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Fakten und Hintergründe zum Film "12 Meter ohne Kopf"

Kino.de Redaktion |

12 Meter ohne Kopf Poster

Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen. Klick rein!

Produktion: Die Entstehung

Noch als Studenten an der Filmhochschule erdachten Taddicken und Drehbuchautor Matthias Pacht die „wahre Geschichte über Klaus Störtebeker und Gödeke Michels“. Nachdem die beiden die grobe Story fixiert hatten, boten sie der Hamburger Produktionsfirma Wüste Film das Projekt an. Doch von der ersten Idee bis zum Drehbeginn verging noch viel Zeit. Erst als Taddicken mit „Emmas Glück“ (2006) gleichwohl einen Publikums- und Kritikererfolg landete, war die Zeit reif für „12 Meter ohne Kopf“. Gemeinsam mit dem Verleih und Co-Produzenten Warner Bros. ging man in die Finanzierung, als weiterer Co-Produzent konnte später noch Magnolia Film gewonnen werden.

Einig waren sich alle darüber, die Legende von Störtebeker und Michels komplett anders zu erzählen, als in der Form einer klassischen Heldengeschichte. „Auch wenn wir versucht haben, den Look des Jahres 1401 getreu wiederzugeben, sind doch die Sprache, die Kameraführung und die Musik bewusst modern gehalten. Es ist die Geschichte eines Haufens von Jungs, die von einem alternativen Lebensentwurf träumen. Vergleichbar mit Hausbesetzern oder Rockbands, die mit Anfang 20 glauben, dass das ganze Leben doch auch noch anders ablaufen kann.“, erklärt Regisseur Sven Taddicken die Grundstimmung des Films.

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Nachdem das Drehbuch und die Finanzierung realisiert waren, begannen Taddicken und das Wüste-Produzententeam Björn Vosgerau, Stefan Schubert, Ralph Schwingel und Uwe Kolbe mit der Recherche und logistischen Vorbereitung des Projekts. „Die Herausforderung war, eine sehr moderne Geschichte in einem historischen Setting zu erzählen. Wir gehen sehr frei mit der Legende von Störtebeker um. Da man nicht viel über ihn weiß, haben wir fröhlich dazuerfunden. Viele Charaktere und Figuren, die im Film auftauchen, sind wiederum geschichtlich belegt. Wir nehmen sozusagen das moderne Material und setzen es mit viel Witz wieder mit dem historischen Material zusammen“, berichtet Björn Vosgerau.

Für alle Beteiligten steht fest, dass mit der Verfilmung von „12 Meter ohne Kopf“ ein Kindheitstraum wahr wurde. Ronald Zehrfeld erinnert sich mit Freude an die anstrengenden Dreharbeiten: „Wenn man an einen Drehort kommt, an dem wochenlang schon Hunderte Leute die Kulissen aufbauen und an real existierenden Schiffen arbeiten, fragt man sich unweigerlich, ob das alles wahr sein kann. Matthias und ich haben in den ersten Tagen Sven immer wieder gefragt, ob das alles echt ist!“ Auch Matthias Schweighöfer ist begeistert von der Chance in einen Piratenfilm mitzuwirken: „Auch wenn das Thema von Johnny Depp schon überragend besetzt ist, bekommt man im Leben nur einmal die Möglichkeit einen Piraten zu spielen.“ Und auch Regisseur Taddicken gibt zu, dass er sich – trotz der teils strapaziösen Arbeit an dem ambitionierten Projekt – immer daran festhielt, tatsächlich einen Traum wahr werden zu lassen: „Irgendwann, wenn ich die alten Bilder anschaue, werde ich bestimmt denken ‚Wow, ich habe einen Piratenfilm gemacht!’“

Produktion: Die Besetzung

Großen Wert legten Regisseur und Drehbuchautor auf den Aspekt der Freundschaft zwischen Störtebeker und Michels. „Es ist die Geschichte eines Helden, der zu zweifeln beginnt“, so Taddicken. „Ein Held, der sich verliebt und plötzlich Angst vor den Dingen bekommt, die früher Alltag für ihn waren. Reflektiert wird das anhand seines besten Freundes Gödeke Michels, der mit ganzem Herz Pirat sein will.“

Um diesen Konflikt glaubwürdig und mit der richtigen Balance darzustellen, bedurfte es zweier außergewöhnlicher Schauspieler. Nach einem kurzen Casting standen die beiden Hauptdarsteller fest. Newcomer Ronald Zehrfeld spielt Klaus Störtebeker. Kinostar Matthias Schweighöfer mimt seinen Freund Gödeke Michels. Für Zehrfeld, der bislang hauptsächlich auf deutschen Bühnen zu sehen war, ist die Rolle wie auf den Leib geschnitten. Nach dem Fernseh-Mehrteiler „Wir sind das Volk“, dem TV-Film „Der russische Geliebte“ an der Seite von Iris Berben, und Dominik Grafs Kinofilm „Der Rote Kakadu“ ist „12 Meter ohne Kopf“ nun seine erste Hauptrolle. Für seinen Regisseur war die Entdeckung von Zehrfeld der Beginn einer Traumbesetzung: „Nachdem ich Ronald in ‚Der Rote Kakadu’ gesehen hatte, hatte ich direkt das Gefühl, dass er einer ist, der automatisch als Held oder Haudegen daherkommt. Er kann wunderbar die gebrochenen Momente des ‚Helden in der Krise’ verkörpern.“ Zehrfeld selbst hat sich mit seiner Rolle intensiv beschäftigt: „Es war hart sich auf Klaus vorzubereiten, denn keiner weiß wie er war und wie er aussah. Ich finde es aber spannend, dass Störtebeker und Michels erst zusammen eine Figur ergeben. Wie zwei menschliche Seiten, die ohne einander nicht auskommen. Das macht den Reiz des Miteinanderspielens aus. So kann man in der Rolle des anderen suchen, was man selbst nicht hat.“

