Deutschland verliert einen seiner besten Komiker und wichtigsten Menschen.
Vicco von Bülow, besser bekannt als Loriot, ist tot. Wie der Diogenes-Verlag in Zürich mitteilte, verstarb er am 22. August im Alter von 87 Jahren in Ammerland am Starnberger See an Altersschwäche.
Der am 12. November 1923 in Brandenburg an der Havel geborene Vicco von Bülow, dessen Künstlername das französische Wort für den Pirol, das Wappentier derer von Bülow, ist, wurde vor allem durch die nach ihm benannte Fernsehserie, bei der er u.a. zusammen mit seiner kongenialen Partnerin Evelyn Hamann Sketche präsentierte, die zum Teil Kultcharakter bekamen, bekannt. Gemeinsam mit Hamann stand Loriot, der auch als "Vater" des TV-Hundes Wum gilt, auch in Kinofilmen wie "Ödipussi" und "Pappa Ante Portas" vor der Kamera. 2006 hatte Loriot seinen Rückzug als Fernsehschaffender bekannt gegeben.
"Mit großer Trauer habe ich vom Tod Vicco von Bülows erfahren. Vicco von Bülow, besser bekannt als Loriot, war ein feinsinniger Humorist und Humanist. Mit seiner unnachahmlichen Komik und Intelligenz hat er es verstanden, Menschen aller Generationen zu unterhalten - ihnen auch manches Mal den Spiegel vorzuhalten - ohne dabei zu verletzen. Seine zeitlosen Sketche und Filme sind nicht nur Teil der deutschen Fernsehgeschichte, viele Dialoge haben längst ihren Platz in unserem Alltag gefunden. Vicco von Bülow wird unvergessen bleiben", erklärt die ARD-Vorsitzende Monika Piel.