Amerikanischer Drehbuchautor, Regisseur und Thriller-Spezialist. Als Drehbuchautor der Trilogie um den Ex-CIA-Killer Jason Bourne erneuerte Tony Gilroy das Genre des Agententhrillers mit intelligenten, komplexen und politischen Drehbüchern. Nach den Bestseller-Romanen von Robert Ludlum adaptierte Gilroy mit "Die Bourne Identität" (2002), "Die Bourne Verschwörung" (2004) und "Das Bourne Ultimatum" (2006) Stoffe, die als atemlose Spionage-Thriller mit permanenter Hochspannung und innovativen Action-Sequenzen von einem Mann ohne Gedächtnis erzählen, der als Einzelner in einer Welt totaler Überwachung gegen das System kämpft. Vom CIA um die Welt gejagt, sucht Jason Bourne (Matt Damon) im Gegenzug die Verfolger heim.
Gilroy wandte sich 2007 mit dem Justizthriller "Michael Clayton" der Regie zu, blieb seinem Thema - Einzelkämpfer gegen den Machtapparat - treu und schickte Oscar-Preisträger George Clooney als Titelheld und Angestellten einer New Yorker Anwaltskanzlei, der reichen Kunden aus der Bredouille hilft, in den Kampf gegen einen Chemiekonzern. Wie in der Bourne-Trilogie basiert Gilroys Skript auf der Zeichnung komplexer soziopolitischer Zusammenhänge, ökonomischer Interessen und spannender Winkelzüge.
Tony Gilroy wurde in Manhattan, New York, als Sohn von Pulitzer-Preisträger Frank D. Gilroy geboren. Seine Brüder sind ebenfalls Drehbuchautoren. Er debütierte 1992 mit dem Skript zur Eislaufromanze "Liebe und Eis" und 1993 mit der romantischen Komödie "Um Antwort wird gebeten" (mit Patrick Dempsey). 1998 gehörte er zu den Drehbuchautoren von Michael Bays/Jerry Bruckheimers Blockbuster-Katastrophenfilm "Armageddon" (mit Bruce Willis). Für Regisseur Taylor Hackford adaptierte und schrieb Gilroy drei Stoffe: 1995 das Stephen-King-Mord-Drama "Dolores" (Kathy Bates und Jennifer Jason Leigh), 1997 das Justizdrama "Im Auftrag des Teufels", wo Jung-Anwalt Keanu Reeves gegen Al Pacino antritt, und 2000 den Actionthriller "Lebenszeichen - Proof of Life" mit Oscar-Preisträger Russell Crowe als Verhandlungsführer bei Geiselnahmen.
Gilroy schrieb die Drehbücher zum Thriller "Extrem - Mit allen Mitteln" (1996), der einen britischen Arzt (Hugh Grant) in einer New Yorker Klinik auf die Spur von Organräubern führt, und zum Actionthriller "Bait - Fette Beute" (2000), in dem Oscar-Preisträger Jaimie Foxx als Krimineller für das FBI unterwegs ist.
Tony Gilroy arbeitet 2008 am Thriller "Duplicity".
Matt Damon erfuhr "Bourne"-Verrat aus dem Internet
Eisiges Schweigen ...
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Matt Damon findet es gar nicht lustig, dass die "Bourne"-Macher selbst unter Gedächtnisverlust leiden - oder haben sie seine Telefonnummer einfach nur verlegt? (Foto: Kurt Krieger)
Ja, es war riskant von Matt Damon, seine Rückkehr als Jason Bourne für einen vierten Film der kultigen Agentenreihe an knallharte Bedingungen zu knüpfen. Denn der Topstar wollte nur unter der Regie von Paul Greengrass für "Bourne 4" vor die Kameras treten. Der Star-Regisseur mit dem revolutionären visuellen Stil hatte ab dem zweiten Film "Die Bourne Verschwörung" das Zepter bei der Action-Saga um den Spion mit fataler Gedächtnislücke übernommen.
Dass die Macher nach der Absage des Bourne-müden Regisseurs aber nun einfach eine Fortsetzung nicht nur ohne Greengrass, sondern auch ohne Hauptdarsteller Matt Damon planen, hätten sie dem Mann, dessen Gesicht die Agentenreihe groß gemacht hat, schon persönlich mitteilen können!
Das findet zumindest Matt Damon selbst: "Ich habe aus dem Internet erfahren, dass sie einen weiteren Film machen, keiner hat sich die Mühe gemacht, mich anzurufen. Ich bin zwar bei dem Film nicht dabei, aber sie werden den Namen Bourne sicher im Titel verwenden, weil die vom Studio Universal immer einen 'Bourne Irgendwas'-Titel haben wollen. Denen geht es vor allem um die Marke!"
Die Tür ist immer offen für ... wie heißt der Typ doch gleich?!??
Das klingt wenig begeistert und fördert nicht gerade die Chancen auf eine spätere Zusammenarbeit. Dabei hatte Bourne-Drehbuchautor Tony Gilroy kürzlich noch erklärt, dass er die Story des vierten Bourne-Abenteuers so anlegt, dass ein Comeback des Helden der ersten drei Filme möglich bleibt. Zitat: "Jason Bourne ist immer noch irgendwo da draußen am Leben."
Damit aus dem vagen "Irgendwo da draußen" tatsächlich wieder ein "Hier drin bei uns im Bourne-Studio" wird, sollte man den Titelstar vielleicht nicht derart gedankenlos verprellen. Zum Glück gibt sich Damon trotz seiner momentanen Verstimmung noch recht aufgeschlossen: "Es ist nicht vorbei, solange es nicht vorbei ist", lautet sein versöhnlicher Ausblick zum Thema "Bourne".
Matts milde Worte haben vermutlich private Gründe. Schließlich ist der Superstar gerade zum dritten Mal Vater geworden: Seine Frau Luciana Barroso brachte vergangene Woche die Tochter Stella Zavala Damon zur Welt. "Mutter und Kind sind gesund", freute sich Matt Damon. "Die ganze Familie ist begeistert!" Damon und Barroso haben gemeinsam die Töchter Isabella (4) und Gia (2), Luciana Barroso brachte noch die 11-jährige Alexis aus einer früheren Beziehung mit.