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„xXx: Die Rückkehr des Xander Cage“ – die Kritik

Vin Diesel kämpft zum zweiten Mal als Extremsportler und Super-Agent Xander Cage gegen Terroristen und Schwerkraft.

Die Welt des Action-Films ist groß. Da gibt es Vertreter, die bei allen Schauwerten noch immer auf zumindest einen Rest Plausibilität schielen. Die Abenteuer von Tom Cruise als Top-Agent Ethan Hunt auf „Mission Impossible“ würden gut in diese Kategorie passen.

Dann gibt es die Variante, wo ein Regisseur hauptsächlich daran interessiert scheint, die nächste Explosion größer als die vorhergehende werden zu lassen – und dazwischen höchstens ein paar markige Oneliner für seine markigen Recken einbaut. Die „Expendables“ sind stolze Vertreter dieser Gattung.

Und schließlich haben wir noch die Filme, in denen Vin Diesel mitspielt. Sprich, die Asphalt-Abenteuer der „Fast & Furious“ – und seine Auftritte als Xander Cage, der muskelbepackten Kreuzung aus Extremsportler und Geheimagent.

Keine Chance ohne Vin Diesel

Die Geburtsstunde der Figur aus dem Jahr 2002 machte allen Genre-Freunden ziemlich viel Spaß. In der unvermeidlichen Fortsetzung beschloss man dann, auf Vin Diesel verzichten zu können, und überließ Ice Cube die Hauptrolle – was in einem filmischen Debakel endete. Doch jetzt, zwölf Jahre später, beendet die Action-Ikone ihren ausgedehnten Urlaub von der Rolle und beschließt, wieder ins bedrohliche Weltgeschehen einzugreifen. Extreme Situationen erfordern nun mal extreme Maßnahmen – und dazu extreme Agenten. „Der Krieg, den wir heute führen, verlangt nach einer neuen Art Soldat”, behauptet daher nicht umsonst sein Verbindungsoffizier Augustus Eugene Gibbons (Samuel L. Jackson).

Keine Chance dem Mittelmaß

Und leider ist die Situation tatsächlich ziemlich extrem. Unter Führung eines besonders bösen Exemplars namens Xiang, verkörpert von „Rogue One“-Mystiker Donnie Yen, haben sich Terroristen einer Hightech-Superwaffe mit dem vielsagenden Namen „Die Büchse der Pandora“ bemächtigt. Für den Rest der Welt ist das eher keine so gute Nachricht. Weshalb sich Xander Cage, der seinen angeblichen Tod einige Jahre lang unter dem Radar sehr genossen hat, wieder zurück auf Spielfeld setzen lässt.

Doch auch eine Dampframme wie Cage besiegt ein Terroristen-Netzwerk nicht allein – vor allem, wenn er feststellt, dass selbst die Rolle der Behörden in dem bösen Spiel immer dubioser wird. Also schart er ein schlagkräftiges Team um sich – nicht zu vergessen die äußerst ansehnliche weibliche Unterstützung wie Ruby Rose, Nina Dobrev oder Deepika Padukone. Ja sogar Barca-Star Neymar Jr. darf darin zeigen, dass Bälle nicht das einzige sind, auf das er wuchtig treten kann.

Hoffnungslos”Over The Top”

Der Rest ist brachiale Action ohne Sinn, Zweck und Verstand – dafür mit immensem Unterhaltungswert. Natürlich ist das alles in seiner hoffnungslosen Überzogenheit ein Stück weit trashy. Doch insgesamt gelingt Regisseur D.J. Caruso der Spagat, dramaturgisch immer die nötige Selbstironie einfließen zu lassen, die so ein Spektakel hart am Rande der Parodie unbedingt braucht, um überhaupt goutierbar zu sein.

Insgesamt kann man allen Abermillionen Fans des rabiaten Muskelberges mit der markanten Platte versichern: Wo Vin Diesel draufsteht, ist auch Vin Diesel drin. Selbst, wenn es mittlerweile fast unmöglich ist, die einzelnen Szenen aus  „Fast & Furious“ oder „xXx“ stilistisch auseinander zu halten.

Hauptsache es rockt

Wobei die Frage ist, ob man das überhaupt muss. Das einzige was zählt ist „Action X-treme“: Ob am Steuer eines Boliden wie bei den „F&F“ – oder auf Ski, Longboard oder Bike wie bei „Die Rückkehr des Xander Cage“ – spielt kaum eine Rolle. Hauptsache es rockt. Und in dem Punkt muss sich Vin Diesel weder bei dem einen noch bei dem anderem Franchise irgendetwas vorwerfen lassen.

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