Matthias Schweighöfer wirft sich mit gewohnter Energie voll in seine Rolle als Gödeke Michels. Ihn reizte die körperliche Herausforderung und das großartige Piratenensemble: „Es ist schon die Erfüllung eines Traums an Bord eines Piratenschiffes zu stehen und alles kaputt zu hauen, was einem in den Weg kommt. Und das gemeinsam mit so tollen Typen wie Ronny Zehrfeld, Oliver Bröcker oder Hinnerk Schönemann tun zu können ist natürlich noch besser!“

Die Crew der „Makrele“ besteht aus einigen der besten deutschen Jungstars. Hinnerk Schönemann, bekannt aus vielen TV-Filmen und Kino-Erfolgen wie „Das Leben der Anderen“ und „NVA“, gibt als leicht cholerischer Keule eine Gala-Performance. Oliver Bröcker sorgt mit seiner Rolle als nachdenklicher Lupe für ruhigere Töne und Sascha Reimann, besser bekannt als Rapper Ferris MC, kann als Steuermann Beule nach seiner Rolle in Dominik Redings „Für den unbekannten Hund“ erneut mit seinem schauspielerischen Talent überzeugen. An Land spielen Stars wie Jana Pallaske („Männerherzen“) als Okka sowie Alexander Scheer („Sonnenallee“) und Milan Peschel („Free Rainer - Dein Fernseher lügt“) als die Kopfgeldjäger Lange und Schocke, Devid Striesow („Kalt ist der Abendhauch“) als Simon von Utrecht und Franziska Wulf in ihrem Kinodebüt als Störtebekers Geliebte Bille. In Gastauftritten sind Schauspieler und Regisseur Detlev Buck („Hände weg von Missisipi“) als humorloser Waffenhändler, die norddeutsche Musik-Legende Achim Reichel als Henker Rosenfeld und TV-Star Simon Gosejohann als Okkas Verlobter Fokko Johannsen zu sehen.

Jana Pallaske fühlte sich in dem wilden Männergeschwader sichtlich wohl: „Es sind alles so schräge und liebevolle Charaktere mit soviel Charme und Leben, dass ich es kaum erwarten kann zu sehen, wie der fertige Film aussehen wird“, schwärmt die vielbeschäftigte Schauspielerin von den Dreharbeiten. Für Franziska Wulf war der Dreh mindestens genauso spannend wie die Filmhandlung: „Ich komme aus dem Staunen nicht heraus. Wenn hier im Drehbuch eine Szene am Meer steht, dann spielt die tatsächlich am Meer. Am Theater spielen wir ja die meiste Zeit gegen schwarze Wände!“ Schwindlig wurde der Newcomerin auch, als sie die Besetzungsliste sah. „Viele der Kollegen kannte ich selbst nur aus Filmen. Ich hatte keine Ahnung, wie die auf mich reagieren würden, aber alle waren sehr nett!“

Sascha Reimann, der seine Solo-Karriere als Ferris MC beendet hat, hofft mit seiner Rolle erneut eine Visitenkarte für künftige Projekte abliefern zu können. „Sven Taddicken hatte mich in meiner Rolle als Wandergeselle in ‚Für den unbekannten Hund’ gesehen und daraufhin gecastet“, berichtet Reimann, der seit Anfang 2008 auch festes Mitglied der HipHop-Band Deichkind ist.

Produktion: Die Dreharbeiten

Um den Look von „12 Meter ohne Kopf“ so authentisch wie möglich zu halten, entschied sich Sven Taddicken schon früh, so viel wie möglich auf kostspielige Spezialeffekte zu verzichten. Stattdessen schickte er Cast und Crew auf einen wochenlangen Dreh auf hoher See. Trotz widriger Umstände hatte das Team aber Glück mit dem Wetter und konnte den Film planmäßig abdrehen. Mit der Entscheidung, den Film größtenteils im stillgelegten Marinehafen Port Olpenitz in Schleswig Holstein zu drehen, nahm die Produktion zusätzlich Fahrt auf. Von hier aus konnten nicht nur die Schiffe ablegen, sondern auch die dort leerstehenden Hallen für Kostüme, Requisiten und Kulissen genutzt werden.

