Der sympathische, gut aussehende Til Schweiger zählt zu den wenigen großen Stars in Deutschland, der nicht nur als Schauspieler eine Reihe... - Foto: Kurt Krieger http://images.kino.de/flbilder/max13/kuk13/kuk07/u1307269/b150x150.jpg Til Schweiger
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Til Schweiger

  • Bürgerlicher Name
    Tilman Valentin Schweiger
  • Geburtstag
    19.12.1963
  • Geburtsort
    Freiburg

Der sympathische, gut aussehende Til Schweiger zählt zu den wenigen großen Stars in Deutschland, der nicht nur als Schauspieler eine Reihe sensationeller Erfolg feiern konnte, sondern längst auch als Regisseur, Produzent und Drehbuchautor reüssieren konnte.

Mit der von ihm inszenierten, produzierten und mitgeschriebenen Romantic Comedy "Keinohrhasen" landete er den großen Coup - und den größten deutschen Kino- und DVD-Erfolg des Jahres 2008 mit mehr als sechs Mio. Besuchern und mehr als 1,2 Mio. abgesetzten DVDs/BluRays. Ein weiterer Höhepunkt des Erfolgsjahres ist eine tragende Nebenrolle in Quentin Tarantinos Zweiter-Weltkriegs-Spektakel "Inglourious Basterds" sowie ein weiterer Komödienhit von eigener Hand, der Klamauk "1 1/2 Ritter".

Schweiger wurde 1963 in Freiburg geboren und kam über Umwege - Germanistikstudium, Kneipenjobs etc. - zu seinem Beruf. Er begann am Theater, wurde 1991 für die "Lindenstraße" engagiert und verließ die Serie nach einem Jahr wieder, um seinen ersten Kinofilm "Manta, Manta", eine Bernd-Eichinger-Produktion, zu drehen.

Schweiger erhielt 1992 den "Max-Ophüls-Preis" für die beste Hauptrolle in "Ebbies Bluff". 1994 folgte unter Sönke Wortmann der Riesenerfolg mit "Der bewegte Mann". Seitdem gehört Til Schweiger zu den bekanntesten Gesichtern der deutschen TV- und Kinolandschaft.

1996 verantwortete er als Produzent und Hauptdarsteller mit seiner Produktionsfirma Mr. Brown Entertainment den Goldene Leinwand-Erfolg "Knockin' on Heaven's Door". Mit Mr. Brown realisierte Schweiger außerdem die schräge Killerkomödie "Der Eisbär", mit der er auch sein Regiedebüt gab, den erfolgreichen Rentnerspaß "Jetzt oder nie - Zeit ist Geld" sowie die Gaunerkomödie "Auf Herz und Nieren".

Parallel gelang Schweiger, der seit 1995 mit dem Modell Dana Carlsen verheiratet und mehrfacher Vater ist, das schwierige Kunststück, als deutscher Schauspieler auch in Hollywood Fuß zu fassen. Hier debütierte er 1997 mit einem kurzen Auftritt in Antoine Fuquas Actionthriller "The Replacement Killers", in dem Mira Sorvino und Chow Yun-Fat die Hauptrollen spielten.

Weiter ging es an der Seite von Alan Rickman und Emma Thompson in dem hierzulande nur auf Video erschienenen Gangsterthriller "Judas Kiss" sowie mit Alan Rudolphs Ensembledrama "Investigating Sex", in dem sich Schweiger neben Stars wie Nick Nolte und Neve Campbell bewies. An den deutschen Kinokassen floppte dagegen das von Renny Harlin 2001 inszenierte Actionspektakel "Driven" mit Burt Reynolds und Sylvester Stallone, in dem der "Teutonen-Star" als Gegenspieler von Kip Pardue als Rennfahrer Beau Brandenburg um sein Leben rast.

Auch in der Folgezeit war Schweiger sowohl in deutschen Filmen (die Hausbesetzer-Komödie "Was tun, wenn's brennt", als Weltraum-Taxler in "Bully" Herbigs "(T)Raumschiff Surprise") als auch in internationalen Koproduktionen (als Max Schmeling in "Joe and Max", als Lucky Luke in "Dalton gegen Lucky Luke") zu sehen. Für Hollywood stand er für "Tomb Raider Lara Croft 2" als Bösewicht sowie in der Bruckheimer-Produktion "King Arthur" als grimmige Sachsen-Glatze Cynric vor der Kamera.

