Seine Mischung aus Virilität und Vitalität, die erotische Anziehungskraft, die aus seinem kahlen Schädel erwuchs, und die überlebensgroßen... - Foto: Fox http://images.kino.de/flbilder/max06/auto06/auto11/06110874/b150x150.jpg Yul Brynner

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Yul Brynner


  • Geburtstag
    11.07.1920
  • Geburtsort
    Wladiwostok
  • gestorben
    10.10.1985

Seine Mischung aus Virilität und Vitalität, die erotische Anziehungskraft, die aus seinem kahlen Schädel erwuchs, und die überlebensgroßen Draufgänger, die er in 46 Filmen spielte, machten aus Yul Brynner (1920 - 1985) ein Urbild der animalischen Männlichkeit. Brynner suggerierte leidenschaftliche und wilde Verlockungen und tier- und triebhaften Machismo. Wie er könnte Dschingis Khan ausgesehen haben. Deshalb kam Brynner am besten in Historien- und Monumentalfilmen zur Geltung. Er war der Pharao in "Die zehn Gebote", der König von Israel in "Salomon und die Königin von Saba", der Kosakenführer in "Taras Bulba", der indische Fürst in "Der Kampf", der Seeräuber in "Der Freibeuter". Die Rolle seines Lebens sollte der König von Siam in dem Musical "Der König und ich" werden, in dem er 1951 am Broadway in über 1000 Vorstellungen gespielt hatte. Für die Rolle des Königs in der gleichnamigen Verfilmung erhielt Brynner 1956 den "Oscar" als bester Hauptdarsteller. 1972 war er der König in einer TV-Serie. 1977 nahm er das Stück wieder auf, ab 1981 auch auf Tourneen und spielte es insgesamt 4625 Mal. Brynners "Asiaten" wie der Exilrusse in "Anastasia" oder der Dimitri in "Die Brüder Karamasow" bedienten das Klischee vom kahlgeschorenen Kirgisen-Schädel, den mysteriösen Mandelaugen, den Parforce-Ritten der Husaren und ungebändigtem Stolz. Brynner spielte in Science-Fiction-Filmen (in "Westworld" einen Amok laufenden Roboter), in Krimis und Agentenfilmen, Western und Italo-Western und wurde unsterblich in seiner besten Rolle als der Anführer der Revolvermänner, die als "Die glorreichen Sieben" ein Bauerndorf gegen mexikanische Banditen verteidigen. 1960 erschien sein Buch "Bring forth the Cildren". Vor seinem Tod durch Lungenkrebs engagierte sich Brynner in Werbefilmen gegen das Rauchen.

  • Geburtstag
    11.07.1920
  • Geburtsort
    Wladiwostok
  • Geburtsland
    Russland

Yul Brynner eröffnet erstes Autokino!

In den USA gab es sie schon seit Anfang der 30er Jahre, doch erst als sie dort extrem populär wurden, schwappte die Welle auch zu uns.

Großansicht "Der König und ich" eröffnet die Autokino-Ära (Foto: Fox)

"Der König und ich" eröffnet die Autokino-Ära (Foto: Fox)

Am 31. März 1960 eröffnete das erste Autokino Europas in Neu-Isenburg in der Nähe von Frankfurt am Main. Zur feierlichen Einweihung wurde "Der König und ich" mit Yul Brynner und Deborah Kerr gezeigt. Wie romantisch, so ganz unter freiem Himmel.

Eine tolle Erfindung waren die Drive-Ins für Familien, die ihre zappeligen Kinder im eigenen Auto besser unter Kontrolle hatten oder sie zum Spielen auf die anliegenden Tummelplätze schicken konnten. Begeisterung machte sich aber vor allem unter den jungen Pärchen breit. Ungestört von den anderen Kinobesuchern konnten sie sich im Auto näher kommen. Das begehrteste Genre war dabei der Horrorfilm, bei dem der Herr die Dame des öfteren schützend in den Arm nehmen durfte.

Nur für Liebhaber?

Der anfängliche Hype flaute jedoch mit dem Wachstum des Video- und DVD-Marktes bald wieder ab. In den wenigen übrig geblieben Autokinos in Deutschland treffen sich inzwischen überwiegend Auto- und 50er-Jahre-Liebhaber.


Filmografie

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