100 Pro Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

100 Pro: Sehr entspannter Spaß über das merkwürdige Verhalten zweier junger Großstädter während der Paarungszeit.

Eine einmalige Chance bietet sich den beiden Freunden Flo und Marcel: Zwei Unterwäsche-Models wollen sich mit ihnen in der In-Disco Spy treffen. Das Problem: Die Freunde kommen einfach nicht am Türsteher vorbei. Und in Marcel regt sich zunehmend das schlechte Gewissen, was seine Freundin zu der ganzen Aktion sagen könnte.

Flo und Marcel haben sich mit ihren Traumfrauen, zwei Unterwäsche-Models, in der angesagtesten Diskothek Münchens verabredet. Nun steht aber in dem unbestechlichen Türsteher ein unüberwindliches Problem zwischen den beiden Kumpels und der Aussicht auf eine heiße Nacht. Doch auch anderweitig verstehen es die beiden, sich Probleme aufzuhalsen, zumal Marcels Freundin von dem bevorstehenden Rendezvous Wind bekommen hat. Und so müssen sich die Jungs in dieser Nacht einiges einfallen lassen, um ihren Spaß zu haben…

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Kritikerrezensionen

  • Hundertprozentig unbeschwerte Unterhaltung verspricht das Regiedebüt von Simon Verhoeven, in dem er Ken Duken und seinen Bruder Luca Verhoeven bei ihren Versuchen, an einen eisernen Türsteher vorbei in eine Edeldisco zu kommen, auf eine vergnügliche und etwas nachdenkliche Reise ans Ende der Nacht schickt. Bei der Premiere beim Filmfest München gefeiert, seither aber noch einmal umgeschnitten und mit einem Off-Kommentar von Otto Sander ausgestattet, gefallen die handwerkliche Sicherheit der sommerlichen München-Komödie und so mancher Giftpfeil, den der Regisseur ganz gezielt auf die glatte Oberfläche des ewigen Wer-drin-ist-ist-drin abfeuert.

    In der ersten Einstellung lässt Verhoeven die Kamera über bayerische Gebirgsmassive und einen kitschig-blauweißen Himmel schweben, bis sie einen Alderhorst einfängt, in dessen Nest sich eine Überraschung verbirgt: anstatt hungriger Raubvogeljungen dreht sich erwartungsfroh ein 1210-Technics-Plattenspieler, wie ihn DJs bei ihrer Arbeit benutzen. Ein Heimatfilm ist es also, den Verhoeven seinem Publikum nahe bringen will. Ein Heimatfilm des 21. Jahrhundert allerdings, und ganz klar ist auch, welche Heimat der Filmemacher meint: die Welt der Clubs, in die Jugendliche jedes Wochenende strömen, auf der Suche nach dem großen Abenteuer und der großen Liebe. Dass Verhoeven diese Welt selbst als Heimat ansieht und die Abenteuer selbst kennt, merkt man dem angenehm unprätentiösen Film in jeder Einstellung an. Dass er „100 Pro“ überdies nicht zuletzt dank des Off-Kommentars auch noch märchenhafte Züge verliehen hat, macht ebenfalls Sinn: Schließlich geht es auch hier um ständige Prüfungen und Versuchungen, denen sich die beiden Helden auf dem Weg zum – vermeintlichen – Glück ausgesetzt sehen.

    Im Fall der besten Freunde Flo und Marcel besteht das Glück dieser einen Nacht aus zwei Unterwäsche-Models, die sich mit den Jungs in der angesagtesten Disco der Bayern-Metropole verabredet haben. Leider ist der Weg zum heiligen Gral dornig, denn am Türsteher besagter Disco ist kein Vorbeikommen, und auch sonst halsen sich die Freunde manches Problem auf, zumal Marcels zu Hause wartende Freundin alsbald spitz bekommt, dass ihr Liebster einem Seitensprung – wenn auch vor allem seinem Freund zuliebe – nicht ganz abgeneigt ist. So entfaltet sich ein überraschend spannendes Szenario: Einerseits setzt Verhoeven mit seinen satten Bildern und seiner gefälligen Erzählung auf den „Merkwürdiges Verhalten der Großstädter“-Oberflächeneffekt, gleichzeitig entlarvt er die von Werbebildern und Videoclips geweckte (und auch in seinem Film immer wieder unterstützte) Erwartungshaltung von Erfolg, Reichtum, Eroberung und Schönheit auch als Mausefalle, deren Druck schwer auf den Protagonisten lastet: Wenn sie im Englischen Garten Fußball spielen, hört man im Hintergrund natürlich einen Kommentar von Werner Hantsch – den entscheidenden Ball können die Jungs aber nicht versenken. Und das ist das liebenswerte Leitmotiv des Films, der tatsächlich eher vom ständigen Scheitern und Versagen handelt als von der Erfüllung feuchter Träume.

    An den Kinokassen dürfte allerdings eher zählen, dass sich die Zielgruppe bestens mit den Erlebnissen von Duken und Verhoeven – die ein angenehm entspanntes, glaubwürdiges Duo abgeben – identifizieren kann und sich in dieser Welt der schicken Mädel, coolen Jungs und abgefahrenen Nachtschwärmer wiedererkennen wird. Und damit das auf Dauer auch schon mal arg gestreckt wirkende Szenario nie auf den Keks gehen kann, legt Gisela Schneeberger einen hinreißenden Auftritt als Marcels Mutter hin, der allein den Kauf der Eintrittskarte rechtfertigt. Und über alles wacht – als Antwort auf „Der Himmel über Berlin“ – der Friedensengel – wie es sich für ein Münchner Märchen für die Generation nach „Monaco Franze“ und „Kir Royal“ gehört. ts.

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