Mit dem modernen Simplicissimus und uramerikanischen "Forrest Gump" schuf er eine Kinofigur von mythischen Ausmaßen, die schnell sprichwörtlich... - Foto: Kurt Krieger http://images.kino.de/flbilder/max11/kuk11/kuk30/u1130071/b150x150.jpg Tom Hanks

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Tom Hanks


  • Bürgerlicher Name
    Thomas Jeffrey Hanks
  • Geburtstag
    09.07.1956
  • Geburtsort
    Concord, Kalifornien

Mit dem modernen Simplicissimus und uramerikanischen "Forrest Gump" schuf er eine Kinofigur von mythischen Ausmaßen, die schnell sprichwörtlich wurde und deren "Gumpismen" ("Die Welt ist wie eine Pralinenschachtel") in den Sprachschatz eingingen. Forrest Gump, eine Rolle, die die bessere, weil naive und helle Seite der US-Gesellschaft repräsentiert, war indes in den Figuren, die der 1956 geborene Tom Hanks zuvor gespielt hatte, schon angelegt.

Hanks war einer der Astronauten in dem (authentischen) Weltraumdrama um "Apollo 13", verliebte sich in die Sirene Daryl Hannah ("Splash") und bestand als Polizist neben einem Sabberhund ("Scott & Huutsch"). In der romantischen Komödie "Schlaflos in Seattle" fand er durch seinen Sohn und eine Radioshow die große Liebe seines Lebens mit Meg Ryan, an deren Seite er schon in "Joe gegen den Vulkan" (erfolglos) gespielt hatte und die er fünf Jahre später in "E-Mail für Dich" als rivalisierender Buchhändler erneut in sein Herz schloss.

Hanks verkörpert Amerika selbst, das Urvertrauen einer krisenlosen Gesellschaft, die an Werte, Traditionen und Normen glaubt und vor allem Menschlichkeit auf ihre Fahnen geschrieben hat. Selbst sein aidskranker Anwalt in "Philadelphia" schaffte noch im Tod die Versöhnung mit der Welt. Das Kind im Manne hatte er in "Big" ausgelebt, und das Raubein mit Herz als Coach einer weiblichen Baseballmannschaft, zu der Madonna und Geena Davis gehörten, in "Eine Klasse für sich".

Fülliger geworden, war Hanks in dem Zuchthausfilm "The Green Mile" der sanfteste Wärter aller Zeiten. Als auf einer einsamen Insel gestrandeter Nachfolger von Robinson Crusoe brillierte er 2000 in "Verschollen". Nicht weniger beeindruckte er in Steven Spielbergs Oscar-gekröntem Kriegsdrama "Der Soldat James Ryan". Für Spielberg stand er außerdem in dessen Gangster-Epos "Catch Me If You Can" als überkorrekter FBI-Agent, der sich an die Fersen eines Nachwuchsgauners (Leonardo DiCaprio) heftet, sowie in "Terminal" als Osteuropäer Viktor Navorski, der auf dem Flughafen von New York festsitzt, vor der Kamera.

Im Gangster-Epos "Road to Perdition" zeigte der auf die Darstellung des personifizierten guten Gewissens spezialisierte Hanks ebenso überzeugend sein böses Gesicht als Berufskiller, der den Mord an seiner Frau und seinem Sohn rächt. Etwas humorvoller war dagegen seine Rolle als Anführer eines Gauner-Quintetts im Remake der schwarzen Komödie "Ladykillers" durch die Coen-Brüder angelegt. Für den animierten Weihnachtsfilm "Der Polarexpress" lieferte Hanks in fünf Rollen die schauspielerischen Darbietungen, die dann komplett auf digitale Figuren übertragen wurden.

Seine Blockbuster-Qualitäten stellte Tom Hanks erneut als Symbolologe Robert Langdon in "Sakrileg" und "Illuminati" unter Beweis, den zwei Verfilmungen um die Kultfigur von Autor Dan Brown. Teil 3 "The Lost Symbol" ist bereits in der Mache.

In der Satire "Der Krieg des Charlie Wilson" gab Hanks als mit allen Wassern gewaschener, wiewohl höchst engagierter Abgeordneter Einblicke in die wahnwitzigen Mechanismen der US-Außenpolitik. Als Traumduo mit Julia Roberts drückte er dann in "Larry Crowne" als Mittvierziger wieder die Schulbank.

Richtig ernst macht Tom Hanks nun wieder im oscarnominierten 9/11-Drama "Extrem laut und unglaublich nah" nach dem Roman von Jonathan Safran Foer ("Alles ist erleuchtet").

Hanks ist neben Spencer Tracy der einzige Schauspieler, der zwei Oscars (für "Philadelphia" und "Forrest Gump") hintereinander gewann. Sein Regiedebüt gab er 1996 mit "That Thing You Do!", eine Komödie über eine One-Hit-Wonder-Band in den 60er-Jahren. Hanks, der sich selbst als langweiligen Durchschnittstyp und Familienmenschen bezeichnet, gilt als einer der umgänglichsten Hollywood-Stars.

  • Bürgerlicher Name
    Thomas Jeffrey Hanks
  • Geburtstag
    09.07.1956
  • Geburtsort
    Concord, Kalifornien
  • Geburtsland
    USA
  • Familie
    Mutter: Janet Turner (Krankenhausangestellte)
    Vater: Amos Hanks (Koch, 1961 Scheidung von Janet Turner, 1992 gest.)