Dazwischen blieb ihm auch noch Zeit, am Drehbuch für seine zweite Regiearbeit zu feilen: Die romantische Komödie "Barfuss" erzählt von der ungewöhnlichen Beziehung einer Selbstmordkandidatin (Johanna Wokalek) und einem (zunächst) verantwortungslosen Weiberhelden (Schweiger), die sich auf einer Reise näher kommen. Von ganz anderer Seite zeigte Schweiger sich überdies in dem Kassenflop "One Way", der das Thema Vergewaltigung in Form eines Thrillers aufgriff, und Uwe Bolls Game-Verfilmung "Far Cry".

Der Schauspieler wurde für den Audience Award nominiert und erhielt den Ernst-Lubitsch-Preis auf der Berlinale 2008. Bei der Verleihung der Video Champions wurde Til Schweiger 2008 in München mit dem Artist Award ausgezeichnet; sein Film "Keinohrhasen" erhielt überdies den Publikumspreis.

Die Fortsetzung "Zweiohrküken" sahen im Kino erneut über 4 Millionen Zuschauer, Teil 3 ist bereits in Vorbereitung. Auch Schweigers anrührende Dramödie "Kokowääh" über die emotionalen Wirren einer Patchworkfamilie mit Tils realer Tochter Emma Tiger als eigenem Filmsprössling hat alle verlässlichen Erfolgszutaten vorzuweisen - die Fortsetzung kommt jetzt ins Kino.

Zuvor wandelte Schweiger hollywoodreif auf Actionpfaden: Im Edelthriller "Schutzengel" bewahrt er als Personenschützer ein Mädchen (Schweigers Tochter Luna) vor dem Zugriff eines Waffenhändlers, den diese bei einem Mord beobachtet hat.

  • Bürgerlicher Name
    Tilman Valentin Schweiger
  • Geburtstag
    19.12.1963
  • Geburtsort
    Freiburg
  • Geburtsland
    BRD
  • Familie
    Mutter: Lehrerin
    Vater: Lehrer
    Zwei Brüder

    Ehefrau:
    Dana Carlsen (seit 19.06.1995, leben getrennt)

    Kinder:
    Sohn: Valentin (1995)
    Tochter: Luna (1997)
    Tochter: Lilly Camille (1998)
    Tochter: Emma Tiger (Oktober 2002)
Im Dreh: Neue Komödie vom "Stromberg"-Macher

Nicht nur für Fans…

Großansicht Am Set von "Nicht mein Tag": Moritz Bleibtreu, Regisseur Peter Thorwarth und Axel Stein (Foto: Sony)

Am Set von "Nicht mein Tag": Moritz Bleibtreu, Regisseur Peter Thorwarth und Axel Stein (Foto: Sony)

Gut sieben Jahre nach dem Start von "Goldene Zeiten" sitzt Peter Thorwarth erstmals wieder auf dem Regiestuhl für einen Kinospielfilm. Der Filmemacher arbeitet an der Adaption von Ralf Husmanns Erfolgsroman "Nicht mein Tag", die 2014 ins Kino kommen soll. Mitte Juni gehen die rund 40 Tage langen Dreharbeiten zu der Buddy-Komödie zu Ende. Gedreht wurde in Köln, Wuppertal, im Ruhrgebiet und in Amsterdam.

Erzählt wird die Geschichte des biederen Bankberaters Till (Axel Stein), der von seinem Job und vom Leben in der Kleinstadt gelangweilt ist. Doch alles ändert sich, als der Gelegenheitsgangster Nappo (Moritz Bleibtreu) die Bank überfällt und Till als Geisel nimmt.

Die erfolgreiche Romanvorlage zu "Nicht mein Tag" stammt von "Stromberg"-Erfinder Ralf Husmann. Peter Thorwarth war aufgrund des Schauplatzes der Geschichte, die am Rande des Ruhrgebiets angesiedelt ist, zunächst skeptisch. "Ich mag meine Heimat sehr, wollte aber eigentlich nicht schon wieder so ein Ruhrpottding machen", sagt der in Dortmund geborene Filmemacher, der zuvor die sogenannte "Unna-Trilogie" mit "Bang Boom Bang" (1999), "Was nicht passt wird passend gemacht" (2002) und "Goldene Zeiten" (2006) vorgelegt hatte. ",Nicht mein Tag' hat mich aber von den Figuren her sofort angesprochen."

