1. Mai - Helden bei der Arbeit

  1. Ø 0
   2008
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Filmhandlung und Hintergrund

1. Mai - Helden bei der Arbeit: Episoden-Drama, in dem drei junge Regie-Teams Geschichten vor dem Hintergrund des als Krawall-Tag berüchtigten 1. Mai erzählen.

Berlin-Kreuzberg am Tag der Arbeit, wo wie jedes Jahr am 1. Mai Straßenkrawalle anstehen. Der elfjährige Türke Yavuz (Cemal Subasi) will sich beweisen und errichtet Straßenbarrikaden. Provinzpolizist Uwe (Benjamin Höppner) ist zur Demo abgestellt, hat aber ganz andere Sorgen: Seine Frau betrügt ihn seit Monaten. Die Kleinstadtkids Jacob (Torsten Michaelis) und Pelle (Ludwig Trepte) ziehen als Krawalltouristen in die Stadt. Am Ende des Tages landen sie alle im Urban Krankenhaus.

Das Episodenprojekt vierer deutscher Regisseure wandelt auf den Spuren von „Short Cuts“ und vermengt drei Handlungsstränge zum emotional aufgeladenen Hauptstadt-Reigen. Anarchie versinnbildlicht die Gefühlsnotlagen in dem preiswert entstandenen 24-Stunden-Straßen-Panorama.

Berlin Kreuzberg am 1. Mai: Ein elfjähriger Türke will als Männlichkeitsbeweis einen Bullen platt machen. Zwei schlicht gestrickte Jungs aus Minden machen Touri-Programm, werfen ein paar Pillen ein und geraten in die Krawalle der autonomen Szene. Ein Provinzpolizist leidet unter Liebeskummer, weil seine Frau fremd geht. Alle treffen sich irgendwann im Urban-Krankenhaus.

Berlin Kreuzberg am 1. Mai: Ein elfjähriger Türke will als Männlichkeitsbeweis einen Bullen platt machen. Zwei schlicht gestrickte Jungs aus Minden machen Touri-Programm, werfen ein paar Pillen ein und geraten in die Krawalle der autonomen Szene. Ein Provinzpolizist leidet unter Liebeskummer, weil seine Frau fremd geht. Die Nacht endet für alle im Kreuzberger Urban-Krankenhaus trotz enttäuschter Erwartungen mit einem winzigen Hoffnungsschimmer.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Drei Teams verwirklichen mit drei Geschichten die Idee vom „solidarischen“ Filmemachen in Berlin-Kreuzberg am Tag der berüchtigten Mai-Demonstrationen.

    Der Grundgedanke hieß, ein Gemeinschaftsprojekt unter Freunden und Gleichgesinnten zu realisieren, ein „sozialistisches Projekt“, bei dem sich der „Tag der Arbeit“ in Berlin-Kreuzberg anbot. Die Länge jeder Geschichte sollte zwischen 20 und 30 Minuten betragen, in den 24 Stunden vom Morgen des 1. bis zum Morgen des 2. Mai spielen mit einem fünf- bis sechs minütigen Außendreh ohne Drehgenehmigung mitten im Krawall-Gewühl sowie fünf mögliche Cliffhanger Szenen aufweisen und dem realen Zeitablauf folgen. Inhaltlich gab es neben diesen formalen Regeln die Vorgabe, dass die Protagonisten unter persönlichem Druck stehen müssen.

    In der weit gefassten Handlung inszeniert von jeweils einem kleinen Team um die Regisseure Sven Taddicken, Carsten Ludwig/Jan-Christoph Glaser und Jakob Ziemnicki überlappen sich Episoden um einen elfjährigen Türken, der als Männlichkeitsbeweis „einen Bullen platt machen“ will, zwei schlicht gestrickten Jungs aus Minden zwischen Touri-Programm, verlockenden bunten Pillen und Schwarzem Block sowie einem unter Liebeskummer leidenden Provinzpolizisten, dessen Frau es als Vegetarierin ausgerechnet mit einem Metzger treibt. Die Nacht endet für alle im Kreuzberger Urban-Krankenhaus trotz enttäuschter Erwartungen mit einem winzigen Hoffnungsschimmer.

    Die Mischung aus Fiktion und Authentizität überzeugt weitgehend, auch wenn es vor Klischees nur so wimmelt, vor allem bei der nostalgischen Zeichnung des Alt-68ers, der mit glänzenden Augen von früher schwärmt, als man noch Supermärkte „abfackelte“, sich vom jungen Türken klaglos eins auf die Nase geben lässt und dem Migrantenkind gegenüber ganz generös im Krankenhaus-Protokoll der Polizei die Schuld in die Schuhe schiebt. Worauf sich der so Geschützte natürlich brav entschuldigt.

    Trotz gelungener Vernetzung ist dem Kompilationsfilm anzumerken, dass der rote Faden zwischen Döner und Demonstration wohl erst im Schneideraum entstand. Einen ironischen Schlusspunkt setzt der TV-Nachrichtensprecher, der getreu dem Motto „Bad News are Good News“ fast bedauernd verkündet, da sei der friedlichste 1. Mai seit 20 Jahren gewesen. mk.

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