Yvonne Catterfeld

Yvonne Catterfeld

Leben & Werk

Man tut Yvonne Catterfeld Unrecht, wenn man sie in eine Reihe mit den zahlreichen Soap-Darstellern stellt, die ihre Fernsehpopularität nutzten, um qualitativ oft fragwürdige Sangeskarrieren zu starten. Zwar erlangte auch Yvonne Catterfeld zunächst durch die RTL-Ur-Soap “Gute Zeiten, schlechte Zeiten” bundesweite Berühmtheit, ihre anschließende steile Musikkarriere fußte aber im Gegensatz zum Großteil ihrer singenden Soap-Kollegen auf einem fundierten Musikstudium und einem reichhaltigen Erfahrungsschatz aus früheren Bands und Projekten.

Yvonne Catterfeld kam 1979 in Erfurt zur Welt. Schon früh zeigte sich ihr musikalisches Talent, das ihre Eltern durch Gesang-, Klavier- und Gitarrenunterricht weiter förderten. In ihrer Jugend spielte sie bereits in zahlreichen Bands. Nach bestandenem Abitur bewarb sie sich an der Musikhochschule Leipzig, bestand die Aufnahmeprüfung und nahm dann ihr Studium in Jazz- und Popularmusik mit Schwerpunkt Gesang auf. Als ersten viel versprechenden Erfolg ihrer jungen Musikkarriere konnte Catterfeld den zweiten Platz bei der MDR-Talentshow “Stimme 2000″ verbuchen, der ihr einen Plattenvertrag mit BMG einbrachte. Einen ihrer ersten großen Gönner fand die Sängerin in Udo Lindenberg, der sie für zwei Songs seines Albums “Atlantic Affairs” engagierte.

2001 erschien ihre Debüt-Single “Bum”, der aber ebenso wie dem Nachfolger “Komm zurück zu mir” nur bescheidener Erfolg vergönnt war. Zum Karrieresprungbrett sollte für die Sängerin die Daily-Soap “Gute Zeiten, schlechte Zeiten” werden, in der sie ab Frühjahr 2002 eine Hauptrolle als Julia Blum übernahm und bald zu einem der Publikumslieblinge wurde. Ihre Musikkarriere wurde dadurch mächtig befördert, und so debütierte ihre dritte Single, “Niemand sonst”, im Herbst 2002 bereits auf Platz 31 und hielt sich beachtliche 13 Wochen in den Charts. Mit Single Nummer vier, “Gefühle”, ging es Anfang 2003 noch ein kleines Stückchen höher in die Charts, diesmal bis auf Rang 26.

Der Durchbruch auf breiter Ebene gelang dann schließlich mit Schützenhilfe von Pop-Titan Dieter Bohlen. Dieser schrieb Catterfeld die Ballade “Für dich” auf den Leib (und handelte sich dafür später eine Plagiatsklage von US-Topproduzent Babyface ein), die die Sängern dann mittels crossmedialer Vernetzung auch in einer dramatischen Szene bei “GZSZ” sang. Das Resultat: sechs Wochen Nummer eins, Platin und die am dritthäufigsten verkaufte Single des Jahres 2003. Ihr Debütalbum “Meine Welt” schoss ebenfalls ohne Umweg an die Chartsspitze, verbrachte 33 Wochen in der Hitliste und wurde mit Platin veredelt.

Neben ihrer Rolle bei “GZSZ” tauchte Catterfeld in der Folge auch immer öfter bei anderen Gelegenheiten auf den TV-Bildschirmen auf: So zeigte sie bei der Talentshow “Lucky Star 2003″, der Viva Comet Award Show und als Vertretung von Michelle Hunziker bei “Deutschland sucht den Superstar” ein weiteres Talent als Moderatorin. Auch auf der Bühne konnte Yvonne Catterfeld in diesem Jahr vor großen Publikum überzeugen, etwa als sie als Special Guest die drei Deutschland-Konzerte von Mariah Carey eröffnete. Für ihre zahlreichen Begabungen erhielt Catterfeld bald die entsprechende Würdigung in Form von diversen Preisen und Awards: So wurde sie unter anderem mit der “Goldenen Stimmgabel”, dem “Bambi” und Anfang 2004 mit einem Echo als “Künstlerin national Rock/Pop” ausgezeichnet. Eine besondere Ehre wurde Catterfeld ebenfalls noch Anfang des Jahres zuteil, als sie, unterstützt von Eurythmics-Mastermind Dave Stewart, den Song “An Angel Has No Memory” bei der Verleihung des “Deutschen Medienpreises” an UN-Generalsekretär Kofi Annan singen durfte.

Mit einer weiteren Bohlen-Komposition, “Du hast mein Herz gebrochen”, erreichte Catterfeld im Februar 2004 erneut die Chartsspitze. Ihr nachfolgendes zweites Album, “Farben meiner Welt”, gelangte bis auf Rang zwei und setzte damit die Erfolgswelle der umtriebigen Künstlerin auf höchstem Niveau fort. Für ihre erste große Konzerttour nahm sich Catterfeld im März 2004 eine Auszeit bei “GZSZ” und spielte vor ausverkauften Hallen in 21 Städten in Deutschland und Österreich.

Nach ihren erfolgreichen Aktivitäten als Sängerin, Darstellerin und Moderation versuchte sich Yvonne Catterfeld 2004 noch in einem weiteren kreativen Betätigungsfeld und schloss eine Lizenzvereinbarung mit der Bekleidungsfirma Pimkie ab, die in enger Zusammenarbeit mit der Sängerin eine Modekollektion entwickelte, die im Herbst in die Läden kam. Im Jahr 2005 übernahm Catterfeld die Hauptrolle in der von der ARD mit gewaltigem Werbeaufwand gestarteten Telenovela “Sophie – Braut wider Willen“, die ab November täglich im Vorabendprogramm lief. Die Serie wurde nach vier Monaten eingestellt, nach dem sich der erwartete Erfolg nicht einstellen wollte. Catterfeld widmete sich daraufhin wieder verstärkt ihrer musikalischen Karriere. Nach der Single “Where Does The Love Go” im Duett mit dem Sänger Eric Benét zu Jahresanfang, folgte im Herbst “Erinner mich dich zu vergessen”, die erste Single aus dem Album “Aura”, das wenig später auf den Markt kam. Die CD debütierte auf Platz zehn der Charts.

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