Als Tochter intellektueller Hippie-Eltern - der Vater Buchhändler, die Mutter freie Autorin - wuchs Winona Ryder, geboren in Winona, Minnesota, in Künstlerkommunen auf. Nach aufregender Kindheit - Drogenguru Timothy Leary war ihr Patenonkel - studierte das zierliche Mädchen mit den rehbraunen Augen an San Franciscos "American Conservatory Theatre School", wo sie mit nur 15 Jahren für den Film entdeckt wurde.
Einfühlsamen Teenager-Porträts wie in "Ein Mädchen namens Dinky" oder "Meerjungfrauen küssen besser" folgten intensive Darstellungen starker Frauenpersönlichkeiten in "Das Geisterhaus" oder "Betty und ihre Schwestern" ("Oscar"-Nominierung). Für ihren Part in "Zeit der Unschuld" erhielt die talentierte Jung-Mimin 1992 eine Golden-Globe- und eine Oscar-Nominierung. Sie weiß in ernsten Rollen - "Bram Stokers Dracula", "Hexenjagd" u.a. - ebenso zu überzeugen wie in Komödien, etwa "Reality Bites - Voll das Leben" oder an der Seite von Adam Sandler in "Mr. Deeds". Eine Action-Rolle spielte sie an der Seite von Sigourney Weaver im vierten "Alien"-Teil. Im Drama über zwei Psychatrie-Patientinnen "Durchgeknallt - Girl, Interrupted" erhielt ihre Kollegin Angelina Jolie eine Oscar-Auszeichnung. In den letzten Jahren stand sie hauptsächlich für Independent-Produktionen vor der Kamera und sorgte mehr durch ihr Privatleben als durch ihre Performances für Schlagzeilen.
Enterprise in Amerika gestartet
Ein Raumschiff fliegt dem Sternenhimmel entgegen, auf zu immer neuen Abenteuern.
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"Star Trek: Der Film" machte den Auftakt zu bisher 10 Kino-Abenteuern (Foto: Paramount)
13 Jahre nach dem Start der Fernsehserie durften Captain Kirk und seine Besatzung das Weltall auch auf der großen Leinwand erkunden: Am 7. Dezember 1979 startete die Enterprise in "Star Trek: Der Film" zu ihrem ersten Abenteuer in Spielfilmlänge.
Durch das ewige Hin und Her im Vorfeld, ob aus dem Drehbuch die Serie "Star Trek: Phase II" entwickelt werden sollte oder doch ein Film, ergab sich ein ständiger Wechsel der Besetzung. William Shatner wäre für eine Serie zu teuer geworden, Mr. Spock Leonard Nimoy schloss sein Mitwirken ganz aus. Schließlich ließen sich doch beide dazu überreden, sich in der Filmversion noch einmal von Scotty beamen zu lassen.
Sichtbare Spuren
Doch die vergangenen zehn Jahre seit der letzten TV-Folge von "Raumschiff Enterprise" blieben den Kameras nicht verborgen. So wurden die Falten der gealterten Stars durch geschickte Beleuchtung verringert. William Shatner unterzog sich sogar einer speziellen Diät, um wieder in seine figurbetonte Uniform zu passen. Solche Männer braucht die Galaxie!
Ebenfalls am 7. Dezember, allerdings 11 Jahre später, warb übrigens ein echtes Kinojuwel um die Gunst des US-Publikums - und sorgte dafür, dass mancher beim Heckenschneiden auch mal schmunzelt, statt an der harten Arbeit zu verzweifeln. Tim Burton, Johnny Depp und Winona Ryder sei gedankt für "Edward mit den Scherenhänden"!