Neben den Schauspielern spielen drei Original-Nachbauten von alten Hanse-Koggen tragende Rollen in „12 Meter ohne Kopf“. Diese liebevoll von Liebhabervereinen restaurierten Schiffe dienen aber nicht nur als statische Kulissen, sondern waren für die Zeit des Drehs auch das zweite Zuhause des Teams. „Im Studio hätten wir immer gegen die Künstlichkeit angekämpft. So zeigen wir die Realität wie sie ist und das tut dem Film sehr gut“, begründet Sven Taddicken seine Entscheidung für die bekanntermaßen risikoreiche Arbeit auf dem Meer. Störtebeker-Darsteller Ronald Zehrfeld bringt es auf den Punkt: „Die Haare flattern im Wind, die Wellen peitschen. Das macht den Unterschied!“

Für das Set-Design konnte Taddicken erneut den bekannten Film-Architekten Peter Menne verpflichten, mit dem er bereits bei „Emmas Glück“ zusammengearbeitet hat. Weitere Arbeiten von Menne sind u.a. „Dear Wendy“ von Thomas Vinterberg und „Tannöd“ von Bettina Oberli. Mit der hervorragenden Kamerafrau Daniela Knapp konnte Taddicken noch eine Wegbegleiterin gewinnen, die schon seine Filme „Mein Bruder der Vampir“ und „Emmas Glück“ fotografierte. „Die fetten Jahre sind vorbei“ von Hans Weingartner und „Bin ich sexy“ von Kathinka Feistl zählen zu weiteren Arbeiten von Daniela Knapp. Die erstaunlichen Mengen an originalgetreuen mittelalterlichen Kostümen wurden von der Kostümbildnerin Nicole Fischnaller zum Teil in der ganzen Welt gesucht. Fischnaller zeichnete bereits für die Kostüme von u.a. „Die Fälscher“ und „Mein Führer – Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler“ verantwortlich.

Weitere Drehorte von „12 Meter ohne Kopf“ waren u.a. Stralsund und das dänische Nyköbing, wo Störtebekers Heimathafen Marienhafe entstand. Gedreht wurde vom 09. September bis 19. November 2008.

Interview mit Regisseur Sven Taddicken

Was hat Dich nach „Emmas Glück“ an der Story von „12 Meter ohne Kopf“ gereizt?

Das ganze Piratengenre bietet eine solche Fülle von Material und Möglichkeiten, um damit etwas zu erzählen. Es ist wie eine Parabel auf Freundschaft. Man stellt sich Fragen über die Grundausrichtung des Lebens. Willst Du immer Freibeuter sein oder auch mal sprichwörtlich ‚festen Boden unter den Füßen haben’? Mich reizte, mit all dem spielen zu können und das Genre zu nutzen, um eine eigentlich ganz direkte Geschichte zu erzählen.

 

Man weiß kaum etwas historisch Belegtes über Störtebeker. Wie hast Du Dich ihm genähert, bzw. was hat Dich an ihm interessiert?

Der Grundgedanke des Films war, den Mythos Störtebeker zu brechen. Es gibt genug Legenden über diesen starken Kerl, der Ketten sprengen konnte. Ich fand es verlockend, ihn als Mensch zu zeigen. Er war bestimmt ein guter Seemann und Navigator, aber sonst hat er auch nur mit Wasser gekocht! Die ganzen Legenden, die sich um ihn ranken, sind bestimmt alle am Lagerfeuer entstanden. Es war also schön diesen Mythos auf den Teppich zu holen und zu einem normalen Menschen zu machen. Wir gehen dann noch ein Stück weiter und fragen, was eigentlich geworden wäre, wenn dieser Typ sich auch noch verliebt und von einem gesitteten Leben an Land mit Bauernhof geträumt hätte.

 

Hast Du Deine Vorstellung des Films mit anderen Piratenfilm-Klassikern abgeglichen?

Wir hatten ja bereits 2002 die Idee des Filmes fixiert. Also noch bevor Disney mit den „Fluch der Karibik“-Filmen in die Kinos kam. Auch wenn die Trilogie dann vor unserem Film startete, haben diese Filme doch die Tür für das Genre geöffnet. Der TV-Zweiteiler über Störtebeker von 2004 hatte einen ganz anderen Ansatz. Ich wollte eben nicht ein Biopic über Störtebeker machen bzw. ihn als historische Figur beleuchten, sondern ich wollte um ihn herum einen norddeutschen Piratenfilm machen, der Spaß macht.

Obwohl der Film eben mit moderner Musik und moderner Sprache arbeitet, habe ich immer nach einer Ehrlichkeit in der Darstellung gesucht. Weniger, wie es genau im Mittelalter war - ich war ja nicht dabei. Sondern wie es sich aus heutiger Sicht angefühlt haben könnte. Der Film bleibt nah an den Figuren und ihren Sehnsüchten. Und die waren sicher nicht viel anders als heute. Außerdem sollte die Nord- und Ostseeküste ja neben Fluch der Karibik jetzt ihren eigenen Piratenfilm bekommen. Und da ist es auch am besten auf Ehrlichkeit zu setzten. Es eben auch mal regnen zu lassen oder eine ostfriesische Spelunke in ihrem spröden Charme zu belassen.

 Warum hast Du Dich entschieden, den Look des Films eher „echt“ und „ehrlich“ zu halten, anstatt auf Special Effects zu setzen?

