Filmhandlung und Hintergrund

Dieser Film ist das schönste Geschenk, das im Jubiläumsjahr von Film und Kino den beiden Medien als Schöpfer von Phantasie und Hort von Träumen gemacht worden ist. Agnès Varda, seit 40 Jahren selbst als äußerst kreative, eigenwillige und innovative Schöpferin tätig, erzählt auf wunderbar inspirierte, geistreiche und charmante Weise von ihren eigenen Erinnerungen, Prägungen und Reisen durch die Welt der Bilder...

Monsieur Simon Cinema lebt, an den Rollstuhl gefesselt, in seinem mondänen Haus, das über und über mit Filmaccessoires gefüllt ist. Er lädt den jungen Filmstudenten Camille ein, ihn an 101 aufeinanderfolgenden Tagen zu besuchen, um ihm von seinen Erinnerungen zu berichten, die bis in die Kindertage des Kinos reichen.

Agnès Varda, die selbst seit 40 Jahren Filme dreht, präsentiert zum 100. Geburtstag ihres Mediums eine Hommage der besonderen Art. Dabei versuchte sie, so viele Verweise, Zitate und Momente wie möglich aus der Geschichte des Films unterzubringen.

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Kritikerrezensionen

  • Dieser Film ist das schönste Geschenk, das im Jubiläumsjahr von Film und Kino den beiden Medien als Schöpfer von Phantasie und Hort von Träumen gemacht worden ist. Agnès Varda, seit 40 Jahren selbst als äußerst kreative, eigenwillige und innovative Schöpferin tätig, erzählt auf wunderbar inspirierte, geistreiche und charmante Weise von ihren eigenen Erinnerungen, Prägungen und Reisen durch die Welt der Bilder und erweist auf unterhaltsame poetische und märchenhafte Weise Film, Kino, Publikum, Stars, Mythen und Szenen ihre witzige und durchaus auch anarchische Huldigung: als perfekte Filmvorführung. Da lebt in einem alten Schloß der hundertjährige Monsieur Simon Cinema (ein herrlich koketter Michel Piccoli), der die junge Filmstudentin Camille engagiert, damit sie mit ihm für 101 Tage ein Gedächtnis- Aerobic betreibe. Aus dieser den Scheherazade-Geschichten ähnlichen Entdeckungsreise wird die Begegnung mit berühmten Schauspielern und Filmausschnitten, nachgespielten Filmszenen, Promenaden durch die phantasievollsten Dekorationen und musikalischen Reminiszenzen, Gesprächen mit Regiegiganten und flüchtigen Augenblicken. In einer souverän integrierten Nebenhandlung will Camilles Freund Mica (Vardas Sohn Mathieu Demy) den alten um das Erbe bringen. Doch so leicht läßt sich der sichtlich sich verjüngende Monsieur Cinema nicht linken. Man muß das Kunststück von Agnès Varda bewundern, ihre zwei Stunden als durchgehend spannendes, amüsantes, ironisches und vergnügliches Spiel durchzuhalten. Man langweilt sich keine Sekunde, und auch wer nur einen Bruchteil der unzähligen Anspielungen erkennt, wird seine helle Freude haben können an dem überbordenden Einfallsreichtum des Films. Namen würden Bücher füllen, deshalb hier nur ein Hinweis auf Vardas Vorlieben: Luis Buñuel und Orson Welles, die Ehe von Robert De Niro und Catherine Deneuve, der großartige Marcello Mastroianni als italienischer Freund und Frauen, Frauen, Frauen. Wer sonst noch en passant auftaucht, das kann in der Tat in helles Staunen versetzen. Die Perle im Kino-Film- Jubiläumsjahr. ger.

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