Vanessa Paradis

Vanessa Paradis

Leben & Werk

Französische Schauspielerin, Sängerin, Komponistin und Model. Einmal wegen ihrer Qualitäten als schöne blonde Kindfrau mit Engelsgesicht und Schmollmund, als einzige legitime Nachfolgerin von Brigitte Bardot bezeichnet, stand Vanessa Paradis, die tatsächlich so heißt, bereits mit 14 Jahren im Rampenlicht, als sie mit dem Song “Joe le Taxi” Hitparaden stürmte und Popidol wurde. Mit siebzehn wurde sie Model für Chanel, debütierte 1990 im Kinofilm “Weiße Hochzeit” und landete mit ihrem zweiten Film “Elisa” einen Kassenerfolg. Paradis hat sieben Musikalben und etliche Singles veröffentlicht, Filmmusiken geschrieben und in rund zwanzig Filmen gespielt, wobei zwischen Musik, Tournee und Film oft Jahre liegen. 2010 feierte die vor Erotik sprühende Vanessa Paradis ihr Comeback mit einer Dokumentation über Chanel, einer neuen Single und der romantischen Komödie “L’arnacoeur – Der Auftragslover”, wo sie als Tochter eines Blumengroßhändlers an der Cote d’Azur vor der Hochzeit steht, Titelheld Romain Duris den Kopf verdreht und ihr Tanztalent beweist. 2011 stehen die in Montreal und Paris gedrehte Liebes-Odyssee “Café de flore” und die Tragikomödie “Ma révolution” an, wo sie eine Ärztin spielt, die sich in den Vater ihrer komatösen Patientin verliebt.

Vanessa Chantal Paradis wurde 1972 im Pariser Vorort Saint-Maur-des-Fossés geboren. Mit zwölf Jahren begleitete sie ihren Onkel Didier Pain, der ihr Manager wurde, in ein Studio, wo Sophie Marceau eine Single aufnahm. Dort war man von ihr so begeistert, dass man ihr ein Lied versprach, das als “Joe le Taxi” wie eine Bombe einschlug. Der Videoclip zum Song, in dem sie sich lasziv räkelt, erregte Aufsehen. In einem Wechselbad aus Bewunderung und Anfeindung, Spott in der Schule und Schmutzschriften an den Wänden, erlebte Paradis ihre Teeniejahre als Feuertaufe, die sie bravourös durchstand. Paradis arbeitete unter anderem mit Musikern wie Serge Gainsbourg. Zu ihren Alben, darunter zwei Live-Alben und eine Best-of-Doppel-CD (2009), gehören “M & J” (1988), “Variations sur le meme t’aime” (1990), “Au Zenith” (2001) und “Divinidylle” (2007), die beiden letzten auch als DDV. Für 2011 ist ein neues Album angekündigt.

Im Kinofilmdebüt “Weiße Hochzeit”, für den sie mit dem César und dem Prix Romy Schneider ausgezeichnet wurde, spielt Paradis eine Schülerin, die ihrem Lehrer (Bruno Cremer) den Kopf verdreht. Eine tour de force legte sie in Jean Beckers “Elisa” hin, wo sie ihren Vater (Gérard Depardieu) sucht und sich an ihm rächen will. Im Fantasy-Film “Der Hexenclub von Bayonne” spielte sie an der Seite von Jeanne Moreau, in der Kriminalkomödie “Alle meine Väter” mit Alain Delon und Jean-Paul Belmondo, in Patrice Lecontes schwarzweißem, poetischen Liebesfilm “Die Frau auf der Brücke“, ist sie brillant dialogsicher als selbstmordgefährdete junge Frau und Partnerin von Daniel Auteuil. Nach sechs Jahren Pause nahm sie 2004 ihre Filmarbeit mit dem Road Movie und Zwei-Personen-Drama “Mon Ange” wieder auf, gab Gastspiele in Independent-Produktionen (“Atomic Circus”) und gehörte zum Ensemble des Thrillers “Die Axt” (2007).

Vanessa Paradis arbeitete in den 90er-Jahren für Chanel, repräsentierte nach Marilyn Monroe, Catherine Deneuve und Carole Bouquet das berühmteste Parfüm der Welt, fotografiert von Jean-Paul Goude. 2006 war sie Werbefrau für Chanels Handtaschen.

Seit 1998 ist Vanessa Paradis mit Johnny Depp verheiratet, mit dem sie Sohn Jack und eine Tochter hat, der das Chanson “La ballade de Lily-Rose” (Album Bliss”, 2000) gewidmet ist. (geh)

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