Ich wollte bei meinem Piratenfilm einen eigenen Weg gehen und nichts kopieren. Da habe ich die Chance gesehen, die damalige Zeit so darzustellen, wie es gewesen sein könnte. Trotz der Verfremdung, dem Film einen modernen Ton zu geben, habe ich versucht, eine gewisse Ehrlichkeit zu finden. Nicht unbedingt in der Genauigkeit, sondern eher in dem „wie es gewesen sein könnte“. Ich fand es inspirierend, auf dieser Basis eine norddeutsche Piratengeschichte zu erzählen.

 

Welcher Aspekt der Geschichte hat Dich am meisten angesprochen?

Der Aspekt der Freundschaft sticht hervor. Wenn man nach dem Verlassen des Kinos das Gefühl hat, mal wieder einen alten Freund anzurufen, ist das nicht verkehrt. Es wäre aber auch schön, wenn der Zuschauer am Ende mitnimmt, dass man beide gegensätzlichen Seiten in sich bejahen kann. Es gibt den Gödeke, der das Leben als ein einziges großes Abenteuer voller Freiheit und Unabhängigkeit sieht – und es gibt Klaus, der sich nach Liebe und Geborgenheit sehnt. Leider gehen diese beiden Wege nicht zusammen, aber das ist nicht schlimm.

  

Was war die größte Herausforderung beim Erzählen der Geschichte?

Uns war wichtig, dass die Szenen an Deck glaubhaft aussehen. Es wäre der falsche Weg gewesen diese Szenen im Studio zu drehen, da uns nie etwas Verspieltes oder Märchenhaftes vorschwebte. An die einfachste und authentischste aller Lösungen haben wir uns lange nicht getraut. Und die war: wir gehen auf ein Schiff, fahren auf das offene Meer, drehen und fahren abends wieder zurück in den Hafen. Gut, dass wir es getan haben, denn eben diese Authentizität merkt man dem Film, den Schauspielern und ihren Leistungen nun auch an.

 

Ronald Zehrfeld ist als Klaus Störtebeker eine echte Entdeckung. Was hat Dich überzeugt ihn zu casten?

Man hat von Störtebeker ja das feste Bild eines echten Kerls. Da war es wichtig, mit Ronny zunächst einen Darsteller zu haben, der das auch verkörpert. Aber im Casting hat uns Ronny dann die weichen und unsicheren Seiten der Figur gezeigt. Das hat mich sehr angesprochen und angerührt, dass der Mann, der noch ohne Kopf an seinen Leuten vorbeigelaufen sein soll, auch verzweifelt ist. Das hat Ronny sehr glaubwürdig gespielt, so dass ich wirklich dankbar war, ihn dabei zu haben.

 

Matthias Schweighöfer spielt den Gödeke Michels furios. Wie hast Du ihn auf seine Rolle eingestimmt?

Matthias hat die Idee und das Drehbuch geliebt. Der Gedanke einen Piraten zu spielen hat ihm von Anfang an gefallen. Er hat auch sofort verstanden, um was es bei Gödeke Michels geht, denn seine Figur ist ja jemand, der von der Energie und Sehnsucht getrieben ist, unbedingt etwas zu sein. Dabei kennt er keine Schmerzgrenze. Wir haben beim Schreiben an Leute wie Kurt Cobain oder Sid Vicious gedacht, die auch mit Leib und Seele ihren Weg gegangen sind. Diese Unterschiede zwischen den beiden Persönlichkeiten hat das Zusammenspiel zwischen Ronny und Matthias auch so spannend gemacht. Letztlich zeigen Klaus und Gödeke beide Seiten, die ein Mensch in sich trägt.

Ihr habt mit Nachbauten von Original-Koggen auf See gearbeitet?

Das war ein großes Geschenk, dass es diese Nachbauten in Deutschland gibt. Die Koggen wurden zwar noch mal auf Mittelalter umgeschminkt, waren dann aber voll einsatzfähig. Die echten Inhaber der Koggen waren dann für die Drehzeit auch unsere Navigatoren, durften aber auch als Piraten verkleidet mitspielen.

War der Dreh eines Piratenfilms die Erfüllung eines Kindheitstraums?

Ich habe selten eine solche Energie am Set gespürt. Wirklich alle, ob vor oder hinter der Kamera, haben sich wahnsinnig darauf gefreut, diesen Film zu machen. Als wir die ersten Proben in Kostümen gemacht haben, musste ich die Schauspieler wirklich im Zaum halten. Ich war dann eher der Herbergsvater, der alle Bausteine zusammensetzt. Die Erfüllung eines Kindheitstraums war es in dem Sinne also nicht. Ich mag eher archaische Motive, die einen mit seinen Sehnsüchten und Ängsten tief treffen. Das hat sich bei „Emmas Glück“ gezeigt und tut es jetzt bei „12 Meter ohne Kopf“ wieder.

In einer Szene isst Störtebeker aus Verzweiflung eine Spinne. Um Ronny seinen Job leichter zu machen, hast Du aus Solidarität auch eine verspeist. Wie hat's geschmeckt?

Wir hatten beim Schreiben den tollen Einfall, dass sich Klaus Störtebeker auch mal von Spinnen ernährt muss. Ich hab dann Ronny versucht, die Idee näher zu bringen. Nach Rücksprache mit dem Tiertrainer hab ich mich dann spontan für die schöne, fette Nordeuropäische Stallspinne entschieden. Ronny war nicht wirklich begeistert, aber um ihn dann endgültig zu überzeugen, hab ich selbst eine gegessen … und runtergeschluckt!

