Die Titelrolle in Kurt Frühs "Dällenbach Kari" bedeutete für den Schweizer Schauspieler Walo Lüönd 1970 den endgültigen Durchbruch. Seitdem war der Charakterdarsteller in unzähligen Bühnen-, Fernseh- und Filmrollen zu sehen.
Walo Lüönd wurde am 13. April 1927 im schweizerischen Zug als Sohn eines Konditors geboren. Lüönd machte zunächst eine Lehre als Herrenschneider, bevor er in Zürich eine Schauspielausbildung begann. Es folgten Engagements an verschiedenen Schweizer und deutschen Bühnen. In den 60er-Jahren stand Lüönd erstmals vor der Kamera. 1970 besetzte ihn Kurt Früh für sein Spätwerk "Dällebach Kari". Die Titelrolle als tragikomisches Berner Original machte Lüönd schlagartig berühmt. Weitere Filme wie "Der Fall", "Die Fabrikanten" oder "Die Schweizermacher" von Rolf Lyssy im Jahr 1978 folgten. In den 80er-Jahren war der Schweizer Schauspieler unter anderem in den Filmen "Der Erfinder", Die schwarze Spinne" und "Die Dollarfalle" zu sehen. Den deutschen Fernsehzuschauern ist Lüönd aus zahlreichen TV-Serien, Krimi-Reihen und Fernsehfilmen bekannt.
Lüönd ist seit 1957 mit der Schauspielerin Eva-Maria Bendig verheiratet, mit der er in Zug und im Tessin lebt. Das Paar bekam zwei Söhne: Oliver und Daniel, der sich 1987 das Leben nahm.