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Steckbrief

The Pogues


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Im London des Jahres 1982 gründen Shane McGowan (Gesang), James Fearnley (Akkordeon) und Spider Stacey (Tin Whistle) eine Folkgruppe, mit der sie zunächst als Straßenmusiker auftreten. Der Bandname "Pogue Mahone" ist die englische Schreibweise der irischen Redensart "póg mo thóin", was ungefähr so viel bedeutet wie "leck' mich am Arsch". Vor der Veröffentlichung ihres ersten Albums verkürzt die Band diesen Namen jedoch, da viele Radiostationen den anzüglichen Spruch boykottieren. Später stoßen Jeremy "Jem" Finner (Gitarre, Banjo), Cait O'Riordan (Bass) und Andrew Ranken (Schlagzeug) hinzu. Schnell erregt die Band mit ihrer ebenso windschiefen wie explosiven Mixtur Aufsehen: Das Wechselspiel zwischen Derbheit und Rührseligkeit, Rumpelfolk und Punk wird getragen von der krächzenden Stimme ihres Frontmannes, der auf der Bühne den selbstzerstörerischen Underdog gibt. Das erste Album "Red Roses For Me" (1984) speist sich zu einem guten Teil noch aus der Punk-Tradition von McGowans alter Band, den Nipple Erectors. Ähnlich wie bei den Vorbildern The Clash besitzen die Texte stets auch eine unterschwellige politische Note. Im selben Jahr präsentieren sich McGowan und Konsorten denn auch als Support-Act der Londoner Punk-Heroen. Auf dem unter der Regie von Elvis Costello aufgenommenen "Rum, Sodomy & The Lash" (1985) findet sich wenig später zwar ein höherer Anteil traditoneller Elemente, doch findet Shane McGowan mit diesem Album und Stücken wie "The Old Main Drag" als Songwriter endgültig seine Linie. Die poetischen Geschichten erzählen, wie auch die Coverversion von Ewan MacColls "Dirty Old Town", vom Leben und Elend der kleinen Leute. Das Album soll wegweisend für eine ganze Stilrichtung werden, doch versäumen es die Pogues, sofortigen Nutzen aus dem Erfolg zu ziehen. Es kommt zu einigen Umbesetzungen, und erst 1988 erscheint wieder ein neues Album. Mit "If I Should Fall From Grace With God" und dem im Jahr darauf erschienenen "Peace & Love" erreicht die Gruppe schließlich den Höhepunkt ihrer Karriere. Doch Leben und Arbeit des schwer saufenden McGowan geraten zusehends aus dem Ruder. Nach "Hell's Ditch" (1990) verlässt er 1991 die Band und startet eine Sololaufbahn. Nach einem Gastspiel von Joe Strummer, mit dem noch zwei Alben aufgenommen werden, löst sich die ihres Frontmannes beraubte Formation 1996 endgültig auf. Nach gelegentlichen Reunion-Gigs mit einem leicht geläuterten McGowan kommt es im Sommer 2005 zu einer Wiedervereinigung. Für 2006 ist eine US-Tour geplant.

Gollum will Bono spielen

"Auch eine Geschichte über den Sänger von The Pogues wurde mir angeboten - Die war gar nicht schlecht!"

Großansicht Andy Serkis, auch bekannt als Gollum, wäre gern mal Bono (Foto: Warner/Universal)

Andy Serkis, auch bekannt als Gollum, wäre gern mal Bono (Foto: Warner/Universal)

Als zwielichtiges Geschöpf Gollum sorgte Andy Serkis in "Der Herr der Ringe"-Trilogie für Aufsehen. Doch Serkis kann und will viel mehr: Als nächstes würde er am liebsten U2-Frontmann Bono verkörpern. Mit Filmen über Musiklegenden kennt sich Andy Serkis mittlerweile aus: Aktuell ist er im Biopic "Sex & Drugs & Rock & Roll" als britischer Rocker und Songschreiber Ian Dury zu sehen.

"Ich würde gern mal Bono spielen - es müsste nur jemand das entsprechende Drehbuch schreiben", erklärt Serkis. Aber auch die Figur des Shane MacGowans, berühmt-berüchtigter und zahnlückiger Sänger der Band The Pogues, wäre spannend für ihn: "Jemand hat mir diese Geschichte angeboten - und es war gar keine so schlechte Story."

Andy Serkis' Gollum hat noch Zeit

Demnächst stehen noch ein paar andere Projekte an: In Steven Spielbergs "Tim und Struppi" spricht Andy Serkis und in Guillermo del Toros "The Hobbit" soll er als Gollum zurückkehren. Bis dieses Mammutprojekt aber in die Schuhe kommt, vergeht nun doch noch eine ganze Weile - und so hätte Serkis genügend Zeit, mal bei Bono anzurufen.

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