Interview mit den Produzenten

Was hat Euch an dem Konzept von Sven Taddicken und Drehbuchautor Matthias Pacht ursprünglich gereizt?

Es gab immer den „Masterplan“ mit Sven Taddicken als Regisseur zuerst „Emmas Glück“ zu machen und dann „12 Meter ohne Kopf“. Sowohl Ralph Schwingel als auch Stefan Schubert sind sofort auf Sven Taddickens und Matthias Pachts Störtebeker-Idee angesprungen. Uns ging es ebenso, als wir zu dem Projekt dazu kamen. Der Reiz war von Anfang an, mit der Legende des Störtebeker zu spielen. Viele sind schon daran gescheitert, den Mythos zu entschlüsseln. Das wollten wir aber auch gar nicht. Spannend ist die Mischung zwischen historischer Detailtreue und der Freiheit der Form.

Was kennzeichnet den Regie-Stil von Sven Taddicken?

Er denkt sehr visuell und hat auch den Mut zu ausgefallenen Ideen. Als wir das erste Mal Svens Film „Mein Bruder der Vampir“ sahen, waren wir doch recht beeindruckt, weil der Film komplett undeutsch und voller Einfallsreichtum und Skurrilität war. Da zeichnete sich seine Handschrift deutlich ab und hat sich bis heute durchgesetzt. Als Erzähler gelingt es ihm hervorragend, Emotion und Humor zu verbinden. Das war besonders bei „12 Meter ohne Kopf“ eine besondere Herausforderung, denn bei jeder Ironie nimmt der Film die Freundschaft zwischen Klaus und Gödeke sehr ernst. Es musste eine gute Balance geben, damit der Film nicht zu düster oder zu albern wurde. Auch bei „Emmas Glück“ gibt es trotz der Tragik und Dramatik viele leichte Momente. Sven macht wirklich Filme mit Herz und das ist ihm erneut gelungen.

Welches Motiv hat Euch an dem Film am meisten angesprochen?

Der Ton des Films ist die eine Sache, aber das Wichtigste ist die Freundschaft, wobei die Betonung nicht mal auf „Männerfreundschaft“ liegt. Es prallen ja Lebensentwürfe aufeinander, aber es entscheidet sich nicht und es wird nicht bewertet, welcher Weg der Richtige ist. Das ist zeitlos und auch heute sehr aktuell. Deshalb sind die Charaktere auch so modern angelegt. Klar ist Michels die schillernde Figur, aber man gönnt Störtebeker auch sein Glück. Der Film geht auch sehr unkonventionell mit Heldentum um. Es gibt nicht den klassischen Helden, der zwar ab und zu Probleme bewältigen muss, aber am Ende gewinnt. Für unseren Störtebeker, der sich zwischen Lebensglück und Freundschaft entscheiden muss, ist die Lage verzwickter …

Was galt es bei der Locationsuche zu beachten?

Wir haben schon sehr schnell begonnen uns zu fragen: Wie wollen wir das alles bewerkstelligen? Nachdem wir entschieden hatten, alles mit echten Schiffen ohne Green Screen zu drehen, war es unerlässlich, erstmal die Koggen zu finden. Das Drehbuch musste dann an diese Bedingungen angepasst werden, da einige Dinge sonst nicht geklappt hätten. Aber als wir dann die Schiffe gefunden hatten, konnte es losgehen. Wir hatten drei Schiffe, die Wissemara, unser Haupt-Piraten-Schiff, das als die abgewrackte „Makrele“ diente, die Kieler Hansekogge und die „Lisa von Lübeck“, auf der die Kopfgeldjäger Lange und Schocke segeln.

Störtebekers Heimathafen Marienhafe haben wir im dänischen Mittelalter-Museumsdorf Nyköbing gefunden, der auch einen Hafenanschluss hat. Für das schleswig-holsteinische Port Olpenitz haben wir uns entschieden, da wir von dort aus direkt auf See fahren und noch dazu die leerstehenden Hallen nutzen konnten. Vom Aufwand her ist es unser bisher größtes Projekt geworden, wobei wir von den Umständen und den Wetterverhältnissen her sogar großes Glück gehabt haben.

Was macht Ronald Zehrfeld und Matthias Schweighöfer zur Idealbesetzung?

Wir zeigen den Störtebeker in seiner ganzen Pracht, wie man ihn sich vorstellt, nur ganz kurz im Film. Im Verlauf wird er immer menschlicher. Deshalb war es ebenso schwierig und wichtig jemanden zu finden, der diese Präsenz mitbringt, dass man ihm sofort abnimmt, ein Schiff und die Piraten führen zu können. Auf Ronny sind wir aufgrund eben dieser Fähigkeiten dann sehr schnell gekommen und wenn er nicht zugesagt hätte, hätte es keine Alternativen zu ihm gegeben.

