"Das wilde Leben", die Verfilmung des Lebens der Uschi Obermaier, startet am 1. Februar im Kino. Doch die 68er-Ikone kann man auch selbst in einer Hauptrolle bewundern: als tödliche Powerfrau in "Rote Sonne".
Uschi Obermaier: Model, Musikerin und erstes deutsches Groupie. Als Mitglied der Berliner Kommune 1, war das Leben des aus München stammenden 68er-Sexsymbols vor allem frei von Konventionen und Zwängen. Ihrer Autobiografie zufolge beglückte sie mit Mick Jagger und Keith Richards die Hälfte der Rolling Stones im Bett, bevor sie Freundin von Rainer Langhans wurde und später mit der Hamburger Kiezgröße Dieter Bockhorn echte Liebe fand - die allerdings nach zehn Jahren mit dem tödlichen Unfall ihres Mannes tragisch endete. Das alles ist längst ein Stück deutsche Zeitgeschichte, fast schon Legende. Regisseur Achim Bornhak setzte der 68er-Ikone jetzt mit dem Film "Das wilde Leben" ein Denkmal, ab 1. Februar kann man ihre Lebensgeschichte im Kino betrachten.
Wer statt Schauspielerin Natalia Avelon als wilde Schönheit lieber die echte Uschi Obermaier sehen möchte, kann das in der Thriller-Komödie "Rote Sonne". Das beeindruckend schön gefilmte Werk von Regisseur Rudolf Thome erzählt die Geschichte einer Frauen-WG in den späten 60ern - mit der kleinen Angewohnheit, sich unerwünschter Männer mittels Mord zu entledigen. Die Verkörperung der Disco-Queen Peggy sollte gleichzeitig Uschi Obermaiers einzige Hauptrolle sein. Sicher nicht mangels Talent - der italienische Produzent Carlo Ponti hatte ihr einen Zehn-Jahres-Vetrag über zehn Filme angeboten. Doch die umworbene Schöne lehnte ab. Uschi Obermaier hatte kein Interesse daran, andere zu verkörpern - sie wollte vor allem sie selbst sein.