Das Rock-Duo Ween wird 1984 in New Hope, Pennsylvania von Aaron Freeman und Mickey Melchiondo gegründet, die sich in einem Schreibmaschinenkurs an der Junior High School kennen lernen. Unter den Pseudonymen Gene und Dean Ween schart das Paar mittels selbst aufgenommener Demo-Tapes eine treue Fan-Gemeinde im popmusikalischen Untergrund um sich. Zwischen früher LoFi-Ästhetik, Anarchie und beatlesken Songstrukturen schaffen sich die beiden Musiker künstlerische Freiräume. 1989 unterschreiben Ween einen Vertrag mit dem Label Twin/Tone Records, wo im Folgejahr das Debüt-Album "GodWeenSatan: The Oneness" erscheint. In 26 Titeln gewähren die beiden exzentrischen Musiker einen Einblick in ihr schrilles Pop-Universum. Das 1991 veröffentlichte "The Pod" wird mit seinen inzwischen zum Markenzeichen gewordenen Drumcomputern, Schrammelgitarren und Drogenhumor schnell zum Liebling der Fans und Kritiker. Das Cover ähnelt dem 1988 erschienen "The Best Of Leonard Cohen" - mit dem feinen Unterschied, dass dort, wo der Meister selbst hätte traurig dreinschauen sollen, nun ein Kopf mit einem gasmaskenartigen Marijuana-Inhalator prangt. Nach einem Wechsel zu Elektra findet sich auf dem 1992 erschienenen "Pure Guava" die bisher erfolgreichste Single: Das Video zu "Push Th' Little Daisies" erfreut sich insbesondere in der MTV-Sendung "Beavis & Butthead" großer Beliebtheit. Auf "Chocolate & Cheese" (1994) frönt das Duo den Klängen der souligen Siebziger, mit "12 Golden Country Greats" (1996) wagt man einen Ausflug ins Mekka der Country Music, nach Nashville. "The Mollusk" (1997) befasst sich mit nautischen Themen und verbindet dabei Britpop, Shanties und Revuemusik mit progressivem Rock. Nach dem nur im MP3-Format erschienenen "Craters Of The Sac" (1999) beenden Ween ihre Zusammenarbeit mit Elektra im Jahr 2000 mit dem Studioalbum "White Pepper". Kurz darauf gründen Dean und Gene eine eigene Internet-Radiostation, WeenRadio, sowie das Plattenlabel Chocodog Records, um verschiedene Live-Produktionen zu veröffentlichen. Das nächste Studioalbum, "quebec", erscheint 2003 auf Sanctuary Records. Ween sind neben ihren CD-Veröffentlichungen auch durch Beiträge zu TV-Serien wie Sponge Bob oder South Park bekannt geworden. Dean Ween ist auch als Gitarrist auf dem Album "Songs For The Deaf" der Queens Of The Stone Age zu hören.