Es war sehr wichtig, dass die beiden gut miteinander funktionieren. Sven hatte die Idee Matthias Schweighöfer als Gödeke Michels zu besetzen. Natürlich kommt einem Matthias immer für eine Hauptrolle in den Sinn, weil er ein Star ist. Aber für den Störtebeker passte es vom Typ her nicht. Matthias hat ein extrem gutes Gespür für die Tonlage des Filmes. Wir haben schon beim Casting über seine Leistung gestaunt, diese diversen Gefühlslagen perfekt spielen zu können – von urkomisch bis tieftraurig. Er hat in „12 Meter ohne Kopf“ eine tragische Rolle mit einer großen Fallhöhe, aber eben auch viele lustige Momente, die er perfekt bedient!

Der Film ist bis in die letzte Nebenrolle hochkarätig besetzt. Wie schafft man das?

Alle hatten Lust auf das Abenteuer und konnten das Angebot in einem Mittelalter-Piratenfilm mitzuspielen nicht ablehnen. Einige Schauspieler, wie Hinnerk Schönemann, hatten bereits mit Sven an anderen Projekten gearbeitet. Viele andere wollten aber auch gern mit Sven arbeiten, weil sie ihn seit „Mein Bruder der Vampir“ und „Emmas Glück“ kannten und schätzten. Detlev Buck konnte trotz der Vorbereitungen für seinen neuen Film „Same Same But Different“ eine kleine Rolle übernehmen. Was die Rollen der Piraten angeht, muss man das Engagement doppelt loben, da sie über 20 Drehtage bei Nässe und Kälte ohne Murren an Deck gearbeitet haben. Genau wie unsere Komparsen übrigens, denen ebenso unser großer Dank gebührt!

Was für ein Publikum habt Ihr für „12 Meter ohne Kopf“ im Auge?

Das Interesse an der Figur Störtebeker ist gerade in Norddeutschland groß, aber wir müssen die Traditionalisten schonend darauf vorbereiten, dass unsere Geschichte eine etwas andere ist. Wir machen unser eigenes Ding! Wir bedienen nicht die üblichen Klischees und wollen auch keine falschen Erwartungen wecken. Aber man muss sicher nicht Störtebeker kennen, um den Film zu verstehen und zu mögen. Der Film rockt, macht Spaß und geht ans Herz. Die attraktiven Hauptdarsteller und die Emotionalität der Geschichte sprechen sicherlich viele Frauen an. Altersmäßig denken wir durchaus an junge Leute und Studenten, aber aufgrund der augenzwinkernd gestellten, aber doch ernstgemeinten Frage nach dem richtigen Lebensentwurf auch an ein erwachsenes Publikum, das Lust auf Wohlfühlkino mit Tiefgang hat.

Ist für Euch als Produzenten mit dem Film ein Kindheitstraum wahr geworden?

Eine Verfilmung von Störtebeker war kein wirklicher Kindheitstraum, aber für uns als Norddeutsche war das Thema immer ein großartiger Stoff. Wir wären aber nie auf die Idee gekommen Störtebeker so respektlos und modern zu verfilmen, dass es rockt! Erst als wir das Drehbuch lasen und diesen konkreten Plan entwickelten, wurde es eine ganz spannende Sache.

Was wird Euch von den Dreharbeiten am meisten in Erinnerung bleiben?

Neben dem wochenlangen Stress und dem Druck bleiben am meisten der Zusammenhalt und der Spirit in Erinnerung, der das gesamte Team vorangetragen hat. Wir hoffen mit diesem Film einige unvergessliche Szenen geschaffen zu haben. Die Szene mit der Spinne gehört übrigens auch dazu …

Interview mit Ronald Zehrfeld als Klaus Stör

Was wusstest Du über Klaus Störtebeker?

Durch die Geschichten, die mir als Kind erzählt wurden, stellte ich ihn mir wie einen Robin Hood der Meere vor. Natürlich hat sich mir damals auch das Bild des geköpften Störtebeker eingebrannt: Er hat es an so vielen vorbei geschafft, dass, so sagt es die Sage, jemand ihm einen Knüppel vor die Füße warf, damit das Urteil nicht ad absurdum geführt wurde. Der Name Störtebeker kam vom Ausdruck „Stürz den Becher“. Und der Name war wohl Programm!

 

Svens Idee war, dass die Piraten wie Hausbesetzer oder Rockstars wirken sollten. Wie hast Du die Rolle empfunden?

Ja, Klaus Störtebeker und Gödeke Michels waren für mich die Rockstars ihrer Zeit: unnahbar, furchtlos, von Groupies umringt, als Helden gefeiert. Der Vergleich mit Hausbesetzern passt auch gut, weil auch sie sich nicht ins System eingliedern lassen wollen, mit eigenem uneingeschränktem freien Willen und dem Bewusstsein, einen hohen Preis dafür zahlen zu müssen.

 

Du hast Klaus und Gödeke als eine Person beschrieben. Kannst Du das erklären?

Die beiden haben ein Herz und eine Seele, aber zwei Körper. Was der eine nicht hat, hat der andere. Beide verstehen sich blind, wissen, was der andere meint. Sie sind Seelenverwandte. Wie zwei menschliche Seiten, die ohne einander nicht auskommen. Das macht den Reiz des Miteinanderspielens aus. So kann man als Schauspieler in der Rolle des anderen suchen, was man selbst nicht hat

  

Wie war es mit Matthias Schweighöfer an Deiner Seite zu arbeiten?

