Mit Minirock und Kniestrümpfen geht's den Lehrern an die Wäsche...
Nachdem Oswalt Kolle bereits Ende der 60er Jahre für die nötige Aufklärung in deutschen Schlafzimmern sorgte, fand am 23. Oktober 1970 das paarungswillige Verhalten geschlechtsreifer Teenager Einzug ins Klassenzimmer. Im "Schulmädchen-Report", der an jenem Tag in den deutschen Kinos startete, konnten sich die leichtbekleideten, sexhungrigen jungen Damen nur schwer auf den Unterricht konzentrieren - ganz besonders, wenn ihnen ein erfahrener Mann gegenüberstand.
Der erste Teil mit dem Untertitel "Was Eltern nicht für möglich halten" sollte Produzent Wolf C. Hartwig zu zwölf Fortsetzungen inspirieren und zwischen 1970 und 1980 über 100 Millionen Zuschauer in die Kinos locken. Das Interesse an der filmischen Darstellung der ersten sexuellen Erfahrungen der 14- bis 20-Jährigen löste eine Welle anderer Report-Serien aus. So wurden auch Hausfrauen, Lehrmädchen, Studentinnen und sonstige Gruppierungen genauer unter die Lupe genommen.
Die Darsteller waren überwiegend unbekannt, statt echten Schülerinnen wurden Verkäuferinnen für einen lukrativen Tageslohn gecastet. Dennoch war der "Schulmädchen-Report" für viele ein Sprungbrett für die spätere Karriere, darunter Sascha Hehn, Lisa Fitz, Jutta Speidel und Friedrich von Thun.