    Schwester: Sandra (Schriftstellerin, geb. 1951)

    Brüder:
    Larry (Professor; geb. 1953)
    Jim (Schauspieler, geb. 1961)

    Ehefrauen
    Samantha Lewes (1978 - 1985)
    Rita Wilson (seit 1988)

    Tochter: Elizabeth (von Samantha Lewes)

    Söhne:
    Colin (von Samantha Lewes)
    Chester (von Rita Wilson)
    Truman (von Rita Wilson)
  • Autogrammadresse
    c/o Creative Artists Agency
    9830 Wilshire Blvd
    Beverly Hills, CA 90212
    USA

Die Berlinale mit Angelina Jolie im Zeichen von Film, Blut und Honig

Auch wenn das Thermometer gerade bundesweit in den Keller rutscht - eine "Eis-Berlinale" wie vor zwei Jahren ist offenbar nicht zu befürchten.

Großansicht Am 9. Februar öffnet die 62. Berlinale ihre Pforten - unter anderem für Angelina Jolies Regiedebüt "In the Land of Blood and Honey" um eine Liebe im Bosnienkrieg (Foto: Wild Bunch (Central))

Am 9. Februar öffnet die 62. Berlinale ihre Pforten - unter anderem für Angelina Jolies Regiedebüt "In the Land of Blood and Honey" um eine Liebe im Bosnienkrieg (Foto: Wild Bunch (Central))

Zumindest attestieren die Wetterdienste, dass die Temperaturen bis zur Eröffnung wieder in den einstelligen Minusbereich zurückkehren. Ob Frost oder nicht: Die Berlinale, die am 9. Februar ihre Pforten öffnet, wird keinen Besucher kalt lassen. Zu viel gibt es zu entdecken! Neben den 395 gezeigten Filmen locken an den elf Festivaltagen zahllose Partys, Empfänge und Diskussionsrunden - und natürlich die Stars am roten Teppich.

Viele Regisseure erzählen in ihren Filmen von einer Welt im Umbruch. Darunter auch ein prominentes Regiedebüt: Hollywoodstar Angelina Jolie stellt "In the Land of Blood and Honey" vor, ein Film über den Bürgerkrieg in Bosnien, der der humanitär engagierten Schauspielerin eine Herzensangelegenheit war.

Deutschlands Hollywood-Exportschlager Diane Kruger gibt die französische Königin Marie Antoinette, die von den Unruhen der Französischen Revolution erfasst wird, in dem Historiendrama "Leb wohl, meine Königin!", dem diesjährigen Berlinale-Eröffnungsfilm.

Dänemarks Superstar Mads Mikkelsen ist ebenfalls in einem königlichen Drama zu sehen, in "Die Königin und der Leibarzt" spielt er den Doktor der dänischen Königin Caroline Mathilde. Der Arabische Frühling, der vor einem guten Jahr begann, zieht sich durch alle Sektionen und zahlreiche Diskussionen.

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Selbst der oft vergessene Kontinent Afrika rückt in den Fokus und erzählt von Menschen auf der Suche nach einer besseren Zukunft. Der asiatische Film ist traditionell stark in allen Reihen vertreten, etwa mit bei Cineasten heiß gehandelten philippinischen "Skandalfilmer" Brillante Mendoza. Auch Angelina Jolies Ex-Mann, der Schauspieler Billy Bob Thornton, wechselt alle Jahre wieder auf den Regiestuhl, in Berlin hat er die starbesetzte Culture-Clash-Komödie "Jayne Mansfield's Car" im Gepäck.

Tom Hanks und Sandra Bullock sind die Protagonisten in dem oscarnominierten 9/11-Drama "Extrem laut und unglaublich nah", während "Twilight"-Star Robert Pattinson auf dem roten Teppich für Kreischalarm sorgen sollte - er spielt im Paris des 19. Jahrhunderts angesiedelten Bel Ami" einen eleganten Liebhaber - u.a. von Uma Thurman und Christina Ricci. Clive Owen beglückt die Berliner dagegen anlässlich der Premiere des britischen Thrillers "Shadow Dancer".

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Auch in diesem Jahr ist Berlinale natürlich DAS Schaufenster für den deutschen Film. Insgesamt 87 deutsche Filme und Koproduktionen laufen in den verschiedenen Sektionen. Auch im Wettbewerb wird geklotzt, gleich drei Schwergewichte des deutschen Autorenfilms rücken ins Rampenlicht: Hans-Christian Schmid mit seinem Familiendrama "Was bleibt", Christian Petzold mit dem geheimnisvollen Drama "Barbara" und Matthias Glasner mit dem am Nordkap gedrehten "Gnade". Außer Wettbewerb zeigt Doris Dörrie ihren neuen Film "Glück", eine berührende Liebesgeschichte zwischen einem Punk und einer jungen Prostituierten.

Welche Wettbewerbsfilme, Darsteller und Filmemacher dieses Jahr die begehrten Bären mit nach Hause nehmen dürfen, das entscheidet die Jury um den Präsidenten Mike Leigh ("Happy-Go-Lucky"). Als kompetente Unterstützung an seiner Seite hat der Top-Regisseur dabei unter anderem Hollywood-Star Jake Gyllenhaal, den legendären Fotografen und Regisseur Anton Corbijn, den Oscar-Nominierten Filmemacher Asghar Farhadi ("Nader und Simin") und die französischen Filmlieblinge Charlotte Gainsbourg und François Ozon. Die glanzvolle Verleihung geht am 19. Februar zum großen Berlinale-Finale über die Bühne.

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