Es gibt eine Szene im Drehbuch, wo Gödeke Klaus den Zeh ablutschen muss. Beim Lesen wurde mir schon Angst und Bange, aber beim Dreh haben wir dann Tränen gelacht. Die Energie zwischen uns stimmt einfach. Wir haben uns die Bälle zugespielt. Es ist toll, einen Partner zu haben, mit dem es jeden Tag Spaß macht zu arbeiten,  und  wir haben von einander viel gelernt. Es war eine große Bereicherung. Ich könnte ihn jeden Tag knuddeln.

 

Störtebeker wird im Film nur kurz als der starke Held gezeigt, den man kennt. Wie hast Du es empfunden, seine weiche Seite zu spielen?

Man kann ein Held sein, weiche Seiten haben und auch Schwäche zeigen. Vielleicht macht genau das eine Figur zum Helden. Was geht in Klaus vor, wenn er seine Rüstung ablegt und schutzlos im Nachthemd in seiner Hängematte liegt? Meine Vorstellung von ihm begann genau dort.

Die Herausforderung war, den Wandel und den Konflikt der Figur zu verinnerlichen und seinen Seelenverwandten Gödeke, daran teilhaben zu lassen. Und natürlich die Liebe, die plötzlich in sein Leben tritt. Ein Gefühl, das er bis dahin so nicht kannte, dass eine Sehnsucht nach einem anderen Lebenskonzept in ihm auslöst. Nach Werten wie Familie, Kindern und klaren Verhältnissen. Und Klaus mittendrin zwischen der Entscheidung: Freiheit oder Liebe?

 

Hast Du die Zeit auf See genossen oder war der Dreh sehr anstrengend?

 

Natürlich habe ich die Zeit auf See mit dem ganzen Team sehr genossen. Nun bin ich wieder Landratte und vermisse ich meine Jungs und Mädels.  Und wäre der Dreh nicht anstrengend gewesen, wäre was falsch gelaufen.

Was für eine Freundschaft haben Klaus und Gödeke?

Es ist die Freundschaft fürs Leben. Bis in den Tod und darüber hinaus.

 

Haben Dir die Kampfszenen Spaß gemacht? Hast Du trainiert?

Was für eine Frage…. Ich bin ein Kerl, natürlich machen mir Kampfszenen Spaß. Es ist wie ein Kindertraum, der sich erfüllt. Und Training ist Pflicht und macht Spaß. Matthias und ich hatten sehr gute Lehrer in der genialen Stunt-Crew.

 

Hast Du Dich für die Rolle an etwas oder jemandem orientiert?

 

Meine Phantasie hat mich geleitet und gelenkt. Der Humus meiner Phantasie ist natürlich gespeist aus Geschichten, Filmen, Menschen, Lebenserfahrung etc.

 

Wie würdest Du Svens Stil zu arbeiten beschreiben?

Mir ist sofort aufgefallen, dass er gute Antennen hat. Er ist ein Regisseur, der sehr feinfühlig, ruhig und bescheiden ist. Er ist aufmerksam, ein toller Beobachter und hat uns Sicherheit und Vertrauen geschenkt, was uns ermöglicht hat, ihm verschiedenste Angebote machen zu können. Er hat auch die nötige Geduld, zu warten, bis er das im Kasten hat, was seiner Vision entspricht.

  

Was bleibt Dir von den Dreharbeiten am intensivsten in Erinnerung?

Das innige Gefühl, dass mich mit dem ganzen Team und dem Film verbindet. Alle Gewerke – Regie, Kamera, Schauspieler, Licht, Ton, Ausstattung, Maske,  Requisite, Produktion und Verleih waren mit ganzem Herzen, mit allen Sinnen und voller Energie dabei. Nicht zu vergessen: Auch die (Wetter)Götter waren uns wohl gesonnen….

 

Wie hat die Spinne geschmeckt …?

…anderes Thema…

Interview mit Matthias Schweighöfer als G&ou

Alle Beteiligten sagen, Du hättest sofort den Ton der Story verinnerlicht. Was hat Dich direkt angesprochen?

Es war eine dankbare Rolle, weil Gödeke so eine Entwicklung durchmacht. Vom freiheitsliebenden Piraten zum Choleriker. Ich liebe so etwas spielen zu können.

Außer Legenden weiß man kaum etwas historisch Belegtes über Michels. Wie hast Du Dich ihm genähert, bzw. was hat Dich an ihm interessiert/fasziniert?

Erstmal hat Matthias Pacht ein gutes Buch geschrieben, dass schon sehr modern wirkt. Also musste man sich dem Buch nur noch mit diesem Freiheitsgefühl nähern. Meine Figur ist ja jemand, der alle Dinge, die er nicht haben kann, mit der Piraterie kompensieren kann. Und alles was er macht, stammt aus seiner Sehnsucht nach Anerkennung. Verpackt ist diese ganze Geschichte in ein tolles Bühnenbild und Kostüme. Da hat man genug in der Hand, mit dem man arbeiten kann.

Sven sagt, Deine Rolle wäre inspiriert von Rockstars wie Kurt Cobain und Sid Vicious gewesen, die kurz und intensiv gelebt haben. Hast Du Dich daran orientiert?

