Tomy Wigand

Tomy Wigand

Leben & Werk

Komödien um Zivilcourage sind seine Spezialität. Ob Schalke-04-Fans (“Fußball ist unser Leben“), Internatsschüler (“Das fliegende Klassenzimmer”), skurrile Kleinkriminelle (“Polly Blue Eyes“) oder Jung-Detektive (“TKKG”), immer baut Regisseur Tomy Wigand auf Situationen, die Klischees unterlaufen, und auf Charaktere, die erst auf den zweiten Blick ihre Natur offenbaren. Allen Filmen gemein sind die Motive Solidarität und Zivilcourage. Wigand: “Man muss Zivilcourage vorleben. Es gibt leider immer weniger Menschen, die für andere Menschen einstehen.” In dem Sinn entführen die Schalker Fans einen Spieler mit der Nase im Koks und trainieren ihn fit (“Fußball ist unser Leben”), bringen die Leipziger Internatschüler vom Thomanerchor zwei Jugendfreunde wieder zusammen, überwinden Angst und die Regeln der Anstalt (“Das fliegende Klassenzimmer), sind die Kleinkriminellen als leicht meschugge Lebenskünstler und Traumtänzer vor allem für die Familie da (“Polly Blue Eyes”) und lösen Junior-Detektive den Fall um die Entführung dreier Schüler und eine obskure Erfindung, die Mind-Machine (“TKKG”).

Tomy Wigand (oft fälschlich mit “ie” geschrieben) wurde 1952 in Ludwigsburg geboren, studierte 1976 bis 1979 an der Hochschule für Fernsehen und Film in München, drehte Werbefilme und begann als Cutter der drei ersten, noch in Deutschland entstandenen Spielfilme des späteren Hollywood-Regisseurs Roland Emmerich (“Das Arche-Noah-Prinzip”, “Joey”, “Moon 44″). Für das Fernsehen inszenierte er mehrere Folgen der Action-Krimi-Serie “Alarm für Cobra 11″ und von “Im Namen des Gesetzes”. Er drehte mit Christine Neubauer (Komödie “Twiggy – Liebe auf Diät”), Matthias Habich, Barbara Auer und Chiara Schoras (Romanze “Picknick im Schnee”) und Heiner Lauterbach und Barbara Rudnik (Drama “Nicht heulen, Husky”).

Seine Kinofilme wurden fast alle Kassenerfolge und sind bis in die Nebenrollen prominent besetzt. “Fußball ist unser Leben” brachte Hauptdarsteller Uwe Ochsenknecht als Vokuhila-Fußballfan den Deutschen Filmpreis 2000 als Bester Hauptdarsteller und wurde in der Gelsenkirchner Schalke-04-Arena während laufender Bundesliga-Spiele in der Rudi-Asshauer-Ära gedreht. “Das fliegende Klassenzimmer”, mit Sebastian Koch, Ulrich Noethen und Piet Klocke, war 2002 die erfolgreichste der von Produzentin Uschi Reich verantworteten Erich-Kästner-Neuverfilmungen. In “Polly Blue Eyes” (2004) trafen Susanne Bormann und Matthias Schweighöfer als starkes Bonnie-und-Clyde-Paar im “Wilden Osten” aufeinander. “TKKG” (2006), mit Noethen als Biolehrer und Jürgen Vogel als Kommissar, ist (nach dem Kinofilm “Ein Fall für TKKG – Drachenauge”, 1992) die zweite Verfilmung der von Rolf Kalmuczak verfassten Serien-Abenteuer um die vier Jungdetektive Tim, Karl, “Klößchen” und Gaby.

1999 gründete Wigand in Leizig mit den Produzenten Sabine Manthey und Bernhard Koellisch die Firma Equinox, die u.a. “Jena Paradies” und Wigands “Polly Blue Eyes” produzierte und 2004 ihren Sitz nach Ludwigsburg verlegte.

Bilder

News & Stories

  • Komödie "Oma in Roma" mit Marianne Sägebrecht

    Regisseur Tomy Wigand (“Das fliegende Klassenzimmer”) dreht als nächstes die Komödie “Oma in Roma” mit Marianne Sägebrecht (“Out of Rosenheim”) und Annette Frier (Serie ” Danni Lowinski”) in den Hauptrollen. Als Mutter und Tochter machen die beiden Frauen eine Reise nach Rom und mischen dabei die Männerwelt auf – bis hin zum Papst. In weiteren Rollen sind Shooting-Star Miriam Stein (“Goethe!”), sowie den italienischen...

Filme

Weitere Stars

Kommentare

Liebe Nutzer, wir überarbeiten unser Kommentarsystem um es in Zukunft noch nutzerfreundlicher und weiter zugänglich zu machen. Bitte habt noch etwas Geduld mit uns, wir werden es euch dann bald an dieser Stelle zur Verfügung stellen.