Sein Lieblingsfilm ist Ingmar Bergmans "Fanny & Alexander", gefolgt von "Der Pate". Familienbande, -treffen, -feste und -geheimnisse fesseln den... - Foto: http://images.kino.de/flbilder/max10/auto10/auto05/10050437/b150x150.jpg Thomas Vinterberg

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Thomas Vinterberg


  • Geburtstag
    19.05.1969
  • Geburtsort
    Kopenhagen

Sein Lieblingsfilm ist Ingmar Bergmans "Fanny & Alexander", gefolgt von "Der Pate". Familienbande, -treffen, -feste und -geheimnisse fesseln den dänischen Regisseur Thomas Vinterberg, der selbst mit einem Familienfilm der ungewöhnlichen Art bekannt wurde: "Das Fest" wurde 1998 in Cannes mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet und war das erste Beispiel der Bewegung um das "Dogma '95"-Programm. Vinterberg gehörte zu den Unterzeichnern des 1995 von Lars von Trier initiierten Manifests, das bestimmten Tendenzen im modernen Kino entgegenwirken wollte, einen "Schwur der Keuschheit" forderte sowie zehn Regeln aufstellte, darunter: Originalschauplätze, Handkamera, Naturlicht, Verzicht auf oberflächliche Action und Verbot zeitlicher und geografischer Verfremdungen.

Obwohl Lars von Trier der erste war, der sich nach "Idioten" mit "Dancer in the Dark" vom Dogma abwandte und Sören Kragh-Jacobsen mit "Mifune" elegante Zwischenlösungen fand, war das Dogma '95 für kurze Zeit wirksam genug, das kreative Potenzial von Regisseuren zu beflügeln. Vinterbergs "Das Fest" seziert eine idyllische Familienfeier, als anlässlich des 60. Geburtstags eines Hoteliers dessen ältester Sohn den Vater öffentlich beschuldigt, seine Zwillingsschwester in den Selbstmord getrieben und die Geschwister in der Kindheit sexuell missbraucht zu haben. Die Entthronung des Patriarchen und die gnadenlose Aufdeckung der wahren Persönlichkeiten sind Thema und Ziel des Films.

Vinterberg, 1969 in Kopenhagen geboren, beendete 1993 sein Studium an der Filmhochschule in Kopenhagen, inszenierte TV-Filme, Kurzfilme und 1996 sein Spielfilmdebüt "The Greatest Heroes". "Das Fest" wurde im Rahmen des Europäischen Filmpreises 1998 mit dem Fassbinder-Preis als Europäische Entdeckung des Jahres ausgezeichnet.

Vier Jahre nach "Das Fest" überraschte Vinterberg 2002 mit "It's All About Love", einer Mischung aus Romanze, Melodram, Thriller und Weltkritik in eleganten Cinemascope-Bildern. Der im Jahr 2021 angesiedelte Film zeigt plakativ eine Welt, in der emotionale Eiszeit herrscht, kann aber seine Handlung nicht befriedigend auflösen. Trotz durchaus nahmhafter internationaler Darsteller wie Joaquin Phoenix, Claire Danes und Sean Penn stiess das Werk auf wenig Gegenliebe beim Kinopublikum.

  • Geburtstag
    19.05.1969
  • Geburtsort
    Kopenhagen
  • Geburtsland
    Dänemark

"Liebe" und Superstars in Cannes

Hollywood und europäische Fimkunst vereint unter franzäsischen Palmen...

Großansicht 2009-Sieger Michael Haneke ist mit "Liebe" im Wettbewerb von Cannes, Bruce Willis präsentiert seinen neuen Film "Moonrise Kingdom" (Foto: Kurt Krieger, Tobis)

2009-Sieger Michael Haneke ist mit "Liebe" im Wettbewerb von Cannes, Bruce Willis präsentiert seinen neuen Film "Moonrise Kingdom" (Foto: Kurt Krieger, Tobis)

Nach "Das weiße Band" im Jahr 2009 hat Michael Haneke mit seinem neuesten Film "Liebe" erneut die Chance auf die Goldene Palme. Wie die Organisatoren des Festival de Cannes (16. bis 27. Mai) bekannt gaben, gehört die deutsch-französisch-österreichische Koproduktion zu den Wettbewerbsfilmen der diesjährigen Festivalausgabe.

Neben Wes Andersons topbesetztem Eröffnungsfilm "Moonrise Kingdom" mit Stargast Bruce Willis bewerben sich eine Reihe hochkarätiger englischsprachiger Titel um die Palmen: Andrew Dominik zeigt "Killing Them Softly" mit Brad Pitt, der ebenfalls vor Ort in Cannes sein wird, David Cronenberg die Don DeLillo-Adaption "Cosmopolis" mit "Twilight"-Star Robert Pattinson, Jeff Nichols nach seinem vielfach preisgekrönten "Take Shelter" seinen Nachfolger "Mud" mit Reese Witherspoon und Walter Salles die lang geplante Jack-Kerouac-Adaption "On the Road - Unterwegs" mit Kirsten Dunst.

Dazu reist das Ehepaar Smith aus Hollywood an, weil Jada Pinkett Smith den außer Konkurrenz laufenden Animationshit Madagascar 3: Flucht durch Europa präsentiert, in dessen englischer Version sie erneut Nilpferddame Gloria die Stimme leiht. Gatte Will Smith stärkt ihr dabei den Rücken.

Bilder zu "Moonrise Kingdom"

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John Hillcoat ist mit "Lawless" im Wettbewerb von Cannes vertreten. Der "Precious - Das Leben ist kostbar"-Regisseur Lee Daniels ist in Cannes mit "The Paperboy" dabei. Veteran Ken Loach präsentiert "The Angels' Share" auf dem wichtigsten Filmfestival der Welt.

Von heimischer französischer Seite gehen Jacques Audiard mit "Un gout de rouille et d'os" und Leos Carax mit "Holy Motors" sowie Alain Resnais mit "Ihr werdet euch noch wundern" ins Rennen um die Palmen.

Österreichs Ulrich Seidl wurde mit "Paradies" an die Croisette geladen, der Italiener Matteo Garrone mit "Reality", der Däne Thomas Vinterberg mit "Jagten". Der Goldene Palme-Gewinner von 2007, Cristian Mungiu, stellt "Beyond the Hills" vor.

Bilder zu "Cosmopolis"

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Zum zweiten Mal nach 2010 mit "Mein Glück" in den Cannes-Wettbewerb eingeladen wurde Sergei Loznitsa mit "Im Nebel", der als internationale Koproduktion mit deutscher Beteiligung entstanden ist. Ebenfalls einen deutschen Koproduzenten hat Carlos Reygadas mexikanischer Wettbewerbsbeitrag "Post Tenebras Lux". Auch Leos Carax' Wettbewerbsbeitrag "Holy Motors" verfügt über einen deutschen Koproduzenten.

Mit Hong Sang-soo ("In Another Country") und Im Sang-soo ("Taste of Money") sind auch zwei renommierte koreanische Filmemacher im Wettbewerb vertreten. Der iranische Altmeister Abbas Kiarostami bewirbt sich dazu mit "Like Someone in Love", der Ägypter Yousry Nasrallah mit "After the Battle".

Bilder zu "Madagascar 3: Flucht durch Europa"

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In den Special Screenings in Cannes zeigt Fatih Akin seine Dokumentation "Der Müll im Garten Eden". Zwei deutsche Koproduktionen haben es in das Programm der Reihe Un Certain Regard geschafft: Sylvie Verheydes Literaturverfilmung "Bekenntnisse eines jungen Zeitgenossen" und Moussa Tourés "La Pirogue".


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