Vincente Minnelli

Vincente Minnelli

Leben & Werk

Seine Musicals leben von berauschenden Farben und traumhaften Choreographien, seine Melodramen führen die Personen oft an den Rand des Wahnsinns, und seine Komödien feiern verspielt die kleinen und großen Verwirrungen der Liebe. Vincente Minnelli (1903 – 1986) brachte mit seinen Filmen dem Studio MGM 23 “Oscars” ein. Der in Chicago geborene Sohn eines italienischen Musikers und einer französischen Schauspielerin war Schaufensterdekorateur und Kostümdesigner, bevor er als Musical-Regisseur an der New Yorker Radio City Music Hall berühmt wurde und mit den “Ziegfield Follies” Broadway-Erfolge hatte. 1940 wurde er von Arthur Freed bei MGM, das Interesse an jungen Talenten hatte, engagiert und debütierte 1943 mit “Ein Häuschen im Himmel”, einem Musical mit ausschließlich schwarzer Besetzung. Minnellis Fähigkeiten, Kostüme, Dekor und Farbe in die Handlung als sinnstiftende Stimmungselemente einzubringen und das Musical aus seiner Statik zu befreien, indem die Kamera “mittanzt” bzw. Räume für ausladende Bewegungsfolgen in den Choreographien öffnet, machten ihn weltberühmt. Filme wie “Yolanda und der Dieb“, “Der Pirat”, “Ein Amerikaner in Paris”, “Vorhang auf” und “Gigi” wurden ad hoc zu Klassikern. In Melodramen wie “Vincent van Gogh – Ein Leben in Leidenschaft” (mit Kirk Douglas in der Titelrolle) oder “Verdammt sind sie alle” (mit Dean Martin und Frank Sinatra) zeigt sich die Kehrseite: Die Glücksversprechungen und Hoffnungen, die in den Musicals aufgingen, bleiben hier teils bitter unerfüllt. Seine Hollywood-Abrechnung “Die Stadt der Illusionen” (mit Lana Turner und Kirk Douglas) zählt zu den besten Arbeiten über das Filmbusiness. Die Komödien wie “Vater der Braut”, “Was weiß Mama von Liebe?” oder “Vater ist nicht verheiratet” sind dagegen gefällige Unterhaltung. In den 70ern zog sich Minnelli nach dem katastrophalen Misserfolg von “Nina – Nur eine Frage der Zeit” (1976) vom Filmgeschäft zurück. 1974 veröffentlichte er seine Memoiren. Minnelli war von 1945 – 1951 mit der Sängerin, Schauspielerin und Entertainerin Judy Garland, die in seinem Musical “Heimweh nach St. Louis” (1944) gespielt hatte, verheiratet. Ihre gemeinsame Tochter ist die Schauspielerin und Sängerin Liza Minnelli (geboren 1946).

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