Tom Hardy

Tom Hardy

Leben & Werk

Der britische Schauspieler wurde durch “Inception” einem Millionenpublikum bekannt. Während er in Hollywood-Produktionen wie”The Dark Knight Rises” oder “Mad Max: Fury Road” physische Kraftakte vollführt, brilliert er auch in kleineren Produktionen wie “Bronson” oder “No Turning Back”.

Leben und frühe Filme

Edward Thomas “Tom“ Hardy wurde am 15. September 1977 in Hammersmith, London, als Sohn eines Schriftstellers und einer Malerin geboren, wuchs in East Sheen auf und besuchte nach Reed's School und Tower House School die Richmond Drama School. 1998 begann er am Drama Centre London eine Schauspielausbildung und gab jedoch das Studium auf, als sich 2000 die Gelegenheit bot, in der zehnteiligen Kriegsfilmserie “Band of Brothers“ (HBO-BBC) und in Ridley Scotts Kriegsfilm “Black Hawk Down“ mitzuwirken.

Nachdem er als Schurke Shinzon in “Star Trek: Nemesis” ebenfalls auf sich aufmerksam machte, wechselte er in den kommenden Jahren oft das Medium. Mal auf den Bühnen der Welt (London und Chicago), dann in Fernsehproduktionen (“The Virgin Queen“, “Oliver Twist“) oder in kleineren Nebenrollen in Blockbustern als Gangster (“Layer Cake“, “RockNRolla“) zu sehen, festigte Tom Hardy seine Vielseitigkeit.

Durchbruch mit “Inception” und “Bronson”

Im Jahr 2008 gab er im biografischen Drama “Bronson” eine eindrucksvolle Vorstellung als Häftling Charles Bronson und legte dafür 19 Kilogramm an Muskelmasse zu. Dies bescherte ihm nicht nur einige Nominierungen, sondern öffnete ihm weiter Türen, sodass man ihn sowohl im Mafia-Epos “The Take” als auch als Heathcliff in “Sturmhöhe” sehen konnte.

Unter der Regie Christopher Nolans gelang ihm mit “Inception” (2010) als Teil der Crew von Leonardo DiCaprio endgültig der internationale Durchbruch und Tom Hardy avancierte schnell zum Publikumsliebling des Ensemblefilms.

“Warrior” und Batman Trilogie: “The Dark Knight Rises”

Als Spion gab er sich sowohl in der John le Carré Adaption “Dame, König, As, Spion” an der Seite seines Vorbilds Gary Oldmans, als auch in “Das gibt Ärger” in welchem er mit Chris Pine um die Gunst von Reese Whitherspoon buhlte. Als Schnapsbrenner zu Zeiten der Prohibition bricht er in “Lawless” das Gesetz.

Für seine Darstellung eines MMA-Fighters in “Warrior“, der gegen seinen entfremdeten Bruder (Joel Edgerton) antritt, steckte Hardy selbst Knochenbrüche am Set weg. Ebenso hart wurde es für ihn im Abschluss der Nolan-Trilogie “The Dark Knight Rises“. Als Bane terrorisiert er nicht nur Batman, sondern auch ganz Gotham City.

Tom Hardy als “Mad Max” und doppelt in “Legend”

Eine sensationelle Solo-Performance liefert Hardy im Drama “No Turning Back“ (2013) als Londoner Bauleiter Ivan Locke, der im Auto während einer Nachtfahrt in Echtzeit Beruf und Privatleben fernmündlich auf den richtigen Weg steuert. Während er in der zweiten Staffel der britischen Gangster-Serie „Peaky Blinders“ einen gewaltbereiten Anführer gibt, wird er als Barkeeper in „The Drop“ unbedarft in kriminelle Machenschaften gezogen.

Im nunmehr vierten Teil der „Mad Max“-Reihe tritt Tom Hardy das Erbe von Mel Gibson als Max Rockatansky an. In der postapokalyptischen Welt wird er als Gefangener und späterer Verbündeter von Furiosa (Charlize Theron) in George Millers oscarprämierten „Mad Max: Fury Road“ als Actionheld in Szene gesetzt. In den geplanten Fortsetzungen wird Tom Hardy erneut als Mad Max zusehen sein. Ein Geniestreich gelang Tom Hardy in „Legend“, in welchem er in der Doppelrolle der berüchtigten Gangster-Zwillinge Ronald und Reginald Kray zu sehen ist. Sie beherrschten gemeinsam das Londoner East der 1950er und 60er Jahre und gelten dort noch heute als Legenden.

Aktuelle Filme und Projekte: „The Revenant“ und „Taboo“

Seine erste Oscar-Nominierung erhielt Tom Hardy dank seiner Performance an der Seite Leonardo DiCaprios im Schnee-Western „The Revenant – Der Rückkehrer“. Mit seinem skrupellosen Kampf ums nackte Überleben trieb er DiCaprios Charakter dazu, dessen verbliebene Lebenskraft auf Rache an Tom Hardys Charakter auszulegen. Die überaus lange Drehzeit von insgesamt neun Monaten hielt Tom Hardy von seiner eigentlichen Zusage für „Suicide Squad“ ab, in welchem er Rick Flag spielen sollte. Die Rolle ging letztlich an Joel Kinnaman.

Erneut in historische Gefilde begibt sich Tom Hardy für die Mini-Serie „Taboo“ (2016). Während er in der Hauptrolle auf Rache für seinen Vater an den Obrigkeiten der East India Company sinnt, arbeitete er hinter den Kulissen als Produzent und erstmals als Autor an der Seite seines Vater Chips Hardy.

Tom Hardy Privat

Von 1999 – 2004 war Tom Hardy mit der Produzentin Sarah Ward verheiratet. Da sich Hardy zu dieser Zeit jedoch dem Drogenrausch hingab und dabei fast zu Tode kam, ging die Ehe auseinander. 2003 durchlief er einen Alkohol- und Drogenentzug. Mit einer damaligen Liaison bekam er 2008 sein erstes Kind, Louis Thomas (*2008). Am Set von „Sturmhöhe“ (2009) verliebte er sich in seine Filmpartnerin Charlotte Riley, die er im Juli 2014 heiratete. Das Paar bekam im Oktober 2015 ihr erstes gemeinsames Kind.

Bereits mit 15 Jahren ließ sich Tom Hardy sein erstes Tattoo stechen. Bis zum heutigen Tag lässt er sich für jeden bedeutsamen Zeitabschnitt seines Lebens ein neues Kunstwerk auf seinem Körper verewigen. Weitere körperliche Auffälligkeit bei ihm ist der kleine Finger an seiner rechten Hand, den er nicht ganz einknicken kann. Dies wird vor allem auffällig, wenn er die rechte Hand zur Faust ballt. Das Merkmal resultiert aus einer Verletzung, bei der er sich eine Sehne mit einem Messer verletzte, was zu drei Operationen führte.

Tom Hardy Auszeichnungen

Oscar

2016 – Nominierung als Bester Nebendarsteller – „The Revenant – Der Rückkehrer“

BAFTA Awards

2011 – Auszeichnung „Rising Star Award“

2008 – Nominierung als Bester Hauptdarsteller (Fernsehen) – „Stuart: A Life Backwards“

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