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Was bedeutet Method Acting? Die Schauspieltechnik erklärt

Jerome Radtke |

© cottonbro/pexels.com

Um ihre Rolle zu studieren, gehen Schauspieler*innen oftmals einen Schritt weiter. Was Method Acting wirklich heißt, verraten wir euch hier.

Die Schauspielform des Method Actings ermöglicht Schauspieler*innen, tiefer in ihre Rollen zu schlüpfen und diese somit glaubhafter darzustellen. Sie vertiefen ihr Verständnis für ihre Rolle mit Techniken, um zu entspannen und sich auf Erinnerungen zu konzentrieren. Dafür nutzen sie Gedächtnistechniken und Emotionstraining aus der Psychologie. Erinnerungen sind die Ausgangsbasis für ein Stufenprogramm mit Reizen, Sinneseindrücken und Gefühlen. Wollt ihr mehr erfahren, dann bleibt dran und lest weiter.

Schauspieler*innen, die wirklich alles geben, zeigt euch dieses Video:

Welchen Sinn hat Method Acting?

Der Russe Konstantin Stanislawski entwickelte die gleichnamige Schauspielform, das Stanislawski-System. Dieses Vorläufersystem inspirierte Lee Strasberg, Cheryl Crawford und Harold Clurman das Method Acting herauszuarbeiten. Die ersten Filmerfolge, bei denen diese Technik genutzt wurde, kamen in den 1950er-Jahren mit den Kinofilmen „Endstation Sehnsucht“ und „Der Wilde“.

Das Method Acting schöpft seine Kraft aus der Erfahrung der Schauspieler*innen, wodurch die Grenzen zwischen Spielen und Leben verwischen. Der Unterschied liegt im geistigen, psychischen und physischen Einsatz der Darsteller*innen gegenüber weniger extremen Schauspielformen.

Ist Method Acting gefährlich?

Im Actors Studio wurde das Method Acting gelehrt und brachte viele bekannte Schauspieler*innen hervor. Marlon Brando, James Dean, Robert De Niro, Marilyn Monroe, Julia Roberts, Dustin Hoffman und Johnny Depp sind nur einige bekannte Beispiele. Die Schauspieler*innen stellen die Lebensverhältnisse äußerlich und innerlich der darzustellenden Figur möglichst realitätsgetreu nach. Dabei können extreme Situationen entstehen, wie drastische Gewichts-Abnahme und -Zunahme oder die Vernachlässigung sozialer Kontakte. Das macht das Method Acting bei nicht umsichtigem Einsatz gefährlich. Berühmte Beispiele hierfür sind Charlize Therons Gewichtszunahme für „Monster“ sowie Christian Bales physische Verwandlungen für zahlreiche Filme, vom hauchdünnen Trevor in „Der Maschinist“ zum übergewichtigen Dick Cheney in „Vice“.

Euch gefällt die Schauspielerei? Dann prüft euer Wissen über diese Darsteller*innen:

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