Das war eine eher eine Beigabe. Rockstars scheißen erstmal auf alles und reflektieren erst im Alter. Gödeke macht sich um nichts Gedanken, bzw. verwirft diese sofort wieder, wenn er welche hat. Der haut erstmal in die Fresse und fragt dann übermorgen warum. Rockstars sind so Leute, die erst nur nach vorne gehen und alles mitziehen. Erst später realisiert man, wer man wirklich ist.

Hast Du Deine Vorstellung des Films mit anderen Film/Piratenfilm-Klassikern abgeglichen?

Das habe ich bewusst nicht gemacht, worauf ich ganz stolz bin. Hollywood macht mit seinen Mitteln bombastische Piratenfilme, aber ich finde es großartig, dass Sven einen deutschen und ganz eigenen Piratenfilm gemacht hat.

Störtebeker und Michels Geschichte ist universell. Was können heutige Thirty-Somethings daraus ziehen?

Dass man sich irgendwann von der Kindheit und einer gewissen Jugendlichkeit verabschieden und lernen muss, dass Familie und Erwachsensein auch etwas Besonderes ist. Dafür stehen die beiden. Auf der einen Seite Freiheit und Verantwortungslosigkeit auf der anderen Zukunft und Familie.

Ronald Zehrfeld ist als Klaus Störtebeker eine echte Entdeckung. Wie war es mit ihm zu arbeiten?

Er war einfach Klaus Störtebeker. Ronny ist ein Super-Typ und ein toller Schauspieler. Er hat ein großes Herz, ein tolles Timing und setzte sich immer für seine Figur ein . Er konnte auch seine komödiantische Seite zeigen. Für mich ist er ein guter Held. In der Hülle dieses großen Bären steckt ein unsicheres Herz.

Kanntest Du schon „Emmas Glück“ und was hat Dich daran gereizt?

Ich kannte beide Filme von Sven und hatte mich gefreut mit ihm zu arbeiten, weil ich seine Methode sehr konsequent finde. Ich war deshalb sehr gespannt wie Sven das Thema Freundschaft, Familie und Liebe verpackt in eine Piratengeschichte, angeht. Es hat wirklich Spaß gemacht mit Sven, weil er wirklich oft keinen Millimeter von seiner Vorstellung einer Szene abweicht. Da kennt er keine Gnade …

Wie war es 20 Drehtage lang mit den anderen Jungs auf See zu sein?

Es war unvergesslich. Auch wenn man keinen Rückzugspunkt für sich hatte, war es eine tolle Erfahrung. Wenn man abends nach Drehschluss beim Sonnenuntergang zurück in den Hafen gefahren ist, waren alle immer ganz still und andächtig.

War der Dreh eines Piratenfilms die Erfüllung eines Kindheitstraums?

Wann macht man im Leben schon mal einen Piratenfilm, wenn man nicht Johnny Depp heißt…? Es war immer ein Traum von mir einen Piraten zu spielen, aber mit Gödeke hatte ich auch noch die beste Figur, die ich spielen konnte. Es war tatsächlich ein Wunschtraum.

Wie hat Ronnys Zeh geschmeckt …?

Der Zeh bestand aus Nutella und Ronnys behaartem Zeh…und so hat es auch geschmeckt. Vor allem wenn man auf einem schwankenden Boot daran lutschen muss, ist es besonders eklig! 

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    Das Pay-TV-Unternehmen Sky hat auch diese Woche wieder einige Film-Neustarts zu vermelden, die auf dem Sender Sky Cinema starten. Den Anfang macht am Montag, 27. Juni 2011 um 20.15 Uhr, die Actionkomödie „Cats & Dogs: Die Rache der Kitty Kahlohr“. Der zweite Teil der Filmreihe dreht sich um die größenwahnsinnige Kitty Kahlohr, Ex-Agentin der Spionageorganisation MEOWS, die zum Schurkenkätzchen mutiert, denn sie will...

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  • Drehende bei Piratenfilm "Zwölf Meter ohne Kopf"

    Das Piratenabenteuer „Zwölf Meter ohne Kopf“ über Klaus Störtebeker und Gödeke Michels ist abgedreht. Gestern endeten die Dreharbeiten unter der Regie von Sven Taddicken („Emmas Glück“) in Dänemark, nachdem sie vorher in Schleswig-Holstein sowie in und um Stralsund stattgefunden hatten. Die Hauptrollen in dieser tragikomischen Neufassung der Legende von den beiden norddeutschen Seeräuber-Freunden spielen Ronald...

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  • Sven Taddicken inszeniert Piratenkomödie

    Sven Taddicken („Emmas Glück“) soll bei der Piratenkomödie „Zwölf Meter ohne Kopf“ Regie führen. Das Buddymovie über Klaus Störtebeker und Gödeke Michels wird bei Wüste Film in Koproduktion mit Warner Bros. entwickelt. Matthias Pacht („Das wahre Leben“) ist Autor des Drehbuchs, das auf einer Geschichte basiert, die er mit Taddicken verfasst hat. Die tragikomische Handlung ist in Ostfriesland im Jahr 1401 angesiedelt...

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