie seine Reflektionen darüber, warum er im Supermarkt immer an der falschen Kasse landen muss. Eingeteilt wurden die Abschnitte in minutenkurze Kapitel, wobei ab dem Mittelteil ("Winter 2010-11") die Nummerierung wieder rückwärts läuft.

      Diese Methode rund um Fragen zur Macht des Schicksals, der Vorbestimmung und des Zufalls erweist sich als stark literarisch ausgerichtet, angesiedelt zwischen Anekdoten, Monologen und Kommentaren. Das Leben selbst erweist sich eben nicht als gradlinige Erzählung. Dazu fließen kulturelle Diskussionen und Zitate ein, die vom französischsprachigen Autorenkino wie ein Verweis auf Alain Tanners "La Salamandre" über Judd Apatows Komödien bis zu "The Walking Dead" oder Edvard Munch reichen. Betbeder lässt persönliche Vorlieben erkennen, wie man seine Verehrung für Alain Resnais, Wes Anderson oder die "Nouvelle Vague" herauslesen kann.

      In dem verspielten Low Budget-Werk trifft man auch hierzulande einmal Vincent Macaigne, der zurzeit zu den vielbeschäftigten Newcomern gehört, obwohl er mit seinem Dreitagebart, dem langen, schütteren Haar und seinem traurigen Blick nicht gerade dem Heldentypus entspricht. Doch als Zentrum melancholischer Tragikomödien wie "2 Automnes 3 Hivers" zeigt er sich als ideale Besetzung, so wie die romantischen Songs, an einer Stelle von den Charakteren direkt in die Kamera gesungen, perfekt zum schwebenden Tonfall passen.

      Fazit: Die Tragikomödie "2 Automnes 3 Hivers - 2 Herbste 3 Winter" liefert eine charmante, zitatenreiche Ensemble-Film um mehrere nicht immer einfache Beziehungen und Schicksalsschläge.
    2. 2 automnes 3 hivers - 2 Herbste 3 Winter: Unkonventionelle französische Tragikomödie über drei entscheidende Jahre im Leben dreier junger Menschen, die geprägt sind von den großen Themen des Lebens.

      Basierend auf seinem vorab erschienenen, gleichnamigen Kurzfilm hat Regisseur Sébastien Betbeder aus seiner Geschichte nun einen abendfüllenden Langfilm geschaffen, der ein Kaleidoskop von Wendepunkten im Leben dreier junger Menschen zeigt. Die großen Themen des Lebens wie Liebe, Freundschaft und Tod entfalten sich dabei auf ganz besondere, anekdotische Weise, bei der sich die Protagonisten mit ihren Kommentaren regelmäßig direkt an den Zuschauer wenden. Daraus ergibt sich ein eigener Charme, der ein erfrischend anderes Kinoerlebnis garantiert.

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