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„Collide“ - die Kritik

„Collide“ - die Kritik

Um seine große Liebe zu retten, legt sich Ex-Dealer Casey (Nicholas Hoult) mit einem Psychopathen an. Keine gute Idee. Zart trashy aber ziemlich spannend.

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Okay: Um seinen Aufenthalt zu finanzieren, verdealt der junge Amerikaner Casey Stoff in Köln. Aber ein richtig schlimmer Finger ist er nicht. Als ihm seine Connection – der exzentrische türkische Dealer Geran (Ben Kingsley) einen richtig heißen Auftrag anbietet, steigt er aus.

Nicht zuletzt der Liebe wegen: Eine langfristige Annäherung kommt für seine neue Liebe Juliette (Felicity Jones) nämlich nur in Frage, wenn Casey sauber ist. Also: Schluss mit  dem schnellen Geld, her mit dem echten Gebuckel – und hallo große Liebe. Mit gemeinsamer Wohnung, Zukunftsplänen, allem Drum und Dran.

Nicht im Plan: Juliettes kollabierende Nieren. Um das Geld für eine Transplantation aufzubringen, muss Casey notgedrungen auf das Angebot seines ehemaligen Auftraggebers eingehen. Der wiederum will einen wirklich dicken Fisch unter den Drogenhändlern ausnehmen. Und für diese Drecksarbeit braucht er ihn und seinen Kumpel.

Zwei blutige Amateure gegen abgezockte Profis. Kann nicht gutgehen. Tut es auch nicht. Jedenfalls nicht so richtig: Plötzlich findet sich Casey mit ziemlich viel Geld am Steuer einer wechselnden Reihe von Sportwägen wieder, und rast durch Städtchen und über Autobahnen. Auf der Flucht vor skrupellosen Verfolgern – und hin zur Wohnung seiner Freundin. Denn eines haben seine psychopathischen Gegner schnell begriffen: Sie müssen nicht schneller sein, als der junge Autodieb. Es genügt, wenn sie sich seine Freundin greifen. Dann kommt der ganz von allein zu ihnen …

Ein verängstigt dreinblickender Nicholas Hoult brettert zunehmend lädiert über Deutschlands Straßen. Kein Wunder, dass der Originaltitel „Autobahn“ lautet. Und sowas soll Spaß bringen? Durchaus. Oder doch zumindest ordentlich Spannung. Denn zu sehen, wie dem jung Verliebten rapide die Optionen ausgehen – bis nur noch der Kickdown bleibt  – ist erstaunlich unterhaltsam. Das ist alles nicht „Fast & Furious“ - eher eine Mischung aus „Lola rennt“ und „Alarm für Cobra 11“. Aber spannend eben trotzdem. Rasante Verfolgungsfahrten und kollidierende Boliden sollte man allerdings wirklich mögen, um bei „Collide“ auf seine Kosten zu kommen.

Dafür sorgen aber auch schon allein die Auftritte von Anthony Hopkins als dämonischer Köllner Drogenboss und Ben Kingsley als deutsch-türkischer Multifunktions-Krimineller mit Hang zur Paranoia. So ändern sich die Zeiten: Früher durfte man als deutscher Schauspieler in Hollywood fast ausschließlich Nazis oder Terroristen spielen. Jetzt verkörpern zwei Oscarpreisträger Kölner Drogendealer. Ob das jetzt besser ist, soll jeder selbst entscheiden. Unterhaltsam anzusehen ist es auf jeden Fall.

Der Trailer zu „Collide“

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