Amerikanischer Schauspieler. Tobin Bell gewann seine "unheimliche" Reputation als knochenharter Fiesling in Horror- und Actionfilmen und mit zahlreichen Auftritten und Gastauftritten in TV-Serien. Kultstatus erreichte der große Blonde mit der Granithaut als Serienkiller und Folterkellermeister Jigsaw in der "Saw"-Trilogie (2004-2006), wo er mit weißroter Pappmaché-Clown-Maske und Fliege erscheint, im zweiten Teil erkrankt und im dritten Teil bettlägerig und kahlköpig geworden ist, was den moralisierenden Horrorphilosophen nicht davon abhält, sich weitere makabre Todesarten auszudenken.
Tobin Bell wurde in Queens, New York (andere Quellen: Weymouth, Massachusetts), als Sohn der britischen Schauspielerin Eileen Bell geboren, absolvierte die Boston University und nahm in New York Schauspielunterricht bei Sanford Meisner und in Lee Strasbergs Actor's Studio. Obwohl er 1988 als FBI-Agent in Alan Parkers "Mississippi Burning" an der Seite von Gene Hackman und Willem Dafoe debütierte, avancierte Bell rasch zum Mafioso in Martin Scorseses "GoodFellas" (1990) und zum Killer in Sydney Pollacks John-Grisham-Verfilmung "Die Firma" (1993). Als Kopfgeldjäger Dog Kelly bleibt er in Sam Raimis Neo-Western "Schneller als der Tod" (1995) auf der Duellanten-Strecke, als Moloch kämpft er in Tsui Harks Actionfilm "Black Mask II" (1993).
Zu Bells über 70 Film- und TV-Arbeiten als Agent, Cop, Killer und Bösewicht zählen die Serien "Akte X", "Die Sopranos", "Emergency Room", "Chicago Hope", "Stargate 1", Walker, Texas Ranger", "NYPD Blue", "Seinfeld", "Alien Nation", "Jake and the Fatman", "Charmed", "Revelations", "24", "Alias", wo er zu den SD-6-Agenten gehört, und als Titelheld in "Una Bomber. The True Story". In "Shadow Killer" (1994) war Pam Grier als Polizeipsychologin seine Partnerin, in "Power Play - Fusion Factor" (2002) verhindert er Umweltschutzmaßnahmen, und in Robert Kurtzmans Horrorfilm "Buried Alive - Lebendig begraben" (2007) ist er Hausmeister einer Hütte bei einer verlassenen Mine im Grand Canyon und macht Studenten bei der Schatzsuche das Leben zur Hölle. Ein Heavy.
Jigsawkiller jagt Serienmörder
Vorlage für den Horrorfilm "Bump" ist der gleichnamige Comic von Mark Kidwell.
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Tobin Bell wurde mit der "Saw"-Trilogie berühmt. Teil vier kommt am 7. Februar 2008 ins Kino (Foto: Kinowelt)
Auch wenn Tobin Bell plötzlich zu den Guten gehören möchte - seinem bevorzugtem Genre, dem bluttriefenden Slashermovie, bleibt er treu. Der "Saw"-Star, der sich als Bösewicht Jigsaw eine wachsende Fangemeinde erspielt hat, ist an der Leinwandadaption der makaberen Comicserie "Bump" beteiligt. Als Sheriff Lundy wird er Jagd auf den psychopatischen Serienmörder Edgar Dill machen.
Aber auch in der Rolle des Gesetzeshüters wird Bell nicht vollkommen frei von Dämonen sein. Nachdem der Marionettenhersteller Edgar Dill anstelle von Holz plötzlich Menschenfleisch für seine Schnitzkunst entdeckt und sich als Ausgangsbasis für sein nächstes Werk ausgerechnet die Tochter des Sheriffs erwählt hat, mutiert dieser zum Racheengel. In einem Akt von Selbstjustiz macht er den Bösewicht samt dessen nicht minder abnormalen Übermutter dingfest und lässt sie in deren Waldversteck verrotten. 30 Jahre später allerdings regt sich dank der Mächte des Bösen wieder etwas in dem Wäldchen ...
Jemand an 'nem ordentlichen Massaker interessiert?
Sofern der Plot überhaupt umgesetzt wird, soll Robert Kurtzman im Regiestuhl Platz nehmen. Derzeit steht das Projekt jedoch auf wackeligen Beinen, da die Finanzierung noch nicht gesichert ist. Auch hat sich noch keine Produktionsfirma oder ein Verleih für den Film begeistern können.