Die Berliner Band Wir sind Helden nutzte das mediale Sommerloch des Jahres 2002, um für ihre selbst produzierte Fünf-Song-EP "Guten Tag" die... - Foto: http://images.kino.de/flbilder/max10/mbiz10/mbiz33/z1033001/b150x150.jpg Wir sind Helden

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Wir sind Helden


Die Berliner Band Wir sind Helden nutzte das mediale Sommerloch des Jahres 2002, um für ihre selbst produzierte Fünf-Song-EP "Guten Tag" die Werbetrommel zu rühren - eine Strategie, die aufging: Ohne die Unterstützung einer Plattenfirma gelangte der Titelsong in die deutschen Singles-Charts. Judith Holofernes (Gesang, Gitarre), Pola Roy (Schlagzeug), Mark Tavassol (Bass) und Jean-Michel Tourette (Keyboards, Gitarre) erschienen gelangweilten Musikredakteuren wie die neuen Heilsbringer des deutschen Poprock, der nach Abklingen des Hamburger Rummels bei Kritik und Käufern nur noch mäßiges Interesse hervorgerufen hatte. Zwischen deutlichen NDW-Anleihen und verhaltenem Indie-Rock hin und her wankend, bot der Sound der Gruppe zwar wenig Neues, doch bescheinigte man den Liedtexten Geist und Witz. Als "Lieblinge des Feuilletons" hievten Wir sind Helden auch ihr beim Major EMI veröffentlichtes Debüt-Album binnen Kürze in die oberen Regionen der Hitlisten: "Reklamation" stiegt auf Position sechs der deutschen Album-Charts ein und erreichte schließlich Platz zwei. Die Singles "Wir müssen nur wollen", "Guten Tag", "Aurélie" und "Denkmal" wurden zu Radio-Hits. Das Album hiellt sich insgesamt zwanzig Wochen in den Top Ten und wurde für 500.000 verkaufte Exemplare schließlich mit Doppel-Platin ausgezeichnet. Der Nachfolger, das mit einem Comic-Cover im Stil des belgischen Zeichners Hergé versehene "Von hier an blind", schaffte im April 2005 den Einstieg auf die Spitzenposition. Wir sind Helden waren "Gekommen um zu bleiben", so der Titel der ersten Single-Auskopplung. Im September stürmte der Titelsong die Singles-Charts. Angesichts des überwältigenden Erfolges in Deutschland und Österreich hat man sogar einige Songs für den internationalen Markt vorbereitet: "Saa Itte Miyô" ist die japanische Version von "Von hier an blind". Der Traum vom schnellen Ruhm hat inzwischen einen ganzen Kometenschweif mehr oder minder begabter Trittbrettfahrer auf den Plan gerufen: Gruppen wie Juli oder Silbermond geben sich als Helden-Versionen für Bravo-Leser ein fröhliches Stelldichein.

  • Links
    http://www.wirsindhelden.com

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