Wie bei allen bisherigen Thorwarth-Filmen ist Christian Becker als Produzent mit an Bord, dazu Til Schweigers Firma Mr. Brown Entertainment. "Tom Zickler und Til Schweiger mögen Peter Thorwarths Filme", erklärt Becker die Verbindung. "Wir haben einen guten Draht zueinander und wollten schon immer einmal etwas zusammen machen."

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Im Stab arbeitet Thorwarth mit vielen Vertrauten zusammen. Unter anderem schrieb er das Drehbuch mit Stefan Holtz, der bereits an "Bang Boom Bang" beteiligt war. Der Regisseur lobt in diesem Zusammenhang die unkomplizierte Zusammenarbeit mit dem Schöpfer der Romanvorlage. "Ralf Husmann hat sich sehr professionell verhalten", berichtet Thorwarth. "Er war am Treatment und an der ersten Drehbuchfassung beteiligt, hat uns dann aber völlig freie Hand bei der weiteren Ausarbeitung gelassen."

Von Caster Emrah Ertem, der auch schon bei "Goldene Zeiten" mit von der Partie war, kam der Vorschlag, die Rolle des Till mit Axel Stein zu besetzen. Während Moritz Bleibtreu, den Thorwarth seit vielen Jahren kennt, bereits zu einem frühen Zeitpunkt gesetzt gewesen sei, habe der vor allem als Comedian bekannte Stein zunächst Skepsis hervorgerufen, berichtet der Regisseur. Im Casting habe er sich dann aber als "die große Überraschung" entpuppt. "Er hat uns absolut überzeugt, weil er genau die Dinge beherrscht, die Diether Krebs auch konnte. Mir sind auch die leisen Zwischentöne und ernsthaften Momente in einer Komödie wichtig", führt Thorwarth aus.

Für weitere Rollen konnten unter anderem Anna Maria Mühe als Tills Ehefrau und Jasmin Gerat als Nappos Freundin gewonnen werden. ",Nicht mein Tag' bietet ein rundum attraktives Paket mit einem starken Darstellerensemble und einer Geschichte, die alles mitbringt, was die Zuschauer im Kino sehen möchten", kommentiert Martin Bachmann vom Filmverleih Sony. "Ich bin überzeugt davon, dass wir hier einen guten und auch kommerziellen Film haben."

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Eine kleine Rolle spielt zudem der "Kultcharakter", der Thorwarths bisheriges Werk auszeichnete. "Auch diesmal gibt es wieder Anspielungen auf die vorherigen Filme", kündigt Becker an. So sei Christian Kahrmann noch einmal in einem kurzen Auftritt als "Mark Kampmann" zu sehen, ebenso wie ein weiteres bekanntes Ruhrgebietsgesicht: "Ein Thorwarth-Film, in dem Ralf Richter nicht vorkommt, geht ja gar nicht", kommentiert der Produzent schmunzelnd.

Becker betont allerdings, dass der neue Thorwarth ein eigenständiger Film sei, der deutlich breiter als die bisherigen Ruhrgebietserzählungen aufgestellt sei. "Ich denke nicht, dass ich die Fans von Filmen wie,Bang Boom Bang'" mit diesem Film enttäuschen werde", ergänzt Thorwarth. "Wir werden die Türen aber ein Stück weiter öffnen und noch andere Zuschauer dazugewinnen."

Der Filmemacher, der zuletzt unter anderem für Beckers Rat Pack als Drehbuchautor für "Die Welle" fungiert hatte, will seine Tätigkeit als Regisseur wieder intensivieren und möglichst bald nach "Nicht mein Tag" die nächste Regiearbeit angehen. "Nach,Goldene Zeiten' habe ich viel geschrieben und vieles entwickelt", berichtet Thorwarth. "Diese Projekte sind auch nicht alle tot, sondern befinden sich nach wie vor in der Finanzierungsphase."


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